basketball 14.12.2017

Elfic Freiburg braucht einen Exploit

Elfics Tina Trebec.
Im Playoff des EuroCups spielt Elfic gegen die Französinen aus Landes um den Einzug in die Sechzehntelfinals. Wollen die Freiburgerinnen eine Chance auf das Weiterkommen haben, braucht es heute im Hinspiel zu Hause eine Parforce-Leistung.

Elfic beendete die Gruppenphase im EuroCup (total zehn Gruppen) im dritten Rang. Dies reichte, um als einer der vier besten Gruppendritten in die Playoffs einzuziehen. In diesen kämpfen die Freiburgerinnen mit 16 weiteren Teams um den Einzug in die Sechzehntelfinals, für die nur die acht besten Gruppenersten gesetzt sind.

Landes mit Ikone Dumerc

Die Französinnen aus Landes verpassten die direkte Qualifikation mit fünf Siegen aus sechs Spielen – punktegleich mit Gruppensieger Girona (ESP) – nur ganz knapp. Heute um 19.30 Uhr kommt es im St. Leonhard im Playoff zum Hinspiel zwischen Elfic Freiburg und Landes.

Landes ist für Elfic alles andere als ein unbekannter Gegner. Gegen die französische Equipe spielten die Freiburgerinnen bereits in den beiden letzten Jahren in den Gruppenspielen des EuroCups. Die Bilanz: je zwei Siege und Niederlagen. «Bei Landes gab es über den Sommer viele Veränderungen, insofern werden uns diese Erfahrungswerte nicht weiterhelfen», sagt Elfic-Trainer Laurent Plassard. Unter anderem steht mit der ehemaligen Spitzenspielerin Cathy Melain eine neue Trainerin an der Seitenlinie. «Ich schätze Landes insgesamt stärker ein als in den zwei Jahren zuvor.» Der Franzose Plassard kennt das Team und besonders Céline Dumerc bestens. «Dumerc ist seit Jahren eine der besten Spielerinnen und in Frankreich eine Basketball-Ikone. Es ist eine Freude für mich, eine solche Spielerin empfangen zu dürfen.»

Seit Montag betreibt der Elfic-Trainer intensive Video-Analyse, um die Stärken und Schwächen von Landes herauszukristallisieren. «Das Team ist sehr athletisch. Die Spielerin auf der Center-Position ist äusserst kräftig und deshalb kaum zu stoppen. Und im Aufbau zieht Dumerc die Fäden.» Als Schwachpunkt finde er eigentlich nur die ungenügende Trefferquote in der Fremde, so Plassard. Nur wenn es seiner Equipe gelinge, eine defensiv ähnlich starke Vorstellung wie in den Gruppen-Heimspielen gegen Wasserburg und Venedig abzurufen, könne der NLA-Leader auf einen Coup hoffen.

Elfic ohne Rol und Zali

Gelingen muss dies den Freiburgerinnen ohne Alexia Rol und Tiffanie Zali, die beide verletzt sind. «Sicher wiegen diese Ausfälle schwer. Aber wir haben bereits bewiesen, dass wir auch ohne Rol gute Resultate erzielen können», hält Plassard fest, der immerhin wieder auf die Amerikaner Angelina Williams zählen kann.

«Klar ist, dass wir im Heimspiel etwas reissen müssen, wenn wir uns die Chance auf ein Weiterkommen wahren wollen.» Dass es auswärts ungleich schwieriger werden wird, das hat die Vergangenheit von Elfic im EuroCup zur Genüge gezeigt.