La Berra 21.12.2017

Bussen in Wildruhezone möglich

Eine Karte erklärt die Wildruhezone.
Die Verordnung über die Wildruhezone La Berra wurde geändert. Neu wird nicht mehr zwischen Sommer- und Winterrouten unterschieden. Zudem sind Bussen möglich.

Die Wildruhezone rund um die Berra hatte bei ihrer Einführung viele Reaktionen ausgelöst: positive wie negative. Nun existiert die Zone bereits seit vier Jahren. Wie das kantonale Amt für Wald, Wild und Fischerei gestern mitteilte, ist die Verordnung über die Wildruhezone am 1. Dezember 2017 geändert worden. Neu wird nicht mehr zwischen Routen, die für den Wintersport und solchen, die für sommerliche Freizeitaktivitäten erlaubt sind, unterschieden. Die Pflicht, jeweils vom 1. Dezember bis am 30. Juni auf den innerhalb des Perimeters erlaubten Routen zu bleiben und Hunde an der Leine zu führen, bleibt jedoch unverändert. Diese Besucherregulierung erlaube es den Wildtieren, die von diesen Routen abgelegenen Gebiete als Ruhezonen zu nutzen. Die neue Karte kann auf dem Internet eingesehen werden.

Amt kann Busse ausstellen

Die neue Verordnung sieht gemäss Mitteilung auch die Möglichkeit vor, Verstösse gegen die vorgesehenen Pflichten mit Ordnungsbussen zu ahnden. Diese Bussen können vom Aufsichtspersonal des Amts für Wald, Wild und Fischerei ausgestellt werden. Bereits bei der Einführung der Zone war von möglichen Bussen die Rede (die FN berichteten). Damals konnten aber noch keine ausgesprochen werden, weil das Kantonsparlament erst über die Bussenverordnung befinden musste. Wie in den vergangenen Jahren würden sich auch in Zukunft ausgebildete Personen im Gebiet aufhalten, um die Besucher zu sensibilisieren «und sie bezüglich der geltenden Vorschriften in der Gegend zu beraten».

Tiere brauchen ihre Ruhe

Die Wildruhezone wurde geschaffen, weil in den Voralpen und in den Wäldern immer mehr Leute unterwegs sind. Besonders im Winter und während der Fortpflanzungszeit im Frühling brauchen die Wildtiere aber viel Energie. Störungen während diesen kritischen Zeiten können zu erhöhter Sterblichkeit und zu einem geringeren Fortpflanzungserfolg führen. «Es ist daher wichtig, dass die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum genügend Ruhezonen vorfinden», schreibt das Amt für Wald, Wild und Fischerei. Mit dem Ausscheiden solcher Wildruhezonen werde diesem Bedürfnis Rechnung getragen, ohne dass die Freizeitaktivitäten in freier Natur verboten würden.

Die Verordnung sei im Einvernehmen mit den Gemeinden und den betroffenen Akteuren angepasst worden.