Freiburg 13.01.2018

Der Freiburger Justizvollzug ist neu aufgestellt

Seit Anfang Jahr gibt es neu das Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe. Zudem sind die Strafanstalten in einer neuen Einheit vereint.

Das neue Jahr hat dem Freiburger Justizvollzug auch ein neues Gesetz über den Straf- und Massnahmenvollzug gebracht. Das Gesetz sieht eine umfassende Reorganisation des Justizvollzugs vor, wie die Freiburger Sicherheits- und Justizdirektion in einer Mitteilung schreibt. So werden die Anstalten von Bellechasse und das Zentralgefängnis in Freiburg in einer neuen Einheit vereint, der Freiburger Strafanstalt.

Öffentlich-rechtliche Anstalt

Diese hat die Rechtsform einer selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt und steht unter der Leitung von Franz Walter, dem bisherigen Direktor der Anstalten von Bellechasse. Die Freiburger Strafanstalt umfasst rund 173 Vollzeitstellen. Die Anstalten von Bellechasse dienen dem Straf- und Massnahmenvollzug, das Zentralgefängnis hauptsächlich der Untersuchungshaft.

Neu geschaffen wurde gemäss Medienmitteilung zudem das kantonale Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe. Darin zusammengefasst werden die bisherigen Ämter für Straf- und Massnahmenvollzug und Gefängnisse sowie für Bewährungshilfe. Das neue Amt verfügt über 25 Vollzeitstellen und zieht im Frühling in neue Räume an der Englisbergstrasse 3 in Granges-Paccot, die der Kanton gekauft hat. Xavier Orsini leitet das neue Amt; er stand bisher dem kantonalen Amt für Straf- und Massnahmenvollzug vor.

Mehr Effizienz

Die Reorganisation soll laut Medienmitteilung die Effizienz der gesamten Strafverfolgung steigern, dies durch eine bessere Koordination und durch verbesserte Verfahren. Das neue Gesetz über den Straf- und Massnahmenvollzug sieht vor, dass eine kantonale Strafvollzugspolitik erarbeitet wird, damit einheitliche Prinzipien und Vorgehensweisen gelten.

njb