FREIBURG 03.01.2018

Solarpanels sorgen für Diskussionen

Solaranlagen auf schindelbedeckten Alphütten stellen für den Staatsrat kein Problem dar. Dies hält er in seiner Antwort auf eine entsprechende Anfrage fest.

Die Grossräte Gabriel Kolly (SVP, Corbières) und René Kolly (FDP, Le Mouret-Ferpicloz) sprachen in einer Anfrage von Unklarheiten in Zusammenhang mit schindelbedeckten Alphütten. Sie gaben an, die Installation von Solarmodulen zur Stromerzeugung sei nicht unbedingt gestattet. Der Staatsrat kann dies nicht bestätigen, wie er in seiner Antwort feststellt. Im Gegenteil stelle man fest, dass selbst auf einer der bekanntesten Alphütten des Kantons, die mehrere Jahre lang in den Medien für Schlagzeilen sorgte – die Alphütte Le Lapé –, Solarmodule installiert worden sind. Sogar für diese Alphütte, die im Inventar der Alphütten als Gebäude der Kategorie A (hohe Qualität) aufgeführt und zudem nach dem Gesetz über den Schutz der Kulturgüter und dem kantonalen Richtplan in der höchsten Kategorie unter Schutz gestellt sei, habe die Kulturgüterkommission im Jahr 2013 die Installation von Solarmodulen bewilligt.

Sie sollten nicht auffallen

Bei einem der letzten Projekte, zu dem das kantonale Amt für Kulturgüter 2017 ein positives Gutachten erstellt hat, ging es laut dem Staatsrat um die Installation von Solarmodulen an der Alphütte Portes d’en Haut in Vuadens. Es sollten acht Module installiert werden, aber nicht auf dem Dach, sondern an einem bestehenden Geländer. Für die Ausführung der Bauarbeiten sei jedoch verlangt worden, dass die Module gänzlich schwarz sein sollten, damit sie weniger auffallen würden.

Verbreitete Anwendung

Allgemein kann man laut der Kantonsregierung festhalten, dass in der Praxis sehr viele Alphütten, unabhängig von der Art der Bedachung, in irgendeiner Art und Weise mit Solarmodulen ausgestattet seien.