28.10.2017

FN-Artikel rückt Regenwasser-Nutzung in ein unschönes Licht

«Damit das Trinkwasser sauber bleibt» – FN vom 7. Oktober 2017

Als regionales Unternehmen haben wir uns zum Ziel gesetzt, Wasser und Regenwasser zu sammeln und sinnvoll zu nutzen. Entsprechend sind bei uns einige Rückmeldungen zum Artikel «Damit Trinkwasser sauber bleibt» eingegangen. Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Regenwassernutzungsanlage je nach örtlichen Gegebenheiten und persönlicher Überzeugung teilweise keinen Sinn machen kann. Es gibt allerdings auch Argumente, die für Regenwasser sprechen, etwa bei einem Haus mit grossem Garten, grosser Dachfläche oder wenn ohnehin ein Retentionstank zur verlangsamten Abgabe des Regenwassers in die Kanalisation eingebaut werden muss.

Glücklicherweise sind wir in der Schweiz in der komfortablen Lage, über genügend Wasser zu verfügen. Das aktuelle Jahr zeigt allerdings deutlich, dass sich auch bei uns Trockenperioden häufen. So berichteten die «Freiburger Nachrichten» am 20. Oktober 2017 im Artikel «Trinkwasserverband will Zusammenarbeit», dass der Trinkwasserverbund Bibera die Wasserförderung aufgrund der Trockenheit diesen Sommer reduzieren musste. Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf die unklaren Auswirkungen der Klimaerwärmung ist Wassersparen in der Schweiz durchaus sinnvoll!

Die Hauptthematik des Artikels «Damit Trinkwasser sauber bleibt» war eine Verunreinigung des Trinkwassernetzes, die durch den Einsatz von Regenwasser entstehen soll. Der Artikel berichtete von einer direkten Verbindung der Regenwasserleitung mit dem Trinkwasser. Eine solche Verbindung ist jedoch verboten. Aus diesem Grund erfolgt die Trinkwassernachspeisung bei jeder professionell installierten Regenwassernutzungsanlage über einen freien Zulauf, so dass niemals eine Verbindung zwischen Regen- und Trinkwasser entstehen kann. Entsprechend besteht keine Verschmutzungsgefahr und die einwandfreie Trinkwasserqualität ist gewährleistet. Die Darstellung im Artikel entspricht folglich nicht den Angeboten auf dem Markt und hat die Nutzung von Regenwasser zu Unrecht in ein unschönes Licht gerückt.