10.11.2017

Was geht in den Köpfen der Gottéron- Verantwortlichen vor?

«Mein Herz bleibt in Freiburg» – FN vom 3. November 2017

Als langjähriger Anhänger und Saisonabonnementsbesitzer stelle ich mit grossem Erstaunen und grosser Empörung fest, dass die Führungsetage des HC Freiburg-Gottéron aus gemachten Fehlern nichts lernt. Den Medien kann entnommen werden, dass in der Person von Andrea Glauser einmal mehr ein junges, talentiertes Eigengewächs links liegen gelassen wird und wahrscheinlich auch für immer verloren geht. Es kann doch nicht sein, dass in die Jugend viel Zeit und Herzblut investiert wird, den jungen Spielern aber kaum Chancen geboten werden, ihr Können in der ersten Mannschaft unter Beweis zu stellen. Gerade Andrea Glauser hat in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen, dass er dieser Aufgabe sehr wohl gewachsen ist. Deshalb ist es auch den anderen Clubs nicht entgangen, dass dieser junge Spieler eine grosse Zukunft vor sich hat. Aus meiner Sicht wäre es höchste Zeit, das Gehabe des Sportchefs und des Direktors zu hinterfragen und Teile der beiden Saläre unter Umständen in neue Verträge für junge, eigene Spieler zu investieren. Es ist doch auch Aufgabe des Verwaltungsrates, hier die Weichen richtig zu stellen. Wie viele sinnlose Transfers mit teuren Ergänzungsspielern, die nicht einmal als Ergänzung genügen, werden noch getätigt? Abgesehen vom Engagement von Philippe Furrer, seines Zeichens Nationalspieler, ist dem Sportchef wirklich noch nichts gelungen. Wann merkt die Führungsetage endlich, dass sie mit ihrem Vorgehen die treusten Fans auch noch vergrault und grossartige Arbeit von Juniorentrainern innert kürzester Zeit zunichtemacht? Diese Trainer sind für die Jungen da und opfern viel Freizeit für den Club, ohne Löhne wie jene des Sportchefs und des Direktors einzustreichen.

Nun steht der Umbau des Stadions an, und die Führungsetage erwartet von der Gemeinde und vom Kanton, dass Gelder für diesen Umbau gesprochen werden. Dieser Umbau ist auch eine gute Investition in unsere Jugend und somit für die Zukunft. Es ist nun aber vorerst an der Zeit, dass die operative Leitung des Clubs bereit ist, Nägel mit Köpfen zu machen und auf junge, talentierte Spieler zu setzen. Zeigt endlich, dass ihr es ernst meint. Die jungen Spieler werden es dem Club mit Leistungen zurückzahlen.