Murten 23.12.2017

Grünes Licht für Johnson Electric

Die kantonale Volkswirtschaftsdirektion und der Hauptsitz der Johnson Electric haben die Bewilligung für den Um- und Ausbau der Produktionshallen in Murten erteilt.

Im Oktober kündigte die Firma Johnson Electric an, ihre Produktionshallen am Standort an der Freiburgstras­se in Murten umbauen und um 3600 Quadratmeter auf 20 000 Quadratmeter vergrössern zu wollen. Der Grund: Die Produktions- und Entwicklungskapazität sei zu stark ausgelastet. Der Ausbau würde ein langfristiges Wachstum ermöglichen, teilte Johnson Electric damals mit (die FN berichteten).

Inzwischen hat die kantonale Volkswirtschaftsdirektion laut ihrer Medienmitteilung die Bewilligung erteilt. Auch der Hauptsitz der Johnson-Electric-Gruppe in Hong Kong hat dem Bauvorhaben zugestimmt. Alle vier Einsprachen seien nach Gesprächen zurückgezogen worden, sagte Daniel Lehman, der Oberamtmann des Seebezirks, auf Nachfrage.

Die Bauarbeiten sollen am 15. Januar 2018 beginnen und über 30 Millionen Franken kosten. Die Inbetriebnahme der neuen Produktionshallen sei für Ende 2018 geplant.

«Ausgezeichnete Nachricht»

Die Volkswirtschaftsdirektion bezeichnet das Bauvorhaben als «ausgezeichnete Nachricht für die Freiburger Wirtschaft». Die Fabrik der Johnson Electric in Murten sei «wegen ihres hohen Automatisierungsgrades ein gutes Beispiel für wettbewerbsfähige Produktion in der Schweiz».

Die Johnson-Electric-Gruppe produziert Bestandteile für die Automobilindustrie und andere Industriezweige – insbesondere Antriebslösungen für bewegte Funktionen in Fahrzeugen wie Fensterheber, Schalter oder die Klimatisierung.

Das Unternehmen beschäftigt in Murten rund 400 Mitarbeiter und will mit dem Um- und Ausbau zirka 80 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Im Wettbewerb mit Osteuropa

Das Murtner Bauprojekt habe im Wettbewerb mit anderen Standorten des internatio­nalen Konzerns gestanden – vor allem in osteuropäischen Staaten. Unter anderem sei der Entscheid für Murten gefallen, weil die Baubewilligung zügig ausgestellt worden sei, schreibt die Volkswirtschaftsdirektion.