Flamatt 13.11.2017

Mit Geheimrezept auf den Königsthron

Beim Differenzler gibt es auch viel zu schreiben und zu rechnen.

 

Zum dritten Mal kämpften am Samstag in Flamatt 43 Jasserinnen und Jasser um den Titel des FN-Differenzler-Königs. Die Krone sicherte sich der 72-jährige Erwin Clément aus Gurmels.

 

Am Samstag, kurz vor 16 Uhr, war es so weit: Die «Freiburger Nachrichten» hatten ihren neuen Deutschfreiburger Differenzler-König gefunden. In vier Runden zu je vier Spielen hatte sich Erwin Clément aus Gurmels als sicherster Ansager bewiesen und seine Konkurrenz in Flamatt mit dem niedrigsten Differenztotal aller Finalteilnehmer hinter sich gelassen. Neben dem 72-Jährigen, der sich mit 70 Punkten als Sieger der dritten Ausgabe des FN-Jassturnieres feiern lassen durfte, traten auch Arnold Vonlanthen (72 Punkte, Giffers) und Walter Johner (82 Punkte, Düdingen) mit herausragenden Leistungen aufs Siegertreppchen.

In Luzern kennengelernt

Einem anderen Düdinger, Vorjahressieger Remo Keller, blieb der erneute Schritt aufs Podest knapp verwehrt. Gemeinsam mit Achim Schneuw­ly aus Oberschrot belegte er den vierten Rang. Eine gute Leistung gelang in diesem Jahr auch den Finalteilnehmerinnen: Obwohl sich insgesamt nur vier Frauen für die Endrunde qualifiziert hatten, konnten sich gleich drei Damen unter den besten Zehn behaupten (siehe Kasten).

Dieser Titel mache ihn schon ein bisschen stolz, sagte Erwin Clément im Anschluss an die Siegerehrung und den Gewinn von 1000 Franken in bar: «Damit habe ich nicht gerechnet.» Bereits die Finalqualifikation Anfang Oktober in Flamatt sei für ihn eine Überraschung gewesen, «umso mehr ich zum ersten Mal an einem Turnier teilgenommen habe und einige meiner Jasskollegen bereits in der Qualifikation gescheitert sind». Jassen, das tue er zwar schon sein ganzes Leben lang, erklärte der in St. Ursen aufgewachsene Erwin Clément. Den Differenzler habe er aber erst in Luzern kennengelernt, wo der gebürtige Sensler während über 40 Jahren zu Hause war: «Im Kollegenkreis war das unser Jass.» Im Rückblick sei er deshalb froh, dass ihn sein Schwager dazu ermutigt habe, beim FN-Jassturnier mitzumachen. «Ich habe gewusst, dass ich den Differenzler jassen kann und über ein Rezept verfüge, das verhebt.» Aber den Sieg nun tatsächlich realisiert zu haben, das sei schon ein Aufsteller. Und das Rezept? «Das bleibt natürlich geheim», sagte der König schmunzelnd.

Turnier lebt weiter

Auch für die Organisatoren war die dritte Ausgabe des für die Leserinnen und Leser der «Freiburger Nachrichten», des «Murtenbieters» und des «Anzeigers von Kerzers» durchgeführten Jassturnieres ein Erfolg. «Solch fröhliche Anlässe sind eine gute Möglichkeit, um der Leserschaft etwas zurückzugeben», sagte FN-Marketingassistent Yannick Geiser. Auch weil man mit der EDJV-Sekti­on Flamatt unter der Leitung von Heinz Reist einen idealen Partner gefunden habe und das Turnier bei den Teilnehmern auf ein gutes Echo stosse, werde die dritte Ausgabe nicht die letzte gewesen sein: «Wir planen bereits für 2018.»

 

Rangliste

Erste Frau ist Sechste

1. Rang: Erwin Clément, Gurmels, 70 Punkte; 2. Arnold Vonlanthen, Giffers, 72 Punkte; 3. Walter Johner, Düdingen, 82 Punkte; 4. Remo Keller, Düdingen, 87 Punkte; 5. Achim Schneuwly, Oberschrot, 87 Punkte; 6. Edith Leiser, St. Silvester, 89 Punkte; 7. Evelyn Rivera-Fuhrer, Köniz, 90 Punkte; 8. Rene Siffert, Tafers, 93 Punkte; 9. Edith Rudin, Schwarzenburg, 94 Punkte; 10. Laurent Heimo, Villars-sur-Glâne, 94 Punkte.

mz