07.12.2017

Sarah Kershaw

Basketball

Geburtsdatum: 28. April 1985

Beruf: Physiotherapeutin

Wohnort: Lausanne

Verein: Hélios

Erfolge 2017: zum siebten Mal Schweizer Meisterin

Im Mai trat Sarah Kershaw von der nationalen Basketball-Bühne ab. Sie tat dies in gewohnter Manier – mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels. Das Palmarès der 32-jährigen Doppelbürgerin (England/Schweiz) ist wahrlich eindrücklich: sieben Meistertitel (sechs mit Hélios und einen mit City Freiburg) und je fünf Siege im Schweizer- und im Liga-Cup (alle mit Hélios) nennt sie ihr eigen. Damit ist Kershaw eine der erfolgreichsten Schweizer Basketballspielerinnen der Geschichte. «Ich bin stolz auf meine Karriere. Erst im Alter von 14 Jahren habe ich mit dem Basketballspielen begonnen, und ich musste stets hart arbeiten, um all die Jahre auf diesem Niveau spielen zu können», sagt Kershaw, die in Tokio geboren wurde. Später in Marly aufgewachsen, löste die Allrounderin auf dem Parkett ihre erste Lizenz bei Sarine Basket. «Ich habe Teamsportarten schon immer bevorzugt. Die soziale Komponente gefällt mir, man unterstützt sich gegenseitig, wenn es einmal nicht läuft.» Nicht anders mag sie es im Alltag. «Ich bin gerne von netten Menschen umgeben.» Von Sarine über City (heute Elfic) Freiburg und Nyon fand Kershaw ihr sportliches Glück im Wallis, bei Hélios. «Dort hatte ich die Chance, während drei Jahren vom Basketball zu leben, nachdem ich den Bachelor in Sportwissenschaften abgeschlossen hatte.» Dank der Unterstützung des Clubs war es ihr möglich, später als Halb-Profi eine Ausbildung zur Physiotherapeutin in Angriff zu nehmen. «Das ist nicht selbstverständlich. Viele Spielerinnen hören mit dem Sport auf, um der Ausbildung Vorrang zu geben. Ich konnte Leidenschaft und Ausbildung vereinen. Das bedurfte aber vieler Entbehrungen und hatte auch Auswirkungen auf mein Privatleben.» Im Sommer nahm Kershaw für die Schweiz nochmals an der 3x3-Weltmeisterschaft teil, einer Basketball-Variante, bei der auf nur einen Korb gespielt wird. In Nantes stiess sie bis in den Viertelfinal vor. «Jetzt ist es für mich aber an der Zeit, dass ich mich der Berufswelt zuwende. Eine andere Welt, auf die ich mich vorbereitet habe.» Und das Basketball? «Ich habe eine Trainerausbildung gemacht, aber das kann noch warten», so Kershaw.

fs