Volleyball 29.01.2018

Ein Sieg, aber kein Spaziergang

Die Düdingerinnen mussten am Samstag für die drei Punkte kämpfen.
Der TS Volley Düdingen entschied am Samstag auch das dritte Saisonduell gegen Köniz für sich. Ohne die verletzte Amerikanerin Sabel Moffett wechselten sich beim 3:1-Sieg Licht und Schatten jedoch ab.

Es war bereits das dritte Mal, dass Düdingen in dieser Saison gegen Edelline Köniz spielte. Während die Power Cats den Könizerinnen in den ersten beiden Spielen jeweils sehr schnell klarmachten, wer im Moment zu den Spitzenteams der Schweiz gehört, gelang es den Gästen in diesem Spiel, schon nach kurzer Zeit mit 7:2 in Führung zu gehen. Nach dem harzigen Start steigerten sich die Düdingerinnen allerdings und glichen schnell einmal zum 8:8 aus. Anschliessend lag das Heimteam stets mit ein paar Punkten in Front. Beim Stand von 23:16 schien der Satz gelaufen. Die Gäste brachten die Düdingerinnen aber noch einmal kurz ins Zittern, als sie bis auf 24:21 herankamen. Die angriffig spielende Amerikanerin Courtney Felinski erwies sich in diesem Match als wichtige Teamstütze und brachte den entscheidenden Punkt in Sicherheit.

Düdingen und der dritte Satz

Im zweiten Satz vermochte sich keines der beiden Teams von Anfang an abzusetzen. Beim Stand von 11:10 zog Düdingen den Könizerinnen dann aber davon und gestand den Gästen bis Satzende nur noch vier Punkte zu.

Im dritten Satz hatten die Powercats mit alten Dämonen zu kämpfen: Sie vergaben einen Vorsprung von 19:16, und den Bernerinnen gelang es, den Spiess umzudrehen und mit 23:19 in Führung zu gehen. Das Bettello-Team schien rasch an Selbstvertrauen zu verlieren, machte Fehler, und die Könizerinnen schienen seit der letzten Begegnung allesamt um zehn Zentimeter gewachsen zu sein. Davon wollte Düdingens Trainer Dario Bettello jedoch nichts wissen. «Ich denke nicht, dass Köniz besser oder anders spielt. Wir haben einfach schlechter gespielt.» Sein Team scheine zwischenzeitlich zu vergessen, wie es eigentlich spiele, und mache unverzeihliche Fehler, wie zum Beispiel einen Ball anzunehmen, der offensichtlich ins Aus fliege. Auch die schwache Annahme der Gäste hätte Düdingen aus der Sicht Bettellos besser ausnutzen sollen. «Ich spüre, dass einige Spielerinnen nicht mehr so viel Energie haben. Das Team hat an Explosivität eingebüsst», analysierte er zusammenfassend. Um die alte Form wiederzufinden, will der Tessiner diese Woche auf kürzere, aber intensive Trainings setzen.

Die Könizerinnen hatten zwar einen vierten Satz erzwungen, mussten nun aber gegen ein Düdingen kämpfen, das plötzlich doch noch die Krallen ausfuhr. Wie in keinem anderen Satz vermochten sich die Düdingerinnen nun abzusetzen und entschieden den Durchgang mit 25:11 klar für sich. Trainer Bettello konnte beim Stand von 21:10 noch seine letzten zwei Ersatzspielerinnen, Mona Rottaris und Zora Widmer einsetzen. Ein gelungener Block von Rottaris bescherte den Düdingerinnen denn auch den entscheidenden Punkt zum 25:11.

Moffett nicht leicht zu ersetzen

Trotz des glücklichen Endes konnte das Spiel vom letzten Samstag nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem Ausfall von Sabel Moffett ein wichtiger Pfeiler des Teams fehlte. Diagonalspielerin Francine Marx hatte sich bereit erklärt auch in der Mitte zu spielen und Moffett zu ersetzen. «Ich war natürlich schon ein wenig nervös », meinte Marx am Ende des Spiels. Sie hatte in dieser Saison und unter Bettello das erste Mal einen ganzen Match bestritten und lediglich ein Training auf der neuen Position absolviert.

Die Rückkehr von Sabel Moffett scheint glücklicherweise absehbar zu sein. Ein Zerrung am Oberschenkel schränkt sie im Moment zwar noch ein, Dario Bettello hofft jedoch, dass sie nächsten Samstag gegen Kanti Schaffhausen wieder zum Einsatz kommen wird.

Telegramm

Düdingen - Köniz 3:1 (25:21, 25:14, 20:25, 25:11)

Turnhalle Leimacker. – 317 Zuschauer. – SR: Droguett, Troyon.

TS Volley Düdingen: Marbach, Granvorka, Marx, Harbin, Felinski, Becker, Deprati (Libera) ; Gfeller, Knutti, Widmer, Rottaris.

Köniz: Veloso, Fabien, Schauss, Hadzisalihovic, Peit, Duarte, Guerra (Libera); Ackermann, Maurer, Daramola

Wahl zu den besten Spielerinnen: Becker und Peit.

Frauen. Nationalliga A. Die Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 20/51 (56:18). 2. Volero Zürich 20/50 (53:16). 3. Düdingen 20/47 (53:24). 4. Kanti Schaffhausen 20/37 (45:34). 5. Neuenburg UC 20/30 (38:38). 6. Volley Lugano 20/25 (33:43). 7. Köniz 20/22 (30:40). 8. Galina Schaan 20/18 (31:52). 9. Franches-Montagnes 20/15 (24:51). 10. Cheseaux 20/5 (11:58).