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10 Gründe, warum ich Listen hasse

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

1. Listen machen uns glauben, das Chaos der Welt liesse sich bändigen, wenn wir es sortieren und mit Aufzählungszeichen versehen. Was natürlich Quatsch ist. Das Leben ist keine Powerpoint-Präsentation, sondern «ein Märchen, erzählt von einem Dummkopf, voller Klang und Wut, das nichts bedeutet». Mit Listen ist dem nicht beizukommen. Höchstens mit List und Schalk und Liebe. Das wusste schon Shakespeare – der übrigens auf der Liste meiner Lieblingsengländer ganz oben steht. Das aber nur so nebenbei.

2. Listen erwecken den Eindruck, der Verfasser habe sich beim Schreiben wahnsinnig viel Gedanken gemacht. Hat er nicht. Wer Listen schreibt, ist zu faul, um einen zusammenhängenden Text zu schreiben. Oder zu blöd. Oder beides.

3. Jede Liste ist ein Imperativ: Diese 10 Bücher musst du gelesen haben! 1000 Dinge, die man getan haben muss, bevor man stirbt! Du musst noch Brot kaufen! Ich lasse mir nicht gerne vorschreiben, was ich zu tun habe, schon gar nicht von Listenschreibern. Wieso? Siehe Punkt 2.

4. Die ersten drei Punkte einer Liste sind meist lustig und interessant. Manchmal kriegt man sogar ein Shakespeare-Zitat serviert, das man noch nicht gekannt hat. Aber spätestens bei Punkt 4 kommt der erste Durchhänger. Weil der Listenmacher zu blöd ist, um das Niveau zu halten. Oder zu faul. Oder beides.

5. Punkt 5 ist auch nicht besser als Punkt 4. Aber weil halt zwischen Punkt 4 und Punkt 6 auch ein Punkt 5 hingehört, steht hier eben einfach irgendetwas. So stupide sind Listen.

6. Listen bieten nicht alles Wichtige auf einen Blick, sie verstellen uns vielmehr die Sicht auf das, was wirklich wichtig ist – nämlich alles andere.

7. To-do-Listen sind wie die Hydra: Kaum hat man eine Aufgabe erledigt, schwupps, stehen auch schon wieder zwei neue drauf. Wie hat das Herkules schon wieder hingekriegt? Muss ich nachlesen. Also schreib ich’s auf meine To-do-Liste. Arrggg.

8. Wunschlisten funktionieren umgekehrt: Je mehr man draufschreibt, umso weniger davon kriegt man. Arrggg.

9. Listen haben fast immer zehn, hundert oder tausend Punkte. Als gäbe es immer nur eine runde Zahl wichtige Dinge zu sagen. Total plemplem. Ich persönlich fände eine Liste mit nur einem Punkt toll. Denn dann wäre es keine Liste mehr. Sondern ein gutes Argument.

10. Obwohl Listen Humbug sind, lieben die Leute sie. Und lesen jede Liste bis zu Ende. So wie Sie gerade. Trotz dem unvermeidlichen Durchhänger bei Punkt 4. Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass am Schluss noch eine tolle Pointe kommt. Aber da kommt nichts. Nie. Und trotzdem fallen die Leute immer wieder auf Listen rein. Es ist deprimierend.

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