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100 Jahre an der Seite der Schwachen

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Autor: walter buchs

«Es war wichtig, die während 100 Jahren geleistete Hilfe an die Schwächsten und Verwundbarsten in der Gesellschaft in einer Publikation festzuhalten.» Dies hat FRK-Präsident André Liaudat am Freitag in Freiburg bei der Vorstellung des Gedenkbuches «Un siècle d’action humanitaire» (Ein Jahrhundert humanitärer Einsatz) unterstrichen.

Das Buch, in dem erstmals Gründung und Entwicklung des FRK umfassend dargestellt wird, sei ebenfalls eine Anerkennung für den Einsatz der Tausenden von Freiwilligen. Die verschiedenen Dienste des FRK stützten sich seit jeher auf ihren Einsatz ab, so Liaudat. Auch Direktor Charles Dewarrat ist überzeugt, dass das FRK trotz Professionalisierung verschiedener Bereiche wieder vermehrt auf die Kompetenzen der Freiwilligen zurückgreifen wird, wie er im Schlusswort des Buches schreibt.

«Bleibendes Gedächtnis»

Mit dem Buch erhalte das FRK ein «bleibendes Gedächtnis» stellte Autor Thierry Jacolet, Historiker und Journalist, fest. Beim Begriff «Rotes Kreuz» denke man in der breiten Bevölkerung in erster Linie an den Einsatz des IKRK in Kriegs- und Katastrophengebieten und die soziale sowie sanitäre Tätigkeit der Kantonalsektion werde vergessen.

Für Universitätsprofessor Francis Python, Mitglied der Arbeitsgruppe, welche für Konzeption und Inhalt des Buches verantwortlich war, verleiht die vom Fotografen Bruno Maillard sichergestellte Illustration der Publikation «eine besondere Qualität». Tatsächlich enthält diese viele historische Fotos, die mühsam zusammengetragen und dann zum Teil noch historisch eingeordnet werden mussten (siehe auch Kasten).

Ein Beitrag zum historischen Verständnis

Wie der Historiker Francis Python am Freitag vor den Medien weiter sagte und auch im Vorwort betont, ist das Gedenkbuch weit mehr als eine Jubiläumsschrift. «Aufgrund der Aktivitäten des FRK versteht man die Geschichte der Freiburger Gesellschaft viel besser», unterstrich er den Wert der Publikation für den Historiker. Man erhalte aufschlussreiche Einblicke in die sozio-ökonomische Entwicklung des Kantons.

Anhand der sich im Laufe der Jahrzehnte veränderten Einsatzbereiche des FRK schloss Professor Python: «Das FRK hat sich stets durch eine grosse Anpassungsfähigkeit ausgezeichnet und seine Hilfsangebote den sich veränderten Bedürfnissen in der Bevölkerung angepasst.»

Einsatz auch in Zukunft gefragt

«Die Erfahrung eines Jahrhunderts gibt uns Kraft für die Zukunft», hielt Präsident Liaudat gestern fest. Jedenfalls werde der Einsatz des FRK auch in Zukunft gefragt sein. Die Einsamkeit von Senioren in einer älter werdenden Gesellschaft stelle eine der Herausforderungen dar. Auch die Kinderbetreuung sei gefragter denn je. Zudem nannte er die seit vergangenem Jahr angebotenen Sprachkurse für Migranten.

Das FRK hat in den vergangenen Jahren zwei grosse Aufträge des Kantons verloren. Direktor Dewarrat ist sich bewusst, dass der Kanton seine Rolle in den Bereichen Gesundheit und Soziales zu Lasten von FRK-Tätigkeiten weiter ausbauen wird. Doch gibt er sich im Schlusswort des Buches zuversichtlich: «Mit seinen mittlerweile sechs überaus dynamischen Diensten … will der Verband im Sinne von Herny Dunant auch weiterhin seinen angestammten Auftrag wahrnehmen: den Verwundbarsten helfen.»

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