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125 Jahre Salvatorianer

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125 Jahre Salvatorianer

Feier in der Pfarrkirche Tafers

Die Salvatorianer feierten am 8. Dezember in der Pfarrkirche Tafers die Gründung ihrer Gesellschaft vor 125 Jahren. Der Gründer der Gemeinschaft war im Spital Tafers gestorben und hatte in der Kirche vorübergehend seine Grabstätte.

Am 8. Dezember 1881 gründete P. Franziskus Maria vom Kreuze Jordan in Rom mit zwei Gefährten die «Gesellschaft des Göttlichen Heilandes». Ihre Mitglieder werden kurz Salvatorianer genannt (Salvator = Heiland). Dort wurde denn auch am 8. Dezember 2006 das 125-jährige Bestehen international gefeiert. Die Gesellschaft mit gut 1200 Mitgliedern hat ihren Schwerpunkt in Mitteleuropa verloren und blüht dafür umso mehr in Afrika, Mittelamerika, Indien, Australien, auf den Philippinen und anderswo auf.

Salvatorianer in Freiburg

P. Jordan pflegte eine sehr enge Beziehung zur Schweiz. Geboren war er am 16. Juni 1848 in Gurtweil, unweit der Schweizer Grenze. Seine Primiz konnte er damals auf Grund kirchenfeindlicher Gesetze nicht in der Heimat feiern, dafür im aargauischen Döttingen. Er lernte früh die Stadt Freiburg und wichtige kirchliche und politische Persönlichkeiten kennen. Bereits 1894 eröffnete er in Freiburg eine Niederlassung. Vom Haus Stalden 145 aus zogen viele Patres damals zur Aushilfe in die Pfarreien des Sensebezirks. Und viele Mitbrüder aus aller Welt holten an der internationalen katholischen Universität Freiburg ihre theologische Ausbildung.1956 konnten die Salvatorianer das Haus Waldweg 5 auf dem Schönberg beziehen, wo sie auch heute noch sind. Bereits 1895 übernahmen sie die kantonale «Jugendverwahranstalt» Drognens bei Romont. Dort wirkten sie unter schwierigsten Umständen bis 1915, dann wieder von 1934 bis 1963. Von 1963 bis 1977 führten sie in Montet im Broyebezirk eine zweisprachige Knabensekundarschule mit Internat. Viele Knaben aus Deutschfreiburg besuchten diese Schule. Leider erzwangen fehlende Finanzen und personelle Engpässe die Schliessung dieser Privatschule. Noch heute wirken Salvatorianer in einigen Pfarreien des Sensebezirkes (Bösingen, St. Ursen, Rechthalten-Brünisried).Der Gründer P. Jordan kam als Schwerkranker 1915 in die Schweiz. Er und die Mitglieder der damaligen Generalleitung waren Deutsche. Da Italien und Deutschland im Ersten Weltkrieg verfeindet waren, wurden die deutschen Patres aus Rom und Italien ausgewiesen und erhielten vorübergehend in Freiburg die Aufenthaltsgenehmigung. Das Generalat konnte bald das Schlösschen Maggenberg bei Tafers mieten. Es blieb dort bis nach dem Krieg 1919.

«Ein Heiliger ist unter uns!»

P. Jordan wurde zuerst von einem Ordensbruder gepflegt. Und als dieser ebenfalls nach Deutschland zum Militärdienst gerufen wurde, suchte man für ihn ein geeignetes Spital. Das damalige Spital im Dorfzentrum von Tafers, geleitet von den Vinzenzschwestern, nahm den Schwerstkranken am 26. August 1918 bereitwillig auf. Angesichts der betagten Männer und Frauen (nach heutigem Standard war es eher ein «Altersasyl») soll er ausgerufen haben: «Gut so, jetzt bin ich unter den Armen.» Die Leute aber sagten spontan: «Ein Heiliger ist unter uns!» Bereits am 8. September 1918 starb P. Jordan und wurde in der Pfarrkirche Tafers beigesetzt.

Grabstätte wurde Wallfahrtsort

Bald wurde die Grabstätte zu einem Wallfahrtsort der Salvatorianer, aber auch vieler Gläubigen. 1956 wurde der Leichnam – zum Leidwesen der Taferser – exhumiert und ins Mutterhaus nach Rom überführt. In den letzten Jahren besuchten immer wieder und immer mehr Salvatorianer und Salvatorianerinnen seine erste Begräbnisstätte und das Sterbezimmer, solange das Haus noch bestand.Die Salvatorianer der Schweizer Provinz feierten am 8. Dezember mit der Pfarrei einen feierlichen Gottesdienst. Mit P. Karl Meier, dem derzeitigen Provinzoberen, zelebrierten Bischofsvikar Kurt Stulz als Vertreter des Bischofs und P. Moritz Sturny, der an diesem Tag sein Goldenes Professjubiläum feiern durfte. Der Bischofsvikar entbot einen Dankesgruss des Bischofs und des Dekanates St. Petrus Kanisius. Einige Weltgeistliche wie die Domherren Josef Grossrieder, Adolf Aebischer, Anton Troxler und andere Weltpriester wie einige Salvatorianer konzelebrierten. Der Gemischte Chor sang eine festliche Messe. Die Gottesdienstteilnehmer begegneten sich anschliessend bei einem Apéro. Zum Mittagessen im Gasthof St. Martin fanden sich dann die geladenen Gäste ein, darunter auch viele Kanisius- und Guthirtschwestern.Eing.

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