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13 Jahre Zuchthaus

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13 Jahre Zuchthaus

Urteil im Fall Albatros gegen einen Hauptangeklagten

Ein 37-jähriger Mazedonier ist am Mittwoch zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Das Strafgericht des Saanebezirks hat ihn wegen Handels mit 30 Kilogramm Drogen und wegen Geldwäscherei für schuldig befunden.

Von JEAN-LUC BRÜLHART

Am Mittwoch stand der 37-jährige Mazedonier T. vor dem Strafgericht des Saanebezirks. Im Zuge der Ermittlungen von «Albatros» war er im Juni 2002 der erste, den die Freiburger Polizei festgenommen hatte. Er war einer der Hauptangeklagten. Das Strafgericht des Saanebezirks sah es als erwiesen an, dass T. mit insgesamt 30 Kilogramm Heroin und Kokain gehandelt oder den Handel zumindest vorbereitet hatte, und verurteilte ihn zu 13 Jahren Zuchthaus. Der Angeklagte gestand den Handel mit sieben Kilo Heroin und 0,7 Kilo Kokain. Im Urteil wurde auch berücksichtigt, dass T. Geldwäscherei betrieben hatte.

«Ihn trifft eine grosse Schuld», sagte Gerichtspräsident André Waeber in der Urteilsverkündung. Es sei auch deshalb ein angemessenes Strafmass, weil Delinquenz bisher der Lebensinhalt des Angeklagten gewesen sei.

«Notorischer Gesetzesbrecher»

Gar als «notorischen Gesetzesbrecher» bezeichnete der Substitut der Staatsanwaltschaft, Fabien Gasser, den Angeklagten und forderte 13 Jahre Zuchthaus und den Landesverweis für 15 Jahre. Das Strafmass sei zwar hart, aber es entspreche dem Ausmass seiner Verbrechen und der Grösse seines Egos. Der Angeklagte war in weissen Schuhen, weissen Socken und weissem Anzug erschienen und trug dazu ein pastellgrünes Hemd mit einer violetten Krawatte. «Heute hat er sich hübsch gemacht und ist humorvoll», so Gasser. T. sei aber in Wahrheit angeberisch, arrogant, verächtlich, gefährlich und böswillig.

«Der Angeklagte integriert sich nicht und es macht ihm Spass, gegen das Gesetz zu verstossen», so Gasser. T. ist in der Vergangenheit bereits zu insgesamt 48 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Liste der Verstösse ist lang: wiederholte sexuelle Handlungen mit Kindern, Fahren ohne Ausweis, Beschimpfung und Drohung, Fahren in angetrunkenem Zustand, Widerstand gegen die Behörden, schwerer Verstoss gegen das Strassenverkehrsgesetz, Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz, erwerbsmässiger Diebstahl, Sachbeschädigungen, leichte Körperverletzungen und Hausfriedensbruch.

Neben den 13 Jahren, die das Strafgericht des Saanebezirks ausgesprochen hat, muss T. auch die 48 Monate absitzen, die gegen ihn verhängt worden waren. Auf den Antrag auf Landesverweis war das Strafgericht nicht eingetreten. T. lebt seit 1987 in der Schweiz und verfügt über ein Permis C. Er ist damit Schweizern, bis auf die politischen Rechte, gleichgestellt.

Verteidigung plädierte
auf maximal drei Jahre

Der Pflichtverteidiger Pierre-Henri Gapany hatte maximal drei Jahre Zuchthaus gefordert (zuzüglich die 48 Monate) und ausgerechnet, dass sein Mandant nach Absitzen von zwei Dritteln der Strafe am Ende dieses Jahres oder Anfang des nächsten Jahres freigelassen würde. Nach einem Rundumschlag gegen einen Dienstchef, gegen die Haftbedingungen seines Mandanten und gegen das Vorgehen der Polizei hatte Gapany für einen Freispruch in allen Punkten plädiert, ausser der Menge an Drogen, für die der Angeklagte geständig war.

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