Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

1,4 Mio. werden verteilt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

1,4 Mio. werden verteilt

Gemeindebeiträge fliessen noch zögerlich

Der Gemeindeverband Coriolis Promotion verteilt im Jahr 2004 kulturelle Förderbeiträge in Höhe von 1,47 Millionen Franken. Davon gehen 850 000 Franken an neun Institutionen, mit denen mehrjährige Verträge abgeschlossen wurden.

Von CAROLE SCHNEUWLY

Bisher hatte Coriolis unterschieden zwischen jährlichen und ausserordentlichen Subventionen. Nun hat man neue Kategorien eingeführt,
um grösseren Handlungsspielraum zu schaffen, wie Markus Baumer, Kulturdelegierter von Stadt und
Region Freiburg, an der Delegier-tenversammlung vom Dienstagabend erklärte. Neu werden die Beiträge eingeteilt in mehrjährige und in jährlich erneuerbare Subventionen.

Mehr Subventionen als 2003

Mehrjährige Abmachungen beste-hen derzeit mit neun Institutionen: dem internationalen Filmfestival,
der Kunsthalle Fri-Art, dem Bollwerk-Festival, dem Konzertlokal
Fri-Son, dem Théâtre des Osses,
dem Jazzkeller La Spirale, dem
Folkloretreffen, dem Festival geistlicher Musik sowie der Freiburger Oper. Diese Veranstalter erhalten 2004 zwischen 60 000 und 125 000 Franken von Coriolis, zusammen 850 000 Franken. 350 000 Franken werden als jährlich erneuerbare Subventionen an weitere Institutionen verteilt.

Einen Sonderstatus nehmen dieses Jahr der Espace Moncor und die mit diesem verbundene Société du théâtre ein: Sie bekommen 195 000 respektive 75 000 Franken «ausser Kategorie», weil der Espace Moncor Anfang Juli den Betrieb einstellt, um in den neuen Espace Nuithonie umzuziehen. Dieser soll Mitte Februar 2005 eröffnet werden. Insgesamt verteilt Coriolis dieses Jahr 1,47 Millionen Franken. Das sind 93 500 Franken mehr als 2003.

Rechnung 2003 mit Defizit

Die Rechnung 2003 schliesst Coriolis Promotion bei Ausgaben von 1,407 Millionen Franken und Einnahmen von 1,372 Millionen Franken mit einem Defizit von 35 000 Franken. Ein grosses Problem für Coriolis ist nach wie vor die Zurückhaltung vieler Gemeinden gegenüber dem Kulturverband.

Gemeinden unter Druck setzen?

Nur sieben Gemeinden sind feste Mitglieder und als solche zu Beiträgen aufgrund ihrer Bevölkerungszahl verpflichtet. Alle anderen sind aufgerufen, freiwillige Beiträge zu leisten. Gut 20 Gemeinden tun dies, darunter aus dem Sensebezirk Düdingen, Tafers, Schmitten und St. Ursen (siehe Kasten). 2003 ist unter anderem deshalb ein Loch in der Kasse entstanden, weil 10 000 Franken an zugesicherten freiwilligen Leistungen schliesslich doch nicht bezahlt wurden.

Zwei Möglichkeiten gäbe es, mehr Druck auf die Gemeinden auszuüben, um sie zu einem stärkeren Engagement bei Coriolis zu bewegen: Erstens eine Intervention des Staatsrates, der die Gemeinden theoretisch via Gemeindegesetz zwingen kann, in wichtigen interkommunalen Verbänden mitzumachen. Dies wurde aber bisher noch nie gemacht und dürfte vor den Gesamterneuerungswahlen eher unwahrscheinlich sein, wie Alexis Overney, Kulturchef im Gemeinderat Granges-Paccot, zu bedenken gab.
Zweitens wäre auch eine Art Repressionspolitik seitens von Coriolis denkbar, etwa mittels abgestufter Eintrittspreise. Dies aber wäre mit einem grossen administrativen Aufwand verbunden, sagte Markus Baumer. Und: «Kulturelles Engagement sollte eigentlich freiwillig geschehen, nicht unter Zwang.» Er hoffe deshalb nach wie vor, die eine oder andere Gemeinde auf gütlichem Weg zum Mitmachen bewegen zu können.
Sensler Engagement

Im Budget 2004 rechnet Coriolis Promotion mit 58 000 Franken aus dem Sensebezirk. Vier Gemeinden haben laut Markus Baumer Beiträge in Aussicht gestellt: Düdingen hat 40 000 Franken versprochen, Tafers 10 000, Schmitten 7000 und St. Ursen 1000.

Obwohl die Gemeinden damit zu nichts verpflichtet seien, rechnet Baumer fest mit diesen Beiträgen. Dass 2003 just aus dem Sensebezirk 7000 Franken, die eigentlich fest zugesichert waren, am Ende doch nicht bezahlt worden seien, sei eher widrigen Umständen zuzuschreiben als böser Absicht, so Baumer. cs

Mehr zum Thema