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15 Jahre für Dealer

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Autor: Von JEAN-LUCBRÜLHART

Gestern fand ein weiterer Prozess im Rahmen von «Albatros» statt. Dieses Mal hat das Strafgericht des Saanebezirks einen 25-jährigen Albaner A. wegen Drogenhandels zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Gerichtspräsident Pierre-Emmanuel Esseiva hat den Angeklagten A. für schuldig befunden, in einem Zeitraum von zwei Jahren mit 44 Kilo Heroin (gestreckt) gehandelt zu haben. Dies entspricht einer Menge von über vier Kilo reinem Heroin. Esseiva liess aber den Vorwurf fallen, in einer kriminellen Organisation tätig gewesen zu sein.

Mit diesem Freispruch zeigte sich der Substitut der Staatsanwaltschaft, Fabien Gasser, nicht einverstanden. Er hatte in seinem Plädoyer 18 Jahre Gefängnis gefordert und wird nun das Urteil anfechten (die Höchststrafe für Drogenhandel beträgt 20 Jahre Gefängnis). A. sei die rechte Hand gewesen des Verantwortlichen für das Drogen-Verteilnetz im Kanton Freiburg, Waadt, Genf und Neuenburg.

Vergleich zum Fall Daniela T.

Der Verteidiger Laurent de Bourgknecht machte geltend, dass sein Mandant kein Anführer gewesen sei, er keine Entscheidungsbefugnis gehabt und der Drogenring bereits bestanden habe, bevor sich der Angeklagte daran beteiligt habe. «Und wahrscheinlich geht das Geschäft auch jetzt weiter.» Für de Bourgknecht ist ebenfalls relevant, dass sich der Angeklagte nicht selbst bereichert hat.

18 Jahre seien zu viel, wenn man bedenke, dass Daniela T. dasselbe Strafmass wegen Mordes erfahren hat. Auch wenn A. mit dem Drogenhandel Personen gefährdet habe, sei das Strafmass zu hoch. Der Verurteilte wollte nicht einsehen, weshalb er angeklagt ist. Er sei nicht gefährlich und bat deshalb um eine milde Strafe, denn «ich habe nur ein Leben».

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