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Die Enttäuschung nach der knappen 1:2-Niederlage in Genf war aufseiten der Freiburger riesig. Aufgrund der Torchancen und der Spielanteile war der Sieg der Adler am Ende nicht gestohlen, aber nach dem späten Ausgleich hofften die Gäste aus der Saanestadt natürlich auf zumindest einen Punkt. Wie schon beim ersten Gegentreffer wurde ihnen kurz vor Schluss aber eine Strafe zum Verhängnis: Flavio Schmutz sah den Hammer des Schweden Henrik Tömmernes von der Strafbank aus in die tiefe Ecke zischen.

Bullyspezialist Jim Slater wurde vom Schiedsrichter unmittelbar vor dem Tor vom Bully weggeschickt, weil er sich nicht richtig hingestellt hatte. Ersatz Laurent Meunier verlor das Anspiel gegen Tanner Richard – drei Sekunden, zwei Pässe und einen Slapshot später war der Genfer Siegtreffer in dieser spannenden Partie Tatsache. Für Servette war es der sechste Sieg im sechsten Heimspiel und bereits der zweite Saisonsieg gegen den Rivalen Gottéron, den die 6703 Zuschauer überschwänglich bejubelten. Auf der anderen Seite herrschte bei den Freiburgern in den Katakomben derweil Totengräberstimmung, aufgrund der grossen kämpferischen Investitionen hätte sich der Gast tatsächlich ein besseres Resultat verdient.

Bloss mit zwei Ausländern

Allerdings stand die Partie unter keinem guten Stern. Die Freiburger traten nur gerade mit zwei Ausländern an, weil sich am Freitag gegen Lugano Michal Birner am Knie verletzt hatte und sich damit zu Andrew Miller auf die Tribüne gesellte. So kam der zuvor stets überzählige Sandro Forrer zu seinem Saisondebüt und sein Bruder Marco zu einem seiner wenigen Einsätze. Weitere Spieler erhielten ein Upgrade: etwa Tristan Vauclair, der Birner im Block um Jim Slater ersetzte, oder Laurent Meunier, der erstmals über seinen Status als 13. Stürmer hinauskam.

Über weite Strecken der heiss umkämpften Partie mit vielen Zweikämpfen vor den beiden Toren versuchte Trainer Mark French die Kräfte auf alle vier Blöcke zu verteilen, in der Schlussphase, als Gottéron mit allen Mitteln den Ausgleich suchte und auch fand, spielten die Freiburger allerdings längst nur noch mit drei kompletten Blöcken; auch deshalb, weil mit Verteidiger Sebastian Schilt kurzfristig ein Back krankheitshalber fehlte. Auf der anderen Seite konnte Servette, wo ebenfalls ein halbes Dutzend Stammspieler inklusive zwei verletzte Ausländer fehlten, ein kompetitives und unglaublich grosses und kräftiges Team mit vier Söldnern aufs Eis schicken und am Ende halt eben doch den Dreier einfahren.

Viele Chancen, wenige Tore

Schon vor dem Spiel wusste man, dass sich mit Servette und Freiburg zwei Teams gegenüberstehen, die vor allem auf einen gute Defensive und starke Hüter setzen, gleichzeitig aber Mängel im Torabschluss aufweisen. Etwas überraschend kam bei Freiburg wie in Langnau vor einer Woche wieder Ersatzkeeper Ludovic Waeber zum Einsatz, der wiederum eine fehlerfreie Partie zeigte und seine Mannschaft bis am Schluss im Spiel hielt. Weil auf der anderen Seite auch Gauthier Descloux hexte und vorweg im Mitteldrittel ein halbes Dutzend Chancen der Drachen zunichtemachte, gabs in diesem Krimi trotz einem guten Dutzend Torchancen nur gerade drei Törchen.

Wie meistens in engen NLA-Spielen entschieden auch diesmal die Special Teams, wo Servette an diesem Abend Vorteile hatte und beide Tore erzielte, auch weil die Freiburger doppelt so viele Strafen kassierte wie das Heimteam. Besonders bitter: Sandro Forrer kassierte bei seinem ersten Einsatz überhaupt für Gottéron wegen eines hohen Stocks gleich eine 2+2-Minuten-Strafe, die zu Kevin Romys Führungstor in der 19. Minute führte. Genauso unnötig war das Haken von Flavio Schmutz 22 Sekunden vor Ende der Partie in der Mittelzone.

Offensiv war den Gästen, die nach den letzten Erfolgen auch in Genf forsch und mit viel Selbstvertrauen antraten, im Abschluss natürlich die Absenz zweier ihrer ausländischen Stürmer. Ein einziges Tor reicht nur selten zu Punkten. Die Torproduktion der Drachen muss in Zukunft unbedingt besser werden, will man längerfristig den Platz über dem Strich sichern. «Wir müssen vor dem gegnerischen Tor viel härter arbeiten, Rebounds provozieren und diese auch einnetzen», sagte Trainer French denn auch nach dem Spiel.

Der Freiburger Stürmer Killian Mottet – der beim Ausgleich den Schuss von Jim Slater noch entscheidend mit dem Rücken ablenkte und deshalb offizieller Torschütze ist – wollte die Verletzungen nicht als Ausrede gelten lassen. Man habe genügend gute Schweizer Spieler, um Lösungen zu finden und auch in dieser Zusammensetzung solche Spiele zu gewinnen.

Birner fällt weiter aus

Gottéron bekommt nun morgen Dienstag zu Hause gegen Tabellenführer Biel eine schnelle Chance, die Scharte von Genf auszuwetzen. Freiburg ist nebst Zug das einzige Team, das den Leader aus dem Seeland in dieser Saison bereits besiegt hat.

Sicher nicht dabei ist dann Michal Birner. Der Tscheche fällt mit seiner Knieverletzung zwei bis drei Wochen aus, wie Sportchef Christian Dubé gestern Abend auf Anfrage sagte. «Wir werden nun prüfen, ob wir einen ausländischen Ersatz für ihn holen», so Dubé. Wieder zum Einsatz gelangen dürfte morgen hingegen Andrew Miller, dessen Verletzung weniger schlimm ist, als ursprünglich befürchtet.

Telegramm

Servette – Gottéron 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

6703 Zuschauer. – SR Lemelin/Salonen, Kovacs/Obwegeser. Tore: 19. Romy (Richard, Tömmernes/Ausschluss Sandro Forrer) 1:0. 57. Mottet (Slater, Sprunger) 1:1. 60. (59:41) Tömmernes (Skille, Richard/Ausschluss Schmutz) 2:1.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Servette, 6-mal 2 Minuten gegen Freiburg.

Genf-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Vukovic, Fransson; Mercier, Bezina; Völlmin; Wick, Almond, Rod; Skille, Richard, Winnik; Bozon, Romy, Kast; Douay, Berthon, Kyparissis; Heinimann.

Freiburg-Gottéron: Waeber; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Furrer; Schneeberger, Stalder; Marco Forrer; Rossi, Bykow, Marchon; Mottet, Slater, Vauclair; Sprunger, Walser, Lhotak; Meunier, Schmutz, Holdener; Sandro Forrer.

Bemerkungen: Servette ohne Bouma, Wingels, Rubin, Simek und Lazarevs, Freiburg ohne Miller, Birner (alle verletzt) und Schilt (krank). Timeout Servette (60.). Freiburg ab 59:44 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Descloux, Waeber.

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