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20 000 Tonnen CO2 weniger pro Jahr

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Klimawandel beschäftigt weltweit auch die Industrie – so auch die Cremo in Villars-sur-Glâne. «Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur ökonomische und soziale Nachhaltigkeit, sondern auch ökologische Nachhaltigkeit», sagt Cremo-Generalsekretär Thomas Zwald. Dabei gehe es nicht nur darum, dass die Rohstoffe wie die Milch oder die Früchte fürs Joghurt möglichst ökologisch produziert werden. Das Unternehmen lege auch grossen Wert darauf, dass möglichst energieeffizient und klimaverträglich produziert wird.

63 Prozent Gasenergie

«Das bedeutet vor allem eine Reduktion der CO2-Emissionen», so Zwald. Daran arbeite die Firma nun schon seit dem Jahr 2008, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einerseits setze man energieeffizientere Maschinen und Anlagen als früher ein. Andererseits habe man das Heizöl sukzessive durch Gas und Fernwärme ersetzt. Gegenwärtig stammen bereits 63 Prozent des Energieverbrauchs von Cremo aus Gas, 11 Prozent aus Fernwärme und 25 Prozent, während der Anteil des Heizöls nur noch bei gerade einmal einem Prozent liegt. Im Durchschnitt der Lebensmittelbranche liegt der Gasanteil bei 45 Prozent, der Anteil der Elektrizität bei 41 Prozent und derjenige des Heizöls bei immerhin 14 Prozent.

Das ist unter dem Strich nicht nur ökologisch sinnvoller, sondern lohnt sich laut Zwald effektiv auch in wirtschaftlicher Hinsicht – dies trotz den doch beträchtlichen Investitionen, die für die angepassten Anlagen nötig gewesen seien. Denn nicht zuletzt bekomme man dank der entsprechenden, momentan bis 2020 dauernden Zielvereinbarung mit der Eidgenossenschaft vom Bund auch die CO2-Abgabe zurückerstattet – wobei Cremo laut Zwald die Vorgaben der Leistungsvereinbarung bereits jetzt um ein Mehrfaches übertroffen hat. Denn statt einer vorgesehenen Reduktion der CO2-Emissionen um 15 Prozent von 2012 bis 2020 sei man jetzt schon bei einer Reduktion um 20 Prozent angelangt. «Das sind rund 20 000 Tonnen CO2 weniger pro Jahr», so Zwald.

Innovative Sonnenkollektoren

Ein weiteres Grossprojekt der Freiburgischen Nummer zwei auf dem Schweizer Markt sind neun parabolische Sonnenkollektoren auf dem Dach des Hauptsitzes in Villars-sur-Glâne, die vor vier Jahren installiert wurden. Sie bedecken eine Fläche von insgesamt 592 Quadratmetern und erhitzen das zwischen ihnen zirkulierende Wasser auf eine Temperatur von maximal 220 Grad Celsius.

Diese Energie wird benutzt, um Kaffeerahm zu sterilisieren und um weitere Prozesse in der Milchproduktion zu unterstützten. Zwischen 2013 und 2016 wurden hier rund 1,5 Millionen Kilowattstunden erzeugt, was die Einsparung von rund 305 Tonnen CO2 entspricht. Die Effizienz dieser Anlage ist allerdings im Sommer aufgrund der stärkeren Sonneneinstrahlung höher, wie Zwald präzisiert.

Daneben sind bei Cremo noch verschiedene kleinere Projekte zur Optimierung der Energieeffizienz pendent. So will man beispielsweise die Beleuchtung des gesamten Hauptsitzes in nächster Zukunft konsequent auf LED-Lampen umrüsten und auch die Kühlanlagen durch energieeffizientere Modelle ersetzen, wie Zwald erzählt.

«Der Umwelt Sorge tragen»

Der Konsument bekomme von all dem kaum etwas mit, so der Generalsekretär. Dies, weil Cremo auf aufwendige Imagekampagnen verzichtet. «Wir hängen unser Engagement für das Klima im Allgemeinen nicht an die grosse Glocke», bemerkt Zwald. Es sei aber ganz klar, dass die Firma als Unternehmen, die ihre Prosperität auch einer intakten Umwelt verdankt, der Erhaltung dieser Umwelt Sorge tragen muss. «Denn wenn es dem Klima besser geht, geht es den Wiesen sowie Pflanzen und somit auch den Kühen besser, was sich letztlich positiv auf die Qualität der Milch auswirkt, die wir verarbeiten und in Form verschiedener Milchprodukte verkaufen», sagt er.

Umgekehrt stelle man sich vor, dass statt unseren grünen Freiburger Wiesen mit schwarz-weissen Kühen darauf wegen des Klimawandels hier einmal nur noch eine karge Steppe sein könnte. Dann wäre es wohl auch um die graslandbasierte Milchproduktion geschehen.

«Wir hängen das Engagement der Cremo im Allgemeinen nicht an die grosse Glocke.»

Thomas Zwald

Generalsekretär Cremo

Arbeitswelt

Bisher kaum Auswirkungen für Freiburger Arbeitsleben

Die Freiburger Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber machen sich zum Thema Klimawandel noch keine grossen Gedanken. Arbeitszeitanpassungen oder gar ein der italienischen Siesta ähnliches System sind derzeit keine Optionen. Daniel Bürdel, Stellvertretender Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, bestätigt zwar, dass es beispielsweise auf dem Bau einzelne Firmen gebe, die versuchen, an Hitzetagen am Morgen früher anzufangen. Gerade im Bausektor seien flexible Arbeitszeitmodelle aber schwierig umzusetzen, da man nicht einfach dann arbeiten könne, wann man wolle. «Abends ab 18 Uhr wollen die Nachbaren beispielsweise keinen Lärm mehr hören», so Bürdel, «zudem möchten auch die Arbeiter selber am Abend irgendwann nach Hause gehen».

In anderen Unternehmen, vor allem in Bürobetrieben, ist eine Tendenz zu flexibleren Arbeitszeiten bemerkbar. So bietet zum Beispiel Scout24, ein Netzwerk von Online-Marktplätzen für Fahrzeuge, Immobilien und Kleinanzeigen, seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich ihre Arbeitszeit frei einzuteilen, oder nach Absprache auch von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Regelungen sind aber nicht auf die Klimaerwärmung zurückzuführen. «Flexible Arbeitszeiten sind vielmehr ein genereller Trend auf dem Arbeitsmarkt», so Mediensprecherin Regula Sandi.

jcg

«Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht nur ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.»

Thomas Zwald

Generalsekretär Cremo

Serie

Mitten drin im Klimawandel

In einer Sommerserie beschäftigen sich die FN mit dem Klimawandel und schauen, wie im Kanton Freiburg in verschiedenen Lebensbereichen mit dem Klimawandel umgegangen wird und welche Strategien sich abzeichnen.

rsa

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