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2019 wird ein teures Jahr für Giffers

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«Je planmässiger die Menschen vorgehen, desto wirksamer vermag sie der Zufall zu treffen», schrieb einst Friedrich Dürrenmatt. Da die Giffersner Gemeindeversammlung am Freitag am 28. Todestag Dürrenmatts stattfand, liess es sich Ammann Othmar Neuhaus nicht nehmen, den grossen Schweizer Schriftsteller zu Wort kommen zu lassen. «Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr nicht von allzu vielen Zufällen getroffen werden und dass die Rechnung deutlich besser ausfallen wird als das Budget», bilanzierte Neuhaus nach dem literarischen Einstieg.

Das Budget der Oberländer Gemeinde weist bei einem Aufwand von rund 8,2 Millionen Franken und einem Ertrag von gut 8 Millionen Franken ein Defizit von rund 170 000 Franken aus. Grund für die roten Zahlen sind laut Neuhaus in erster Linie die durch den Kanton oder Gemeindeverbände festgelegten Kosten. «Ich will nicht nur den Gemeindeverbänden die Schuld geben, aber das macht schon ziemlich viel aus», sagte Neuhaus. Die befristete Senkung des Steuerfusses von 85,9 auf 80,9 Rappen pro Franken Kantonssteuer könne deshalb nicht verlängert werden (siehe Kasten).

Strasse schlägt zu Buche

Auch abseits der gebundenen Kosten kommt ein teures Jahr auf Giffers zu: Das Investitionsbudget sieht Nettoinvestitionen von rund 3,5 Millionen Franken vor. Die Giffersner stimmten beiden Budgets einstimmig zu. Die grösste Investition im neuen Jahr ist eine in mehrere Etappen unterteilte Sanierung der Oberdorfstrasse. Grund für das Grossprojekt ist im Wesentlichen der schlechte Zustand des Strassenbelags. Im Zuge der Sanierung sollen aber auch die Trink- und Abwasserleitungen unter dem gut 460 Meter langen Strassenabschnitt erneuert werden. «Wenn wir schon graben, dann graben wir richtig», begründete Gemeinderat Daniel Corpataux die Entscheidung. Die Umsetzung ist auf Mitte 2019 angesetzt. Das Projekt schlägt in seiner Gänze mit 1,38 Millionen Franken zu Buche. Die Versammlung genehmigte die Sanierung einstimmig und ohne Diskussionen.

Einen weiteren Kredit sprach die Versammlung für die Sanierung der Trinkwasserleitung Kapellacker in Tentlingen, an der sich Giffers mit 40 000 Franken beteiligt. Auch hier fiel die Entscheidung einstimmig. Gleiches gilt für einen Kredit in der Höhe von 50 000 Franken für den Einbau einer neuen Toilette im Gasthof zum Roten Kreuz. Das stille Örtchen liegt dort aktuell im Untergeschoss. Für ältere oder gehbehinderte Menschen sei das unzumutbar, sagte Neuhaus.

Die einzige Abstimmung, die an diesem Abend nicht einstimmig ausfiel, betraf die kostenfreie Übernahme eines Landstückes an der Ärgera. Ein dort durch die Gemeinde errichteter Damm gehört aktuell faktisch einem Privaten, der das entsprechende Landstück nun an die Gemeinde abtritt. Ein Bürger zeigte sich unzufrieden mit der Umsetzung des Staudamms und mahnte vor den Unterhaltskosten. Am Ende fiel die Abstimmung mit 3 Nein- und 34 Ja-Stimmen dennoch deutlich aus. Zum Schluss kam es noch zu einer Ersatzwahl für die Finanzkommission, in der in stiller Wahl der selbständige Finanzanalyst Holger Geissler gewählt wurde.

Zahlen und Fakten

Ende der befristeten Steuersenkung

In den letzten zwei Jahren senkte der Gemeinderat von Giffers seine Steuern befristet von 85,9 auf 80,9 Rappen pro Franken Kantonssteuer (die FN berichteten) und machte den Bürgerinnen und Bürgern damit gleichsam ein Geschenk. Damit ist nun Schluss. «Das defizitäre Budget erlaubt es nicht, die befristete Senkung noch weiterzuziehen», sagte Ammann Othmar Neuhaus nach der Versammlung gegenüber den FN. «Wir nehmen den Leuten ja die fünf Rappen nicht weg, wir geben sie einfach nicht mehr», begründete der Gemeindepräsident den Entscheid vor den 37 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern. Vor einem Jahr sagten die Giffersner einstimmig Ja dazu, mit der befristeten Senkung weiterzufahren. An der Gemeindeversammlung vom Freitagabend gab es am Entscheid des Gemeinderates jedoch keine Kritik vonseiten der Bevölkerung. Mit dem Prozentsatz liegt die Oberländer Gemeinde im Mittelfeld der 17 Gemeinden des Sensebezirks. Selbst mit dem höheren Steuerfuss rechnet die Gemeinde Giffers bei 8,2 Millionen Franken Ausgaben und einem Ertrag von gut 8 Millionen Franken mit einem Ausgabenüberschuss von rund 170 000 Franken.

lr

 

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