Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

220 Neuntklässler haben abgestimmt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mit einer Stimmbeteiligung von mindestens 50 Prozent hatte der Verein Jugend und Politik (JP) Sense für die erste Jugendabstimmung gerechnet (die FN berichteten). An die Urne gingen am Sonntag jedoch lediglich 44 Prozent der Neuntklässler aus dem Sensebezirk. Das sei schade, aber auch verständlich, sagt André Perler, Präsident von JP Sense. «Es ist ein neues Projekt und die Themen waren nicht sehr spannend für die Jugendlichen.» So sieht es auch Oberamtmann Nicolas Bürgisser: «Die Krankenkasse bezahlen Mama und Papa, die Bratwurst kümmert die Jugendlichen wenig, und die Altersheime betreffen sie sowieso nicht.»

Beim Namen für die künftige Fusionsgemeinde im Senseoberland hat es anders ausgesehen: 80 Prozent der Neuntklässler aus Plaffeien stimmten ab. «Das Thema berührte die Jugendlichen und sie haben es verstanden», sagt Perler. In Brünisried gingen sieben der neun Neuntklässler an die Urne, in Zumholz zwei von drei, in Oberschrot allerdings nur fünf von vierzehn und in Plasselb drei von acht. Ähnliche Unterschiede gab es im ganzen Bezirk: In Düdingen etwa stimmte nur gut ein Viertel der Neuntklässler ab. Mit 16,7 Prozent war die Stimmbeteiligung in Tentlingen am niedrigsten.

Deutliche Resultate

Das Abstimmungsverhalten der Jugendlichen war ähnlich wie bei den Erwachsenen, aber deutlicher: Die Jugendlichen lehnten die Einheitskasse mit 80,7 Prozent ab, bei den erwachsenen Senslern waren es 63,8 Prozent. Die Gastro-Initiative lehnten die Neuntklässler mit 78,9 Prozent ab, bei den Erwachsenen waren es 68,6 Prozent. Wie die Erwachsenen stimmten zwei Drittel im Senseoberland für «Plaffeien», ein Drittel für «Schwarzsee».

Zusammen mit Schulen

«Wir hoffen, dass die Lehrpersonen nun die Resultate mit den Schülern analysieren», sagt André Perler. «Ich werde sie sicher dazu ermuntern», sagt Bernhard Schafer, Direktor der OS Plaffeien. «Es ist ein wichtiges Projekt.» Er sowie der Sensler Oberamtmann hoffen, dass so auch mehr Erwachsene an die Urne gehen: dann, wenn die Jugendlichen zu Hause mit ihren Eltern über die Abstimmungen reden.

Der Verein JP Sense hatte das Projekt, das sich an alle Sensler Neuntklässler richtet, im August zusammen mit dem Freiburger Jugendrat, der Region Sense und den Sensler Orientierungsschulen lanciert. Für die Auswertung halfen Gemeinden und Oberamt. Der Jugendrat unterstützt die Abstimmungen mit 5000 Franken. Das mediale Interesse am Projekt ist gross: Am Sonntag war das Schweizer Radio und Fernsehen SRF mit dabei. JP Sense führt das Projekt mindestens bis im Sommer 2015 weiter. «Die Ecopop-Initiative im November etwa könnte viele Jugendliche interessieren», sagt Perler.

Alle Resultate der Jugendabstimmung gibt es unter www.jpsense.ch.

Mehr zum Thema