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2500 Franken für vier Tage Arbeit

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2500 Franken für vier Tage Arbeit

Tennis – Frédéric Nussbaum gewinnt das Marly Open

Während einige Tennisspieler darauf hoffen, Punkte für ihre Klassierung zu holen, geht es für die anderen an einem Turnier wie dem Marly Open darum, Geld zu verdienen. So strich Frédéric Nussbaum für seinen Sieg 2500 Franken Preisgeld ein.

Für Frédéric Nussbaum (TC Neuenburg/N2 15) ist das Marly Open ein «Geld-Turnier». Der 23-Jährige schlug im Endspiel den Bulgaren Orlin Stanoytchev (N2 14) 3:6, 6:4, 6:3. «Geld-Turnier» soll nicht abschätzig klingen. Denn für viele Spieler, welche keine ATP-Punkte haben, stellen solche kleine Turniere wie in Marly ihren Lebensunterhalt dar. So verdiente Nussbaum für vier Tage Arbeit 2500 Franken. Stanoytchev steckte die Hälfte (1200 Franken) ein. Karin Schlapbach, die Siegerin des Frauen-Turniers (siehe Kasten), erspielte sich noch 1000 Franken.

Die ATP-Nummer 799

Frédéric Nussbaum hatte das Marly Open ursprünglich nicht in seiner Agenda. Weil er aber in Italien in einem so genannten «Future»-Turnier frühzeitig ausschied, machte er sich am Mittwoch mit dem Auto auf den Weg nach Marly. Nussbaum ist in der ATP-Rangliste auf Rang 799 mit 14 Punkten. Zum Vergleich: Roger Federer hat 6980 Punkte auf seinem Konto.

Finalist Orlin Stanoytchev war einmal die Nummer 90 in der Weltrangliste. Der 34-jährige Bulgare bezwang dabei Spieler wie Escudé, Grosjean, Arazi, Stepanek, Costa oder gar Federer, den er in einem Challenger-Turnier schlug, als der Schweizer noch unbekannt war. Wegen Adduktoren-Verletzungen musste Stanoytchev seine Karriere beenden, zu einer Zeit, in welcher er gut verdient hatte. «Zwanzig Jahre meines Lebens brachen auf einmal zusammen», sagte der Bulgare, der sich dafür entschied, auf einem anderen Niveau dem Tennis-Sport treu zu bleiben.

Seit sechs Jahren wohnt er nun in Genf, ist mit einer Schweizerin verheiratet und hat zwei Kinder. Im Sommer spielt Stanoytschev die Interclub-Meisterschaft mit Eaux-Vives. Zudem coacht er auch diverse Spieler. Nicht zuletzt ist er auch Captain des bulgarischen «Davis Cup»-Teams. «So bleibe ich mit dem professionellen Sport in Kontakt.» ps/Lib./fs
Schlapbach ohne Ambitionen

Siegerin im Frauen-Tableau N2/R2 wurde Karin Schlapbach (TC Steffisburg/N2 15). Sie bezwang im Final Hélène Tribolet (Montreux/N2 24) 6:2, 4:6, 6:1. Vor vier Jahren schrieb sich Schlapbach – wie es zu jener Zeit Mode bei den jungen Tennis-Cracks war – in den USA in einer Universität ein, um in ihrem Sport voranzukommen. Heute ist sie wieder in der Schweiz – ohne Ambitionen. «Ich spiele noch Interclubs und kleine Turniere in Frankreich oder Deutschland», so Schlapbach.

Die 18-jährige Freiburgerin Vanessa Rolle (TC Marly/N3 39) schied im Halbfinal gegen Tribolet aus (6:4, 5:7, 3:6). «Es entschieden nur kleine Details.» Rolle musste wohl für ihren Effort im zweiten Satz büssen, als sie einen 1:5-Rückstand noch ausgleichen konnte, ehe sie den Satz doch noch 5:7 verlor. «Tribolet hat gut gespielt. Schade, ich hätte bei meinem Heimturnier gerne im Final gestanden. Ich meinerseits muss an meiner Kondition arbeiten», weiss Vanessa Rolle. ps/Lib./fs

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