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2,7 Millionen Bücher und Dokumente

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Wer in Freiburg am Gebäude der Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB) vorbeispaziert, ahnt nicht, dass hinter diesen Mauern die Decken schief hängen. Auf den Etagen eines Teils der Buchmagazine sorgen nämlich Stahlstützen dafür, dass der Boden unter dem Gewicht der vielen Bücher und Dokumente nicht einstürzt. «Wir können das nur schätzen, aber es sind gut 2,7 Millionen Bücher und andere Dokumente, die in den Magazinen der Bibliothek lagern», erklärt Matthias Müller, Abteilungsleiter der Benutzungsabteilung der KUB.

Weit gefehlt, wer meint, in dieser Bibliothek könnten nur Bücher ausgeliehen werden. «Wir geben unterdessen mehr Geld aus für elektronische Dokumente als für Papierdokumente», führt Müller aus. So gibt es neben der elektronischen Zeitschriftenbibliothek in der Mediathek für alle Benutzer direkt zugänglich CD, DVD, Hörbücher, E-Books und Comics.

Kantonales Kulturgut

Da eine Kantonsbibliothek die Aufgabe hat, das kantonale Kulturgut zu sammeln und aufzubewahren, werden in der KUB auch Fotos, Filme, Postkarten, Landkarten, sämtliche Freiburger Musik und alle Pub­likationen mit einem Bezug zum Kanton Freiburg aufbewahrt. Auch die Freiburger Zeitungen werden gesammelt und öffentlich zugänglich gemacht. «Und wir sammeln alte Schriften. Das älteste Dokument, das im Besitz der KUB ist, ist die Bestätigung der Schenkung eines Grundstücks an das Kloster von Altenryf aus dem Jahr 1214 nach Christus», ergänzt Müller. Ein grosser Teil der Zeitungen, Fotos, Musik und viele Handschriften werden digitalisiert und über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Online bestellen

Grundsätzlich kann man in der KUB alle Bücher ausleihen, die nach 1850 veröffentlicht oder geschrieben wurden. Zu diesen Büchern haben die Benutzer entweder direkten Zugang, oder sie können sie über den Katalog online bestellen. Zum Stichwort «Schokolade» zum Beispiel liefert der Katalog 2710 Vorschläge.

Fünf Stockwerke

Im Untergeschoss wird die Bestellung ausgedruckt, und die Magazinerinnen und Magaziner suchen das gewünschte Buch in den Regalanlagen, die über fünf Stockwerke verteilt sind. Die Bücher werden nicht alphabetisch nach Autorennamen geordnet, sondern nach Grösse, Erscheinungsdatum und einer fortlaufenden Nummer. Auf einem Laufband gelangt das Buch Stock für Stock nach oben zu den Schaltern. Hier wird die RFID-Nummer, eine Erkennungsnummer des Dokuments, gescannt und das Buch in den Freihandbereich gelegt. Dort können es die Bibliotheksnutzerin oder der Bibliotheksnutzer etwa zwei Stunden nach der Bestellung im Internet abholen und am Selbstausleihautomat erfassen. Die Rückgabe eines Buches kann dann entweder am Schalter oder am Rückgabeautomat getätigt werden. Den Bibliotheksangestellten bleibt dann noch die Aufgabe, das Buch wieder am richtigen Platz zu versorgen. Wird ein Buch nicht korrekt versorgt, dann sei es für die Bibliothek quasi verloren, erklärt Müller.

Wer nicht wegen der Bücher oder Dokumente in die KUB kommt, der hat vielleicht Lust, vom kulturellen Programm zu profitieren und eine Lesung, Ausstellung oder ein Konzert zu besuchen. Man kann sich auch einfach an einen der Leseplätze hinsetzen und sich dem Studium widmen.

«Wir geben unterdessen mehr Geld aus für elektronische Dokumente als für Papierdokumente.»

Matthias Müller

Abteilungsleiter der KUB

Umbau

Erweiterung der Kantonsbibliothek

Um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden und dem Platzproblem entgegenzuwirken, ist geplant, die Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB) zu erneuern und zu erweitern. Im Juni 2018 wird das Freiburger Stimmvolk entscheiden können, ob es dem Um- und Erweiterungsbau, budgetiert auf rund 79 Millionen Franken, zustimmt. «Die jetzige Situation ist sehr problematisch», meint Matthias Müller, Abteilungsleiter der Benutzungsabteilung der Bibliothek, mit Blick auf die vielen Stahlstützen. Mit dem Um- und Erweiterungsbau möchte man zeitgemässe Konservierungsbedingungen für das Freiburger Kulturgut und die anderen alten und wertvollen Dokumente garantieren. Der Freihandbereich soll auf 300 000 Bücher vergrössert werden. Geplant ist zudem die Einrichtung von 750 Lern- und Arbeitsplätzen, die den Studierenden und anderen Besuchern der Bibliothek gratis zur Verfügung stehen sollen. Dazu sollen Gruppenarbeitsräume für bis zu zehn Personen entstehen, eine grosse Freiburger Abteilung und Ausstellungs- und Konferenzräume. Auch der Lesesaal und die Cafeteria sollen renoviert und ein Dachgarten eingerichtet werden.

Sollte das Freiburger Stimmvolk dem Projekt zustimmen, würde voraussichtlich im Sommer 2019 mit den Bauarbeiten begonnen. Während der Bauphase werden die Bücher und Dokumente in Aussenlagern aufbewahrt. Für die Minimaldienstleistungen würde ein Provisorium zur Verfügung stehen. Eröffnet werden soll die neue Bibliothek im Jahr 2023.

Klasse 21, OS Plaffeien

Zahlen und Fakten

424 000 Ausleihen pro Jahr

• Eine Zentralbibliothek

• 18 Institutsbibliotheken an der Universität Freiburg

• 2,7 Millionen Dokumente in den Magazinen (davon 33 000 in der Mediathek)

• 900 000 Dokumente in den Institutsbibliotheken

• 18 411 elektronische Abonnemente wissenschaftlicher Zeitschriften

• 5700 E-Books

• 6100 Landkarten

• 1,7 Millionen Fotos

• 25 500 Postkarten

• 200 000 vor 1850 gedruckte Werke zum Freiburger Kulturgut

• 100 bis 150 Neuanschaffungen pro Tag

• 424 350 Ausleihen pro Jahr

• 9390 Ausleihen von E-Books (2016)

• 220 Lern- und Arbeitsplätze

• 100 Mitarbeitende (Zentrale)

Klasse 21, OS Plaffeien

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