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30 Betten stehen auf der Kippe

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«Es war dieses Jahr nicht einfach, das Budget zu schnüren», sagte der Verwaltungsratspräsident des Freiburger Spitalnetzes (HFR), Philippe Menoud, auf Anfrage. Das Problem: Allen Sparmassnahmen zum Trotz schreibt das HFR 2015 ein weiteres Defizit. Vier Millionen Franken werden unter dem Strich in der Kasse fehlen, wenn nicht griffige Massnahmen angegangen werden. Auch für die folgenden Jahre befürchtet Menoud andernfalls tiefrote Zahlen. «Das darf nicht sein.»

Der Verwaltungsrat hat der Direktion einen Sparbefehl gegeben. Laut Menoud könnte dies bedeuten, dass eine oder zwei Pflegeabteilungen geschlossen und bis zu 30 Betten aufgehoben werden. «Das hat auch damit zu tun, dass die ambulanten Behandlungen zunehmen und die stationären weniger nachgefragt sind.» 30 Betten wären zehn Prozent des Gesamtbestandes am Kantonsspital. Deren Streichung würde sich wohl auch auf die Zahl der Stellen auswirken. Wie viele gestrichen werden könnten, mag Menoud nicht sagen. Das hänge von zu vielen Faktoren ab. Er hoffe, dass es keine Entlassungen gebe. Vielmehr setze er auf die natürliche Fluktuation und den Verzicht auf die Verlängerung von Temporärverträgen. Vielleicht könne man mit einer besseren Koordination die meisten Betten behalten und mit mehr Effizienz die Kosten senken.

Laut einer Mitteilung stösst sich die Gewerkschaft VPOD an den Sparplänen. Sie erhöhten den finanziellen Druck auf das HFR und somit auf das Personal. Dieses leide schon heute unter den Verhältnissen, so der VPOD.

Überall fliesst Geld ab

Es kommt noch bitterer für das HFR: Unter Sparzwang hat der Staatsrat beschlossen, schon für das laufende Jahr zwei Millionen Franken aus den Beiträgen für Leistungen von allgemeinem Interesse und der Übergangsfinanzierung nicht zu überweisen. 2015 will er die Beiträge um fünf Millionen Franken kürzen.«Das tut weh», sagt Menoud. Ausserdem steht das Budget 2015 wie schon seine Vorgänger auf wackeligen Füssen. Denn noch sind die Fallpauschalen, die das HFR verrechnet, nicht definitiv. Sie sind niedriger, als das Spital für seine Dienstleistungen fordert. Gut möglich, dass die Einnahmen nach einem definitiven Entscheid noch tiefer ausfallen werden. Menouds resigniert klingendes Fazit: «Je mehr wir arbeiten, desto mehr verlieren wir.»

Schliesslich sind die markant angestiegenen ambulanten Behandlungen ein Verlustgeschäft. Das HFR erhält für seine Arbeit zwölf Prozent weniger, als es braucht, und drei Prozent weniger, als vom Staatsrat anerkannt. «Da fehlen uns einfach mal zehn Millionen Franken pro Jahr in der Kasse», so Menoud. Auch an dieser Front kämpft das Spital und wartet auf einen Gerichtsentscheid.

Das HFR rechnet für 2015 mit Ausgaben von 451 Millionen Franken, zehn Millionen mehr als 2014. Bei den Einnahmen schlagen die Erträge zwar um 25 Millionen Franken auf, allein aus den ambulanten Behandlungen fliessen 18 Millionen Franken mehr in die Kasse. Doch das Plus reicht nicht, um das Defizit zu decken.

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