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37 Prozent weniger Hotelübernachtungen im Jahr 2020

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Die Murtenseeregion schnitt bei den Übernachtungen im Corona-Sommer am besten ab.
Corinne Aeberhard/a

Im Kanton Freiburg haben 2020 die Hotelübernachtungen um 37 Prozent abgenommen. Die Schliessungen führten zu negativen Auswirkungen in der ganzen Dienstleistungskette. Es gab aber auch Lichtblicke.

Wie für den weltweiten Tourismus war das Corona-Jahr 2020 auch für den Freiburger Tourismus eine schwierige Zeit. Mit 301’000 Hotelübernachtungen musste der Kanton Freiburg eine Einbusse von 37 Prozent verbuchten, teilt der Freiburger Tourismusverband mit. Die wiederholten Betriebsschliessungen entfalteten ihre Auswirkungen in der gesamten Dienstleistungskette. So führten die Schliessungen von Restaurants, Touristenattraktionen und anderen Geschäften im Frühjahr sowie in den Monaten November und Dezember zu einem starken Rückgang der Übernachtungszahlen, schreibt der Tourismusverband.

Dabei waren aber auch starke saisonale und regionale Unterschiede festzustellen. Am besten schnitt die Murtenseeregion ab, die vor allem im Sommer sehr gut besucht war. Über das ganze Jahr betrug der Rückgang im Seebezirk nur 8 Prozent. Ähnliches gilt für die Voralpenregion: Auch die Bezirke Sense und Greyerz verbuchten im Sommer ähnliche Übernachtungszahlen wie 2019. Hingegen war im Broyebezirk ein starker Rückgang an Reisenden auf der Nord-Süd-Achse zu beobachten. Und im Saanebezirk machte sich das Ausbleiben des Geschäftstourismus und der ausländischen Gäste stark negativ bemerkbar. In beiden Regionen betrug der Rückgang über das ganze Jahr mehr als 50 Prozent.

Campingplätze im Plus

Unterschiede sind auch in den einzelnen Beherbergungsarten bemerkbar. Einbussen von 19 Prozent verbuchte die Parahotellerie. Von der Absage der Schul-, Sport- und Musiklager waren insbesondere Gruppenunterkünfte betroffen, teilt der Tourismusverband mit. Auch die Vermietung von Ferienwohnungen und -häusern war aufgrund der Schliessung der Grenzen und der regelmässigeren Belegung der Zweitwohnungen durch ihre Besitzer rückläufig.

Hingegen zeigten sich bei den Campingplätzen und Gästezimmern positive Belegungszahlen. Die Campingplätze verzeichneten einen Zuwachs von 24 Prozent, was gemäss Tourismusverband unter anderem auf die Anpassung des Angebots auf die «Laufkundschaft» zurückzuführen ist. Das Interesse an individuellen Unterkünften sowie die Vereinbarung des Tourismusverbands mit Airbnb hatte einen positiven Einfluss auf die Übernachtungszahlen. Zuvor waren die Airbnb-Gäste zahlenmässig nur punktuell erfasst.

Vier von fünf Gästen aus der Schweiz

Wie erwartet machten die Schweizer Gäste im Kanton bei den Hotelübernachtungen mit 79 Prozent den grössten Anteil aus. Aufgrund der Pandemie kamen neue Schweizer Kundinnen und Kunden hinzu, stellt der Verband fest. Aus den benachbarten Ländern nahm die Zahl der Gäste aus Frankreich nur um 20 Prozent ab. Dagegen verzeichneten die Hotels bei Gästen aus Italien, Spanien und insbesondere Deutschland starke Rückgänge.

Zahlen und Fakten: Regionale und saisonale Unterschiede

Im Jahr 2019 hatte der Kanton Freiburg noch 482’000 Hotelübernachtungen verbucht, im Corona-Jahr 2020 waren es nur noch 301’000. Dies entspricht einem Rückgang von 37 Prozent. Am stärksten waren die Rückgänge im April mit 87 Prozent und im November mit 70 Prozent. Der Seebezirk hatte übers Jahr 7,9 Prozent weniger Hotelübernachtungen, der Sensebezirk minus 26,5 Prozent und der Saanebezirk minus 51,1 Prozent. Die Übernachtungen in Gruppenunterkünften gingen um 49 Prozent zurück, diejenigen in Gästezimmern und auf Campingplätzen stiegen hingegen um 10 respektive 24 Prozent. Die Parahotellerie als Ganzes büsste im Kanton 19 Prozent ein. uh

Die Freiburger Hotelübernachtungen in Zahlen.
zvg

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