Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

38 Stellen bei Swep Tentlingen sind in Gefahr

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Firma Swep in der Gewerbezone Stersmühle in Tentlingen produziert seit 27 Jahren komplexe Wärmetauschersysteme, die zum Beispiel in grossen Sportanlagen oder Einkaufszentren eingebaut werden. Nun ist der Fortbestand der Sensler Produktionsstätte in Gefahr. Patrik Van de Scheur, Generaldirektor von Swep Tentlingen, bestätigte gestern entsprechende Recherchen der FN.

«Der Hauptsitz in Schweden hat uns informiert, dass sie die Schliessung unseres Sitzes in Betracht ziehen», sagte er auf Anfrage. Noch sind keine Kündigungen ausgesprochen worden. Bis zum 23. November läuft die bei Massen­entlassungen gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsperiode. Innerhalb dieser Zeitspanne haben die Angestellten die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, wie der Standort erhalten werden könnte.

Nachfrage gesunken

Tentlingen ist einer von drei Produktionsstandorten von Wärmetauschern von Swep in Europa. Die beiden anderen befinden sich in Schweden und der Slowakei. «Momentan besteht in Europa eine deutliche Überkapazität», erklärt Patrik Van de Scheur. 98 Prozent der Wärmetauschanlagen aus Tentlingen werden ins Ausland geliefert. Weil weniger gebaut werde, sei die Nachfrage gesunken. Die Verantwortlichen des Hauptsitzes überlegen sich deshalb, Kosten zu sparen, indem sie einen Standort schliessen. So würden administrative Kosten etwa für Planung und Einkauf wegfallen.

An der Leistung könne es nicht gelegen haben, führt er aus. «Tentlingen hatte immer die beste Performance der Gruppe», sagt der Direktor, der selbst sichtlich enttäuscht ist. Er habe viel Zeit und Energie eingesetzt, um die Firma vorwärtszubringen. «Und ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben.» Von den Kosten her sei es in der Schweiz nicht möglich, mit anderen Standorten mitzuhalten. «Deshalb haben wir auf Qualität gesetzt», so Pat­rik Van de Scheur. Das habe etliche Jahre gut funktioniert. Es reiche aber heute nicht mehr aus, gut zu sein.

Verschiedene Berufe

Der Personal ist letzten Mittwoch über den Entscheid informiert worden. Wie es weitergeht und ob Vorschläge gemacht werden und diese auch in der Zentrale in Schweden Gehör finden, ist noch unklar. «Auch wenn noch keine Kündigungen ausgesprochen wurden, der Schaden ist schon da. Das Verhältnis ist gebrochen. Einige sind schon am Suchen», sagt der Direktor. Die Bandbreite der Berufe, die bei Swep in Tentlingen vertreten ist, geht von administrativem Personal bis zu handwerklichen Berufen. Weil der Bau der komplexen Anlagen für Wärme- und Kälteanlagen sehr speziell ist, sind Schlosser, Mechaniker und andere Berufsleute im Einsatz, die jeweils für die Konstruktion der riesigen Anlagen umgeschult werden.

Eine Vorzeigefirma

«Ich bin sehr enttäuscht», kommentiert der Tentlinger Syndic Gerhard Liechti die Nachricht über die allfällige Schliessung. «Swep war viele Jahre eine unserer Vorzeigefirmen», sagt er gegenüber den FN. Der Gemeinderat habe die mögliche Schliessung des zweitgrössten Arbeitgebers in der Gemeinde an der letzten Sitzung thematisiert. «Uns tun die Mitarbeiter, die betroffen sind, leid.» Er habe Direktor Van de Scheur gefragt, ob die Gemeinde während der Konsultationsphase irgendetwas tun könne. Das habe dieser verneint, sagt Gerhard Liechti.

International tätig

Das Unternehmen Swep International ist 1983 von zwei schwedischen Unternehmern gegründet worden. Der Konzern beschäftigt weltweit gemäss eigenen Angaben rund 900 Angestellte, hat in 20 Ländern Verkaufsniederlassungen und ist in 50 Ländern präsent. Der Hauptsitz befindet sich im schwedischen Landskrona.

Mehr zum Thema