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4200 mit Leidenschaft gespielte Songs

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Im Herbst 1992 hat sich eine Gruppe befreundeter Hobbymusiker zusammengefunden, um ganz spontan eine Lücke im Konzertprogramm des damaligen Szenelokals Sternen Cordast zu füllen. «Wir haben innerhalb von zwei, drei Wochen eine Formation aus dem Boden gestampft und ein paar Lieder einstudiert», erzählt Bernhard Waldmann. Er gehört zusammen mit Fabian Köstinger und Christian Zosso zu den Gründungsmitgliedern der Band Party Project.

Der Name erklärt, unter welchen Umständen die Band entstand: Der Auftritt in Cordast mit einer 16-köpfigen Gruppe war eigentlich als einmaliger Anlass gedacht. «Wir spielten damals alle in verschiedenen Gruppen, die mit eigener Musik auftraten. Hier aber traten wir als Coverband auf – und es kam gut an. Ein Konzert folgte auf das andere», erinnert sich Waldmann. «Anfangs dachten wir noch: Das geht wieder vorbei. Doch es ging nicht vorbei.» So wurde aus dem Projekt eine Band – der Name aber blieb.

In wechselnder Besetzung

Im Lauf der Jahre hat die Band verschiedene Entwicklungen durchgemacht. Die vielen Bläser, die anfangs ein wichtiger Teil der Band waren, fielen mit der Zeit weg – auch weil es aufwendig war, in so grosser Besetzung aufzutreten. 1997 legte die Band eine kreative Pause ein, weil nicht klar war, wohin es gehen sollte; einige sprachen gar von Auflösung. Die Pause ging vorbei, und die Band, nun noch mit sieben Mitgliedern, trat wieder auf und machte sich mit der Zeit einen Namen als die Partyband in der Region für Volksfeste aller Art schlechthin. An einem Volksfest, am Feldschiessen in Gurmels, wird die Gruppe denn auch eines der Konzerte im Jubiläumsjahr geben.

Das 25-jährige Bestehen hat die Band auch mit einem internen Anlass gefeiert – wobei dieser gar nicht so intern war: «Wir haben alle eingeladen, die uns im Lauf dieser Jahre ein Stück des Wegs begleitet haben», erklärt Christian Zosso, Leadsänger der Band. Das waren nicht wenige, da die Besetzung einige Male wechselte, so etwa auch die Rolle des Leadgesangs. «Meist waren die Sängerinnen so gut, dass sie mit der Zeit eigene Soloprojekte verfolgten und uns wieder verliessen», sagt Christian Zosso.

Auch das Repertoire hat sich entwickelt. In den Anfängen habe die Band Lieder der Blues Brothers oder von Gary Moore gespielt und viel von Brian Adams: «‹Summer of 69› war der erste Song überhaupt, den wir gespielt haben», erzählt Bernhard Waldmann. Heute wird nebst der älteren Musik auch aktuelle gespielt, beispielsweise von Bands wie ­Muse oder Biffy Clyro, aber auch von Taylor Swift. Klar ist, welches Lied am Konzert in Gurmels sicher auf der Programmliste stehen wird: «Proud Mary» von Tina Turner spielt die Band nämlich immer. «Dann wissen treue Konzertbesucher, dass das Konzert zu Ende ist. Es ist immer das letzte Stück», erklärt Christian Zosso.

4200 Songs gespielt

Das Repertoire sei mit der Zeit dem Musikgeschmack der Mitglieder angepasst worden. «Wir probieren immer wieder etwas Neues aus, das macht Spass und ist zugleich immer auch eine Herausforderung», sagt Christian Zosso. So kommen jedes Jahr etwa zehn Lieder dazu. In den 25 Jahren hat die Band auf diese Weise 380 Lieder einstudiert. Bernhard Waldmann hat ausgerechnet, dass Party Project an 147 Konzerten 4200 Songs gespielt hat – immer live und immer voller Begeisterung.

Wenn der Funke springt

Das ist es, was die Band all die Jahre zusammengehalten hat: die Freude an der Musik – auf der Bühne und bei der Vorbereitung. «Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl, wenn der Funke ins Publikum überspringt und du in strahlende Gesichter schaust», erzählt Christian Zosso. Er freut sich darüber, dass die Musik auch bei Jüngeren gut ankommt. Und Bernhard Waldmann ergänzt: «Entgegen unserem Namen wollen wir nicht nur Skihütten-Partymusik machen.» Vielmehr sei es für die Band eine Herausforderung, gute Qualität zu bieten. «Wir sind nie zufrieden», sagt Christian Zosso. Bei den Proben werde oft aufreibend lange an den Details gefeilt. «Aber das macht auch Spass.»

Die Proben seien für ihn genauso wichtig wie die Auftritte, sagt Waldmann. «Das ist mit ein Grund, warum wir so lange dabei sind. Wenn man nach einem langen Arbeitstag den Proberaum betritt, dann kommt man in eine andere Welt. Auch wenn man anfangs vielleicht müde ist – es ‹fägt› am Ende immer.» Das bestätigt auch Christian Zosso, der die Freundschaften schätzt, die im Lauf der Jahre entstanden sind.

Konzert: Feldschiessen Gurmels, Fr., 8. Juni, 21.45 Uhr.

Anekdoten

Als der Sänger den Einsatz verpasste

Party Project könnte ein Buch herausgeben mit all den Anekdoten und Geschichten, welche die Band im Lauf der Jahre erlebt hat. Sie hat an der Jazzparade vor mehreren Tausend Leuten für Stimmung gesorgt, stand anlässlich der Konzert­reihe «Rocking Christmas» neben Uriah-Heep-Legende Ken Hensley auf der Bühne, hätte beinahe vor den Bundesräten Ogi und Metzler gespielt – wenn diese und viele andere geladene Gäste bei einem Firmenevent nicht vor dem Auftritt der Band fast vollständig verschwunden wären. Und die Musiker haben es auch miterlebt, dass die Organisatoren bei einem Konzert schon angefangen haben, den Saal aufzuräumen, während sie noch mitten am Spielen waren.

Ein unvergessliches Erlebnis war die einwöchige Kreuzfahrt mit der MSC Musica, als Party Project mit vielen Deutschfreiburger Musikern auf dem Mittelmeer unterwegs war: «Es war eine geniale Woche. Wir hatten jeden Abend ein Riesenfest», erinnert sich Christian Zosso. Bei so vielen Musikern auf einem Haufen habe immer einer zum Instrument gegriffen, so dass spontane Sessions gespielt worden seien.

Bernhard Waldmann erinnert an den allerersten Auftritt: Die Band fing an zu spielen. Alle waren da, nur Christian Zosso nicht. Der hatte den Start irgendwie nicht mitbekommen und war noch beim Bier an der Bar. Ganz diskret holte ein Musiker ihn schliesslich auf die Bühne, während die anderen das Intro immer wieder spielten. «Es waren wohl nur ein paar Minuten, fühlte sich aber wie eine halbe Stunde an.»

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