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50 Jahre Haus St. Joseph in Matran

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50 Jahre Haus St. Joseph in Matran

Die Redemptoristen laden zu einem Fest der Begegnung

Vor 50 Jahren erfolgte die Grundsteinlegung für das Kollegium der Redemptoristen in Matran. Wo bis 1982 ein Internats- und Schulbetrieb geführt wurde, haben sich in der Zwischenzeit vielfältige Angebote entwickelt. An einem Treffen von Ehemaligen vom 15. bis 17. Oktober wird Einblick gewährt.

Von WALTER BUCHS

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts führten die Redemptoristen der Strassburger Provinz zusammen mit Schweizer Mitbrüdern das Internat Bertigny am Stadtrand von Freiburg. Als 1948 die Schweizer Provinz dieser Ordensgemeinschaft entstand, begannen die Schweizer Redemptoristen von einem eigenen Internat zu träumen. Anfangs der 50er Jahre wurde ihnen in Matran, westlich von Freiburg, ein Grundstück mit Wohnhaus («Schloss») zum Kauf angeboten.

Bau des Kollegiums

Im Herbst 1952 wurde das so genannte Schloss bezogen und alsbald wurden Pläne für den Neubau geschmiedet. Die Pioniere waren von der Hoffnung getragen, wie es Provinzial Walter Oberholzer im letzten Rundbrief der Schweizer Redemptoristen schreibt, «durch ihr Leben und Wirken möglichst vielen Menschen den Priester- und Brüderberuf als erfüllendes Lebensziel schmackhaft zu machen». Nach Eintreffen der verschiedenen Genehmigungen der kirchlichen und weltlichen Behörden erfolgte am 15. November 1954 der Spatenstich für den Neubau. Am 25. Oktober 1955 begann das erste Schuljahr mit 47 Schülern. Ende der 60er Jahre erfolgte ein Anbau mit einer grösseren Kapelle, die am Josephstag 1969 von Bischof François Charrière geweiht wurde. Aus dieser Kapelle strahlt das Westschweizer Fernsehen dieses Jahr siebenmal Gottesdienste aus.

Bei der Inbetriebnahme des Zusatzbaus hatte die Schülerzahl ihren Höhepunkt erreicht. 82 Gymnasiasten, je zur Hälfte Deutsch- und Welschschweizer, sowie sieben Volontäre waren in der Obhut der Redemptoristen. Das Gymnasium wurde in sechs Klassen geführt und das Lyzeum (7. und 8. Klasse) wurde im Kollegium St. Michael in Freiburg besucht, wo auch die Matura abgelegt wurde. Die Schülerzahl sank dann kontinuierlich, nachdem der Gymnasialbesuch auch in Landregionen leichter geworden war und die kirchlichen Berufungen zurückgingen. Im letzten Schuljahr 1981/82 wurde noch eine einzige Klasse geführt mit fünf Schülern, dazu fünf Volontäre, während zwölf ans Kollegium nach Freiburg gingen, wie Bruder Karl Elsasser in seiner Chronik schreibt. Nach dem Brand des dazugehörenden Landwirtschaftsbetriebes am 9. Januar 1973 wurde dieser aufgegeben.

Ein vielfältiges Angebot

Bereits vor der Schliessung der Schule zeichneten sich erste Möglichkeiten einer Umorientierung des «Hauses St. Joseph» ab, wie dieser Ort der Begegnung in der Zwischenzeit genannt wird. Einkehrtage für Jugendliche über die Ostertage 1980 waren der Auftakt für Exerzitien, Begegnungswochenende, religiöse Kurse verschiedener Art. 1988-1990 wurde das Haus im Hinblick auf Meditationskurse und Exerzitien umgestaltet.

Es entstand so ein Zentrum für Exerzitien, Meditation, sakralen Tanz und verschiedene andere Formen der Gottessuche und Sinnfindung. Heute bietet P. Oskar Lang Exerzitien an. Dafür ist ein Stockwerk mit einer kleinen Hauskapelle reserviert. Des Weiteren steht ein Gästehaus mit 42 Betten zur Verfügung. Hier treffen sich Gruppen für Tagungen und Kurse verschiedenster Art, Behindertenorganisationen, Pro Senectute der Regio Fribourg, Schüler vom Tagesheim der Gemeinde Matran, Familien und Einzelpersonen für Ferien und Ruhetage. 1992 registrierte man z.B. über 7000 Übernachtungen. «In einer Welt, in der die meisten Menschen aufeinander schiessen, soll dies ein Ort der respektvollen Begegnung sein», so die kurz und bündig formulierte Zielsetzung. Die Leitung wurde an ein Team von Laien delegiert und auch für Küche, Zimmer- und Wäscheservice sind Personen aus der Umgebung angestellt.

Vom «Haus der Begegnung» in Matran nicht wegzudenken ist auch das Atelier des Künstlers Hugo, des Malers und Bildhauers, das er in der früheren Scheune eingerichtet hat. Seine Arbeiten sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Er organisiert auch regelmässig Ausstellungen und Künstler-Treffen.

Blick in die Zukunft

Die Gemeinschaft der Redemptoristen in Matran zählt heute noch 13 Mitglieder, alle bereits in einem gewissen Alter. Soweit es ihre Gesundheit zulässt, sind alle voll im Einsatz, sei es inner- oder ausserhalb des Hauses. Die Schweizer Provinz mit weiteren Häusern in Baden, Kreuzlingen, Leuk-Stadt und Viganello zählt insgesamt 45 Personen.

Im Januar 2004 wurde beschlossen, mit den Mitbrüdern der Provinzen Köln, Amsterdam und Flandern bis im August 2005 eine gemeinsame grosse Einheit, die St.-Klemens-Provinz, zu gründen. In Matran wird sich wohl vorderhand nichts ändern, denn jeder Mitbruder soll grundsätzlich die Gelegenheit haben, sein Lebenswerk zu vollenden.

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