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50 Jahre jung und noch immer laut

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Es gibt zurzeit viel zu tun für die Mitglieder der Fastnachtszunft Schlossmüüs. Die Schnitzelbänkler arbeiten mit Hochdruck an ihren Versen. Sie bilden den historischen Kern der vor 50 Jahren gegründeten Zunft. Gleichzeitig hämmern, schrauben und nageln die Mitglieder der Wagengruppe in einem Rennen gegen die Zeit. Denn die Murtner Fastnacht kommt mit Siebenmeilenstiefeln näher. Das diesjährige Sujet der Schlossmüüs–das zugleich auch das Thema des Wagens am Umzug ist–wird mit der Publikation der Fastnachtsbroschüre der Öffentlichkeit präsentiert, bis dahin bleibt es streng geheim. Zu sehen ist der Wagen am Fastnachtssonntag, 9. März. Weil sie den Wettbewerb des attraktivsten Sujets des letzten Jahres gewonnen haben, darf der Wagen der Schlossmüüs den Umzug eröffnen, freut sich Präsident und Zunftmeister Alain Oswald.

Der dritte und zahlenmässig grösste Bereich innerhalb der Gruppe ist die Guggenmusik, die gerade das diesjährige Repertoire einspielt. Dafür braucht es noch ein wenig Übung. Die Schlossmüüs organisieren deshalb vor der Murtner Fastnacht jeweils einige Gastauftritte. Den musikalischen Auftakt machen sie in Mülchi am 23. Januar. Auch an der Bolzenfastnacht im Februar spielen die Fastnächtler auf.

Lange Bänklertradition

Nach der Gründung der Schnitzelbankgruppe 1965 und der Bildung der Wagenbaugruppe rund zehn Jahre später wurden die Schlossmüüs in die Fastnachtsgesellschaft Murten (FGM) integriert. 1978 entstand eine neue Schnitzelbankgruppe: der Stammtisch. 1980 brachten die Schlossmüüs die Fastnachtszeitung «Dr Murtebriegger» heraus, welcher heute selbstständig erscheint. Die dritte Schnitzelbankgruppe, die Autstadthüler, wurden 1988 gebildet. Rund zehn Jahre später rufen die Schlossmüüs eine Guggenmusik ins Leben. Vor zehn Jahren wurde die aktuelle Schnitzelbankgruppe Singmüüs auf die Beine gestellt. Zeitweise führte die Zunft zwei singende und dichtende Teams.

Ehren-Zunftmeister André Oswald erinnert sich an schwierige Zeiten, zum Beispiel, als er und andere Mitglieder Ende der 1990er-Jahre die Guggenmusik lanciert haben. «Das war ein schwieriger Entscheid, weil sich die älteren Mitglieder dagegen gesträubt haben. Sie hatten Angst, dass sich der Charakter und die Philosophie der Zunft ändern würde, dass der Wagenbau nicht mehr zentral sein würde.» Die Musik habe seither an Gewicht gewonnen, doch es sei noch immer der Wagen, der die Zunft zusammenhalte. «Da machen alle mit. Nur singen oder nur Musik allein geht bei uns nicht.» Allerdings: Die meisten neuen Mitglieder kommen wegen der Musik, so André Oswald.

Das diesjährige Jubiläum feiert der Verein mit einem Apéro für die anderen Cliquen und einer internen Reise im Laufe dieses Jahres. Zu tun gab auch der Hilari, dessen Organisation traditionell im Turnus jedes Jahr einer anderen Clique obliegt, diesmal den Schlossmüüs. Das Organisationskomitee leitet Judith Zürcher. Gemeinsam haben die Mitglieder das Motto bestimmt, wie Zürcher verrät: «Die Sendung mit der Maus». Die anderen Gruppen müssen am Hilari jeweils eine Darbietung präsentieren, das zu diesem Motto passt. Judith Zürcher: «Dieses Jahr stellt jede Clique eine andere vor. Wir wollen damit erreichen, dass die Fastnächtler zusammenrücken. Denn in verschiedenen Bereichen besteht unter ihnen eine gewisse Rivalität.» Sie seien gespannt, wie die Cliquen einander sehen und darstellen, so André Oswald.

Fastnacht als Ausbruch

Heute sind rund 30 Personen in der Gruppe aktiv, welche ihr Probelokal im Westen von Murten hat. Die Wagenbauer treffen sich in Altavilla. Sie seien zufrieden mit der Mitgliederzahl, aber um zwei, drei Mitglieder mehr wären sie froh, sagt Alain Oswald. Etwas schwach auf der Brust ist die Gruppe bei den Bläsern. Das Fastnächteln sei eine Passion, sagt Alain Oswald weiter: «Ich schätze das breite Vereinsleben. Und vor allem: In unserem in vielen Bereichen stark reglementierten Leben ist die Fastnacht eine Möglichkeit auszubrechen und seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.»

Programm

Der Fastnachtsbeginn in Murten

Traditionell fällt der Startschuss zur «heissen» Phase der Murtner Fastnacht mit dem Hilari. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: «der Heitere». Den Anfang des Abends macht die Chesslete, ein gemeinsames Konzert aller beteiligten Guggen nach einem musikalischen Sternmarsch beim Rüebeloch im Stedtli. Dann wird der Beginn der Fastnacht in Murten ausgerufen. Der Abend wird an einem Samstag Mitte Januar abwechselnd von einer der neun Mitgliedergruppen der Fastnachtsgesellschaft Murten (FGM) organisiert. Nach dem öffentlichen Teil gehen sie ins Hotel Murten zu einem internen Abend unter einem bestimmten Motto. Anlässlich der Chesslete wird das diesjährige Prinzenpaar bekannt gegeben. Dieses führt durch die aktuelle Fastnacht und tritt als Repräsentanten der Murtner Närrinnen und Narren auf.fca

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