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500 Millionen Dollar Bares für die Spielervermittler

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Spieleragenten sind keine grauen Gestalten, die sich im Hintergrund am Fussballgeschäft bereichern. Vielmehr ist ihr Geschäft ein offizielles, über das die FIFA Buch führt.

Der Weltfussballverband FIFA hat diese Woche eine Studie über die Transferaktivitäten und deren Geldflüsse veröffentlicht. Der Dezember ist in den Zahlen und Statistiken nicht berücksichtigt. Da aber im Dezember kaum Spieler den Klub wechseln, sind die grundsätzlichen Erkenntnisse gemäss der FIFA für das ganze Jahr 2021 gültig.

Agenten vertreten in erster Linie die Spieler, andererseits führen sie auch Verhandlungen im Auftrag der Klubs. Die Raffgier, die den Vermittlern oft zur Last gelegt wird und den Ruf ihres Berufsstandes beschädigt, kann in der Studie nicht erfasst werden. Die Untersuchung führt vielmehr nackte Zahlen zutage.

Die Klubs sind verpflichtet, die Spielernamen und die Kommissionen – Provisionen – der Transfers in das sogenannte Transfer Matching System (TMS) einzutragen. Diese Angaben liefern die Grundlage für die Studie.

2021 wurden 17’945 internationale Transfers – die Spieler wechseln dabei ins Ausland – abgewickelt. An 3545 (19,8 Prozent) dieser Transfers war mindestens ein Vermittler beteiligt. Die Vermittler bekamen Provisionen von 500,8 Millionen Dollar. Dies ist die Summe, die vordergründig ins Auge springt. Eine halbe Milliarde Dollar. 2452 (15,8 Prozent) der 15’533 Spieler, die ins Ausland wechselten, liessen sich bei den Verhandlungen von Agenten vertreten. Auf der andern Seite zogen 494 (10,9 Prozent) der in internationale Transfers involvierte Klubs einen provisionspflichtigen Berater bei.

Schweizer Klubs in Top 10

Wie viele Profiklubs pro Land machen sich die Dienstleistungen der Spieleragenten bei Zuzügen zunutze? Die Schweiz ist hier prominent platziert, an neunter Stelle. Gemäss den Erhebungen sind an 18,9 Prozent der Zuzüge zu den Schweizer Klubs Vermittler beteiligt. Dieses Ranking wird von England (36,1 Prozent) und Italien (35,5 Prozent) klar angeführt. Deutschland folgt an vierter Stelle. Die weiteren grossen europäischen Ligen Spanien und Frankreich sind dagegen nicht unter den ersten zehn.

Von 2014 bis 2019 ist die Zahl der einen Spieler angebenden und dabei von Agenten beratenen Klubs stetig gestiegen, auf insgesamt 398. In den letzten zwei Jahren war dieser Wert rückläufig (bis 350 im Jahr 2021).

Über fünf Millionen für einen Transfer

Wie viel bekommen die Vermittler für einen einzelnen Transfer vom abgebenden Klub? Hier entdeckt man sogar kostenlose Leistungen: 2,1 Prozent der Agenten verlangten keine Provisionen. Den grössten Teil jedoch machen die lukrativen Geschäfte aus. In 39,1 Prozent der Fälle erhielt der Agent eine Kommission von mehr als fünf Millionen Dollar vom abgebenden Verein. In 18,9 Prozent der Transfers verdiente der Agent zwischen einer und fünf Millionen Dollar. Daraus lässt sich schliessen: Klubs ziehen Vermittler bei, wenn ein hoher Transfererlös in Aussicht steht, ein Erlös in deutlich zweistelliger oder sogar dreistelliger Millionenhöhe.

Deutschland und Italien führen die Rangliste bei den Klubs an, die Spieler ins Ausland abgeben und sich vertreten lassen. In dieser Rangliste figurieren Länder mit starken Ausbildungsligen, so auch Frankreich, Portugal und Brasilien.

Hartes Brot in Australien

Die Studie enthält viele weitere Detailuntersuchungen. Und sie zeigt unter anderem auch auf, dass sich die Spieleragenten fast vollständig in Europa satt essen können. 480 Millionen der Honorare an die Vermittler fliessen innerhalb der UEFA-Nationen. In allen übrigen Verbänden gibt es vergleichsweise nur Peanuts: 12,2 Millionen Dollar in Südamerika, 7,4 Millionen in Asien, 0,9 Millionen in Nord- und Mittelamerika, 0,4 Millionen in Afrika, 0,0 Millionen in Australien und Ozeanien.

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