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55 Busse ersetzen den Zug nach Bern

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Seit etwas mehr als einer Woche verkehren wegen umfassender Bauarbeiten auf der Strecke Bern–Freiburg keine Züge mehr. An neun verschiedenen Orten auf dem Abschnitt wird gleichzeitig erneuert und gebaut. Noch bis am 14. August bleibt diese Strecke deshalb komplett gesperrt. Es fahren Ersatzbusse. Bis zu vier Mal in der Stunde verbinden Direktbusse die beiden Zähringerstädte miteinander. Aber nicht nur das: Auch Regiobusse verbinden die auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Europaplatz in Bern und Freiburg liegenden Bahnhöfe miteinander.

Während dieser Zeit müssen sich die Reisenden in Geduld üben: Die ohne Halt fahrenden Ersatzbusse benötigen für die Strecke Freiburg–Bern auf der Autobahn rund 50 Minuten, der Zug nur 22.

Nach der ersten Woche mussten die SBB das Konzept anpassen und einige kleinere Schwachstellen beheben. «Wir haben festgestellt, dass zunächst wenig bekannt war, dass zwischen Bern und Freiburg keine Züge verkehren, obwohl wir im Vorfeld gut informiert hatten», sagt Martin Meier, Mediensprecher der SBB. Einige Zugpassagiere waren darum zu Beginn der Bauarbeiten irritiert über den Zug­ersatz. Die SBB haben mit mehr Beschilderung und zusätzlichem Personal, sogenannten Kundenlenkern, reagiert, um klarer auf den Ausfall hinzuweisen und die Pendlerströme in Richtung Zugersatz zu lenken. Weiter empfehlen sie Reisenden, die in die Westschweiz unterwegs sind, etwa nach Lausanne oder Genf, die Jurasüdfusslinie zu wählen und Freiburg grossräumig zu umfahren.

Chauffeur im Einsatz

«Die Organisation ist sehr gut gelungen, es gibt kaum Verspätungen», findet auch der Buschauffeur und ehemalige Musiklehrer Hans Althaus aus St. Antoni, der normalerweise für die STI in der Region Thun tätig ist. «Ich fahre oft Bahnersatzbusse an verschiedenen Orten in der Schweiz und merke, dass jeder Zugausfall mit sehr viel Planung einhergeht.» Für die Strecke Bern–Freiburg stünden 55 Ersatzbusse und etwa 200 Fahrer aus der ganzen Schweiz im Einsatz, weiss Althaus. Dabei gebe es vom Postauto über den Gelenkbus bis zum Reisecar alles. Die Route, die der Bus fährt, ist dabei exakt vorgegeben, und auch der Fahrplan ist genau getaktet, damit sich nicht an einem der beiden Endbahnhöfe die Busse stauen. Althaus selbst fährt nur die direkte Route über die Autobahn: jeweils über die Autobahneinfahrt Freiburg Süd und die Ausfahrt Bern Forsthaus an den Bubenbergplatz und zurück.

Diese Strecke fährt er – wie die anderen Chauffeure auch – drei oder vier Mal an einem Tag hin und im Anschluss wieder zurück. Die meisten Reisenden reagierten positiv auf den Zugersatz und würden sich beim Aussteigen für die angenehme Fahrt bedanken, sagt Althaus. Nur zweimal habe er bis jetzt negative Reaktionen von Passagieren erfahren: einmal, weil es in seinem Gelenkbus keine Gurten gebe, ein weiteres Mal, weil er im Bus über keine erste Klasse verfüge. Solche Vorfälle erlebe er aber zum Glück selten, und er fahre trotzdem weiterhin sehr gerne Bus, sagt Althaus weiter.

Organisation der Busse

Neun Monate Vorbereitung

Die Bahnersatzbusse für die Direktverbindung und die Regionalverbindung zwischen Bern und Freiburg haben die Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF in Absprache mit den SBB, der BLS und Postauto organisiert und koordiniert. Seit neun Monaten arbeiten die TPF an der Umsetzung. Nur einen kleinen Teil der Busse stellen die TPF selber zur Verfügung, sagt Stéphane Kurth, der für die Koordination zuständig ist. Bei einem so grossen Projekt sei es wichtig, eng mit anderen Busunternehmen zusammenzuarbeiten und dort Fahrzeuge und geschulte Chauffeure zu organisieren. So verkehren auf der Strecke Bern–Freiburg momentan auch Reisebusse. Sie haben den Vorteil, dass sie sich besser für die Autobahn eignen und mehr Platz bieten als die Gelenkbusse. Aber auch einige Gelenkbusse fahren derzeit die Direktverbindung nach Bern – aus einem einfachen Grund: Damit wird gewährleistet, dass der Transport rollstuhlgerecht erfolgen kann.

vk

 

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