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63 Kilogramm Pilze beschlagnahmt

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63 Kilogramm Pilze beschlagnahmt

Kontrolle bei Pilzsammlern im Sense-Oberland

Ideale klimatische Bedingungen und das gute Wetter sorgen für ein überdurchschnittlich gutes Pilzjahr. Dies verleitet einige Pilzsammler, mehr als die erlaubte Menge zu ernten. Wer erwischt wird, erhält eine Busse und die Ware wird konfisziert.

Von IMELDA RUFFIEUX

Jeden Herbst führen die Wildhüter in den Freiburger Wäldern Pilzkontrollen durch. In einem guten Pilzjahr werden diese intensiviert: Neben punktuellen Kontrollen finden dann auch systematische Grossaktionen statt. Das ist notwendig, um für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu sorgen, denn das übergrosse Angebot führt dazu, dass mancher sein Körbchen über den Rand hinaus gefüllt heimträgt.

Erlaubt sind pro Tag und Person zwei Kilogramm Pilze. An den Schontagen – jeweils die ersten sieben Tage des Monats – ist das Pilzsammeln überall verboten. Fehlbare Pilzsammler werden angezeigt; die Strafbefehle werden jeweils vom Oberamt ausgestellt.

Grosskontrolle am Donnerstag

Gestern Donnerstag ist im Sensebezirk wiederum eine Grosskontrolle durchgeführt worden. Im Oberland sind an einigen Stellen alle Fahrzeuge kontrolliert worden – insgesamt 248. Dabei wurden rund 400 Personen mit der Frage «Haben Sie Pilze gesammelt?» konfrontiert. Bei 35 Personen wurden mehr als zwei Kilogramm Pilze gefunden. Insgesamt wurden 63 Kilogramm Pilze beschlagnahmt, wie Paul Demierre, Sektorchef für Jagd und Wild, auf Anfrage erklärte.

Bereits Ende August ist eine grössere Kontrollaktion durchgeführt worden. Damals wurden etwa 20 Personen verzeigt und rund 60 Kilogramm beschlagnahmt. Die konfiszierte Ware wird gemäss Demierre zu Gunsten des Staates verkauft.

Gemäss Auskunft von Urs Stampfli vom Oberamt Tafers sind in diesem Jahr bisher rund 20 Bussen zwischen 100 und 500 Franken ausgesprochen worden – noch nicht dabei sind bei dieser Statistik allerdings die Vergehen, die bei den Kontrollen in den letzten zwei Wochen festgestellt und angezeigt wurden. Die Höhe des Bussgeldes hängt von der Quantität der zu viel gesammelten Pilze und davon, ob das Vergehen während oder ausserhalb der Schonzeit begangen wurde, ab.

Wiederholungstäter

Die Schonzeit werde in der Regel recht gut eingehalten, es gebe aber auch da hin und wieder Verstösse, führt Paul Demierre aus und berichtet von einem Sammler, der bereits Ende August gebüsst worden war und anfangs September an der gleichen Stelle wieder – mit zu viel Pilzen und in der Schonzeit – erwischt wurde.

Pilztouristen

Einige der Pilzsammler geben ihr Vergehen bei der Kontrolle auf Anhieb zu, andere suchen teils ausgefallene Verstecke für ihre Beute – etwa im Reserverad. Wieder andere errichten beim Sammeln mehrere Pilzdepots im Wald, von wo sie die Pilze dann später nach und nach abholen.

Wie Paul Demierre weiter ausführte, kommen viele Pilzsammler aus anderen Kantonen in die Freiburger Wälder. Er erinnert sich, dass Scharen von Pilzsammlern aus dem Kanton Bern anreisten, als dort die Schontage eingeführt wurden. Kurze Zeit später wurde die siebentägige Sperrfrist auf Grund einer politischen Intervention auch in diesem Kanton eingeführt.

Mit der Stirnlampe auf Pilzsuche

Speziell im Kanton Freiburg ist die tägliche Begrenzung der Sammelzeit von sieben Uhr morgens bis 20 Uhr abends. Wie Paul Demierre ausführte, musste man diese Bestimmung einführen, weil leidenschaftliche Pilzsammler bereits um fünf Uhr morgens oder bis spät in der Nacht im Wald angetroffen wurden – mit Stirnlampen ausgerüstet. Dadurch seien die sensiblen Lebensräume gewisser Tiere wie dem Auerhuhn gestört worden.
Pilzkontrolle Deutschfreiburg

Düdingen: So. 18 bis 19 Uhr, Schulhaus Brunnenhof, oder auf Vereinbarung: 026 493 13 88, Franz Schneuwly;

Jeuss: Auf Vereinbarung, John Schopfer, 026 674 18 36 (P) und 026 670 21 21 (G);

Marly: Rest. de la Gérine; Mo. bis Sa. 18.30 bis 19.30 Uhr, oder nach Vereinbarung: Jean-Joseph Gilgen: 026 436 29 93; auch für Freiburg, Giffers, Le Mouret, Tentlingen, Pierrafortscha und Villars-sur-Glâne;

Murten: Mo, Mi, Sa und So., jeweils 17 bis 18 Uhr; Löwenberg 51 oder nach Vereinbarung: 026 670 43 55;

Plasselb: Sa. 18.30 bis 19 Uhr (ausser am 1. Sa. im Monat), Schulhaus. Christoph Aebischer, 026 419 18 67 (Mi. und Do. ab 18.30 Uhr); auch für Brünisried, Oberschrot, Plaffeien, Rechthalten.

Wünnewil-Flamatt: Begegnungszentrum Flamatt; So., 18 bis 19 Uhr sowie Mo., Mi. und Fr. nach Vereinbarung: 076 373 41 14, Peter Braun; auch für Überstorf.

FN/Comm.

Weitere Infos: www.fr.ch/lc/

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