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80-jährig und 50 Jahre Priester

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80-jährig und 50 Jahre Priester

Der ehemalige Stadtpfarrer Adolf Aebischer feiert zwei Jubiläen

Der Gemischte Chor St. Ursen hat am Samstag in der Pfarrkirche von Alterswil die Mozartmesse zu Ehren von Adolf Aebischer gesungen: Der ehemalige Stadtpfarrer feierte seinen 80. Geburtstag und sein goldenes Priesterjubiläum.

Von KURT STULZ, Bischofsvikar

Der Jubilar empfing am 4. Juli 1954 die Priesterweihe. Und heute Dienstag, 25. Januar, wird er 80 Jahre alt. Eine weltliche Feier im familiären Rahmen fand am Samstag nach der Messe im Restaurant Alpenrose statt.

Begleiter in Krisensituationen

Nach vielen Jahren der Pfarreiseelsorge lebt der Jubilar seit 1983 als Spiritual des Franziskanerinnenklosters Bisenberg in Freiburg und hält immer noch regelmässig Meditationskurse. Er begleitet Menschen in verschiedenen Krisensituationen des Lebens.

Adolf Aebischer gibt uns in seinem 1999 erschienenen Buch «Gottes weiter Horizont in dir» Einblick in sein reiches Leben. Darin steht die Frage: «Welchen Ton habe ich einzubringen in die grosse Symphonie der ganzen Schöpfung?» Seine eigene Antwort lautet: «Wir sind eine der zahllosen Möglichkeiten, damit Gott in diese Welt hineinwirkt. Und das ist das Einzigartige der Bestimmung und Berufung jedes einzelnen Menschen.»

Damit ist der Grundakkord seines Lebens als Priester und Seelsorger angegeben: Werkzeug in der Hand Gottes sein, in sich selber das Geheimnis der Gegenwart Gottes entdecken und andere zu diesem Geheimnis führen. So lebt er sein Christentum, das er als therapeutische Religion versteht.

Die äusseren Lebensdaten

Am 25. Januar 1925 wurde Adolf in St. Antoni als zweitältestes von acht Kindern geboren. 1927 erfolgte der Umzug der Familie nach Tafers, wo Adolf die Primar- und Sekundarschule besuchte. Seine Eltern betrieben im Bezirkshauptort ein Lebensmittel- und Bäckereigeschäft. Nach der Schulzeit ging er ans Kollegium St. Michael und machte die Matura. Es folgte der Beginn des Medizinstudiums bis zum zweiten Propädeutikum. Der Tod seines Bruders in einem Jungwachtlager in Schwarzsee bewirkte ein Umdenken. Es musste etwas Tieferes als Antwort auf die Frage des Menschen geben. Dieses Suchen führte ihn zuerst in eine Probezeit ins Kloster Valsainte und dann ins Priesterseminar Freiburg, wo er Theologie studierte. Am 4. Juli 1954 wurde er zum Priester geweiht und feierte in Tafers seine Primiz. Von 1954 bis 1958 war er Vikar in der Pfarrei St. Johann in Freiburg, dann fünf Jahre lang Leiter des Knabeninstitutes Stavia in Estavayer-le-Lac. 1963 wurde er von den Bürgern der Stadt Freiburg zum Stadtpfarrer der Kathedrale gewählt, wo er zwanzig Jahre lang segensreich wirkte, bevor er Spiritual im Kloster Bisenberg wurde, wo er auch wohnt.

Adolf, der Priester und Seelsorger

Adolf gehört zu jener Priestergeneration, die vor dem 2. Vatikanischen Konzil Theologie studiert haben, den Neuaufbruch des Konzils begrüssten und sogleich in der Seelsorge umsetzten. Noch zur Zeit des Konzils (1963-
65) lud Adolf den Konzilstheologen Hans Küng zu einem Vortrag in die Kathedrale Freiburg ein, was beim damaligen Bischof einigen Ärger auslöste. Schon an seiner ersten Vikarsstelle in der Unterstadt merkte Adolf, dass es in der Seelsorge darum geht, vom Glauben her den Menschen Lebenshilfe anzubieten und weniger darum, viel Wissen zu vermitteln.

Manchmal dachte Adolf über die Pfarrer nach, die er selber noch erlebt hatte und die oft sehr autoritär waren. Er selber pflegte seinen Gläubigen in der Kathedrale zu sagen: «Schaut, ich bin nicht wie diese Heiligengestalten über dem Eingangstor zur Kathedrale, die auf uns herabschauen. Sie grüssen uns zwar, aber sie sind oben. Ich bin auf eurer Ebene, bin einer, der mit euch auf dem Weg ist.»
Adolf ist ein sehr feinfühliger, aufmerksamer Seelsorger und Berater, der viele Menschen durch schwierige Ereignisse und Krisen begleitet. Im Gottesdienst führt er die Menschen in den Kontakt mit jenem geheimnisvollen Gott, der in der Tiefe der menschlichen Seele immer schon da ist, und verkündet ihnen das Wort der Schrift. Die Ökumene ist ihm ein grosses Anliegen und er engagiert sich regelmässig in der Ökumenegruppe Freiburgs. Erwähnt sei auch, dass Adolf stets sehr gastfreundlich ist und dass in seinem Pfarrhaus viele Gäste ein und aus gingen.

Adolf, der Mensch und Mystiker

Adolf ist ein sehr bescheidener, kontaktfreudiger Mensch, stets gut gelaunt, ein grosser Schaffer und ein tief gläubiger Priester. In einem Interview von 1995 bekannte er: «Ich bin einer, der immer weitersucht. Ich kann nicht beim Alten bleiben.»

Seit vielen Jahren macht ihm ein Augenleiden zu schaffen. Adolf hat sich dadurch nie entmutigen lassen, obwohl diese Krankheit seine Arbeit sehr erschwerte.

1972 besuchte Adolf erstmals einen Meditationskurs und vertiefte in den folgenden Jahren die Meditationspraxis des Zen. Karlfried Graf Dürkheim und der Jesuitenpater Hugo Enomiya-Lasalle, der die Zenmeditation nach Europa brachte, waren seine Lehrer. Seither führte er in zahlreichen Kursen und im Anleiten der Meditation viele Menschen in diese Praxis ein und weist darauf hin, dass die grossen Mystiker (vor allem Meister Eckart) und die Zenmeditation einander berühren. Durch die Meditation angeregt, lebt Adolf seit vielen Jahren aus dieser geistlichen Mitte, in der Gott wohnt.

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