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97,2 Prozent für Akutspital Merlach

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97,2 Prozent für Akutspital Merlach

Umfrage im Seebezirk zur Spitalplanung zeigt klare Resultate

Die Bevölkerung des Seebezirks fordert ein leistungsfähiges, gut ausgebautes Akutspital in Merlach und den Erhalt der Geburtshilfe. Das ist das eindeutige Resultat einer Umfrage bei der Bevölkerung des Seebezirks.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Wir fühlen uns im Seebezirk nicht ernst genommen. Liegt das vielleicht auch daran, dass wir politisch untervertreten sind in den politischen Gremien?», sagten die «Sympathisanten des Spitals des Seebezirks», eine überparteiliche Gruppe, an einer Medienorientierung. Die Sympathisanten bezeichnen sich als völlig unabhängig vom «Verein Akutversorgung der Region See», der anfangs Jahr eine Spitaldemo organisiert hatte.

Eine detaillierte Umfrage wurde von den «Sympathisanten» im Mai an die Bevölkerung des Seebezirks unadressiert verschickt. 4339 Personen beantworteten diese und schickten sie mit ihrer Adressangabe und Unterschrift versehen, zurück. Nur sieben Antwortschreiben waren nicht auswertbar, es verblieben 4332 detaillierte Antworten von Einwohnern des Seebezirks. «Keine Studie hat unseres Wissens auch nur annähernd so viele Leute erreicht. Wir sind überwältigt vom Resultat», sagten die beiden Ärzte, Dr. Hans-Ulrich Amberg und Dr. Erhard Ruckstuhl, bei der Präsentation der Umfrageergebnisse.

«Tafers ist ohne Chance»

«Wollen Sie auch in Zukunft ein gut ausgebautes, leistungsfähiges Akutspital in Merlach?», lautete die erste Frage. 97,2 Prozent antworteten Ja. «Soll die Geburtshilfe in Merlach beibehalten werden?», war Frage zwei. 92,4 Prozent antworteten Ja. Die dritte Frage war: «Welches Spital bevorzugen Sie?». Darauf sagten 53,3 Prozent Merlach, 36,5 Prozent Bern, 7,4 Prozent Freiburg, 0,7 Prozent Tafers, 1,9 Prozent einen anderen Ort und 0,1 Prozent kreuzte nichts an. «Welches Spital wählen Sie, wenn Merlach geschlossen wird?». Hier kreuzten 75,1 Prozent Bern an, 15,9 Prozent Freiburg, anderen Ort 5,9 Prozent, 2,1 Prozent Tafers und nichts angekreuzt hatte 1 Prozent. 84,4 Prozent antworteten, eine Zusatzversicherung zu haben, so dass sie ein Spital im Kanton Bern aufsuchen könnten, ohne dies selbst zu bezahlen. Frage sechs lautete: «Fordern Sie freien Zugang zu den bernischen Spitälern durch Abschluss einer interkantonalen Vereinbarung, falls das Akutspital des Seebezirks in Merlach den Betrieb einstellen muss?» Hier antworteten 92 Prozent Ja.

«Die Anziehungskraft von Bern scheint gewaltig, diejenige von Freiburg ist da, Tafers hingegen ist ohne Chance», sagte Ruckstuhl. Dass die Sprache und die verkehrstechnische Situation dabei entscheidend sind, bestätigte er.

Wenn man sich vorstelle, dass alte und kranke Patienten zuerst lange Wege auf sich nehmen müssten, um ins Spital zu kommen und dabei teure Transporte (mit Taxi in der Nacht) zu bezahlen hätten, sei die Situation klar, alte Menschen und wenig Privilegierte hätten hier klar die Nachteile, sagte Amberg.

Bestehende Situation am
kostengünstigsten

In der Umfrage sind gemäss den «Sympathisanten des Spitals des Seebezirks» keine regionalen Unterschiede sichtbar bei der Aussage: Ja zum Akutspital Merlach, Ja zur Geburtshilfe Merlach und an erster Stelle wurde die Spitalpräferenz Merlach genannt. Regionale Unterschiede jedoch sind bei der Antwort auszumachen, wohin sich im Falle einer Schliessung des Akutspitals Merlach die Bevölkerung hinwenden würde: Bern bevorzugen alle Gemeinden ausser die vom Haut-Lac. Freiburg bevorzugen diejenigen vom Haut-Lac, dazu mehrere im Vully, in Courgevaux und Murten. Tafers wird von vereinzelten der Region Gurmels genannt.

Die «Sympathisanten des Spitals des Seebezirks» ziehen aus der Umfrage den Schluss: Die Bevölkerung des Seebezirks fordert mit allem Nachdruck ein leistungsfähiges, gut ausgebautes Akutspital in Merlach und den Erhalt der Geburtshilfe in Merlach. Sie stellen fest, dass der Spitalstandort Tafers für den Seebezirk keine Bedeutung hat.

Für den Fall, dass das Akutspital Merlach geschlossen werden sollte, fordern sie einen freien Zugang zu allen Spitälern des Kantons Bern, durch Abschluss einer interkantonalen Vereinbarung.

Vom Staatsrat erwarten die Sympathisanten, dass er die Situation auf Grund dieser neuen Fakten nochmals überdenkt, den Seebezirk als Sonderfall nicht unterschätzt und einen mutigen Entscheid trifft, der die Forderungen der Bevölkerung des Seebezirks vollumfänglich berücksichtigt. Mit einem gut ausgebauten, leistungsfähigen Akutspital in Merlach werde ein Bollwerk gegen die Abwanderung in den Kanton Bern errichtet, erklären die Sympathisanten.

Ist das Akutspital wirtschaftlich verantwortbar? Amberg und Ruckstuhl rechnen vor, dass das gegenwärtige Akutspital des Seebezirks die öffentliche Hand (Gemeinden und Kanton) rund sieben Millionen Franken an den jährlichen Betrieb kostet, das sind rund 200 Franken pro Einwohner und Jahr. «Die Beibehaltung des Status quo ist die billigste Variante», erklärt Amberg.

Die Mitglieder der Sympathisanten des Spitals des Seebezirks sind: Hans-Ulrich Amberg, Arzt, Murten, William Grandmaison, Courtepin, Elisabeth Leu-Lehmann, SVP-Politikerin und Gemeindepräsidentin von Fräschels, Erhard Ruckstuhl, Arzt, Gurmels, Ueli Minder, Ammann von Jeuss, Werner Hänni, Kerzers, Alfred Meier, Muntelier, Edi Bachmann, Marlies Siegenthaler, Helene Strüby, Murten, Jean-François Chenaux, Syndic Bas-Vully, Ernst Maeder-Essig, ehemaliger Ammann von Ried.

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