Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

99 Frauen – 99 Werke – 99 Leben

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Silvia Häcki-Eggimann

Vier Kolleginnen haben sich zusammengetan und ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk vollbracht. Die Literaturkritikerinnen und Autorinnen führen durch weibliche Literaturgeschichte aus allen Erdteilen.

Überzeugendes Werk

Neunundneunzig, nicht hundert, «weil ja immer eine fehlt», Autorinnen aus allen Ecken dieser Erde haben die vier Literaturkritikerinnen Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März und Elke Schmitter ausgewählt und deren Lebensdaten zusammengetragen. Ein ambitioniertes Unterfangen. Das Nachschlagewerk, das daraus entstanden ist, überzeugt. Es ist umfangreich und unterhaltsam.

Spannend geschrieben

Wer möchte nicht Genaueres über seine Lieblingsautorinnen wissen? Wie spannend ist es, zu erfahren, in welchem Umfeld die Schöpferinnen von Heidi, Pippi Langstrumpf, Miss Marple oder Jane Eyre gelebt haben. Wie aufregend, die Lebensgeschichte von Virginia Wolf kennenzulernen, oder zu erfahren, wie bewegt das Leben von Ingrid Bachmann war. Die Leserin, es werden anfangs wohl vor allem Frauen sein, die sich in die Lektüre vertiefen, erfährt auf spannende Weise alles Wissenswerte über die beschriebenen Autorinnen. Das Leben mancher der vorgestellten Frauen bietet mehr als genug Stoff für einen Roman. Viele der porträtierten Schriftstellerinnen mussten sich die Zeit stehlen, um schreiben zu können. Viele taten es des Nachts, wenn die Kinder schliefen. Andere führten ein ausschweifendes, skandalumwittertes Leben und galten als weiblicher Paradiesvogel wie etwa Anais Nin oder Françoise Sagan, die bereits mit 19 Jahren den Durchbruch mit «Bonjour Tristesse» schaffte.

Neugierig machen

Anwärterinnen auf den Literaturnobelpreis wie Joyce Carol Oates oder Alice Munroe, die bis heute auf diesen prestigeträchtigen Preis warten, werden ebenso vorgestellt wie die Nobelpreisträgerinnen Nelly Sachs, Toni Morrison, Elfriede Jelinek, Doris Lessing und Herta Müller. Die Biographien mancher Autorinnen bleiben geheimnisvoll und machen nicht zuletzt dadurch neugierig auf ihre literarischen Werke.

Die Anordnung der Schriftstellerinnenporträts erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Nach Beschreibung von Leben und Werk findet sich eine Kurzbiographie und eine Leseempfehlung. Von fast allen Autorinnen gibt es im Buch eine Fotografie.

Die vier Autorinnen von «Leidenschaften» haben der Leserschaft viel zu sagen, die von ihnen porträtierten Schriftstellerinnen noch unendlich viel mehr. Ein wunderbares Buch, das dazu animiert, sich sofort in die nächste Buchhandlung oder Bibliothek zu begeben, ausgerüstet mit einer Liste mit Büchern der porträtierten Schriftstellerinnen.

Elke Schmitter, Gunhild Kübler, Ursula März und Verena Auffermann, die Verfasserinnen von «Leidenschaften», sind selber erfolgreiche Autorinnen. Als Kritikerinnen schreiben sie für «die Zeit» «NZZ am Sonntag» und die «Süddeutsche Zeitung».

Verena Auffermann, Gunhild Kübler, Ursula März, Elke Schmitter: «Leidenschaften», 99 Autorinnen der Weltliteratur, C. Bertelsmann 2009, 638 S.

Silvia Häcki-Eggimann ist Erwachsenenbildnerin.

Mehr zum Thema