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99 Jugendliche wurden zu Artisten

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Ein bewunderndes Raunen geht durch die Reihen des Zirkuszelts bei der alten Gasfabrik in Freiburg, als ein Mädchen im Vertikaltuch einen Spagat zeigt; ein Aufschrei, als sich zwei Jungen eine brennende Fackel zuwerfen. Es ist Freitagmorgen. Die 99 Schülerinnen und Schüler der zweiten Stufe der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg sehen zum ersten Mal, welche Kunststücke ihre Mitschüler in der vergangenen Woche einstudiert haben. Diese Vorstellung ist zugleich auch die Hauptprobe für den Höhepunkt der Projektwoche: Die Aufführung vor 400 Eltern und Bekannten am selben Abend.

Kraft und Mut

«Wir hatten am Anfang Bedenken, ob Zirkus ein geeignetes Thema für die Projektwoche einer OS ist», sagt Lehrerin Barbara Dürig. Denn in Freiburg habe es solche Projekte bisher vor allem in Primarschulen gegeben. «Aber schliesslich ist der Zirkus vor allem eine Erwachsenenwelt. Also haben wir es gewagt.» Der richtige Entscheid, wie sich in der vergangenen Woche zeigte: «Die Jugendlichen haben sich völlig auf das Thema eingelassen, und der Fokus auf die Aufführung hat alle zusammengeschweisst.»

Zehn Ateliers standen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, etwa zum Thema Jonglage, Balance, Leiterakrobatik, Trampolin, Clowns oder Zauberer. Im Vorfeld hätten die Jugendlichen drei Präferenzen angeben können und seien dann entsprechend zugeteilt worden. Auch die professionelle Begleitung fehlte nicht: Drei Zirkuspädagogen vom Circus Luna gingen von Atelier zu Atelier, zeigten Techniken und gaben Tipps.

Eine Woche lang mit dem Vertikaltuch trainiert haben Loane Schouwey und Johana Cotting. Während Loane Geräteturnen macht, ist Johana ein Neuling auf dem Gebiet. «Es braucht viel Kraft in den Armen, um die Figuren machen zu können», sagt Johana. Und Loane erzählt: «Das Klettern fand ich am Anfang schwierig, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.» Einig sind sich die beiden 15-Jährigen auch bei der Beurteilung der Projektwoche. «Es war schön»–«und auf jeden Fall besser als Schule.»

Nicht so viel Kraft, dafür einigen Mut brauchte es im Atelier, das Loïc Biesenkamp und Hugo Frossard besucht haben: Sie haben eine Nummer als Fakire vorbereitet. Am Montag habe die Gruppe die Bewegungen mit den Feuersticks und dem Poi–eine Kette mit einer brennbaren Kugel auf der einen Seite–«im Trockenen» geübt, erzählt Loïc. Bereits am Dienstag sei erstmals das Feuer hinzugekommen. «Ich hatte beim ersten Mal ziemlich grosse Angst», gesteht Hugo. Eine kritische Situation habe es aber nie gegeben. «Wir waren stets sehr konzentriert», sagt er. Und Loïc fügt an: «Nur die Kleider wurden immer schwarz.»

Schauen, wo das Limit ist

Er habe sich am Anfang gefragt, wie hoch die Motivation der OS-Schüler sein werde, sagt Zirkuspädagoge Benjamin Messatchi. «Aber es waren alle voll dabei.» Im Vergleich zu Primarschulkindern lernten die OS-Schüler schneller, dadurch lasse sich bei der Aufführung auch ein höheres Niveau erreichen.

Dass nicht alle Jugendlichen dasselbe Talent für Artistik mitbringen, finde er spannend. «Ich pushe, so weit es geht und schaue, wo das Limit ist. So finden wir für jeden etwas.» Auch bremsen müsse er manchmal. Wenn bei Kunststücken mit dem Trampolin, dem Vertikaltuch oder dem Trapez die Kraft schwinde, könne es gefährlich werden, so Messatchi. «Dann musste ich die Jugendlichen ab und zu ermahnen, doch eine Pause einzulegen.»

Zahlen und Fakten

Budget von gut 15000 Franken

Jeweils in der zweiten Stufe nehmen die Schülerinnen und Schüler der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg (DOSF) an einer Projektwoche teil. Das diesjährige Thema war Zirkus. Das Budget für die Projektwoche lag bei gut 15000 Franken. Wie Lehrerin Barbara Dürig den FN erklärte, leisteten die Eltern einen Beitrag von 200 Franken, ebenfalls habe die Schule mehrere Sponsoren gefunden.rb

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