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Geschäfte und Anwohner reichen Petition gegen autofreies Stedtli ein

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Die Murtner Generalrätin und Grossrätin Christine Jakob (FDP) hat am Montag eine Petition gegen einen Pilotversuch für eine autofreie Murtner Altstadt mit rund hundert Unterschriften eingereicht. 

Ist es möglich, das Murtner Stedtli im Sommer von samstags 18 Uhr bis sonntags 24 Uhr für den motorisierten Verkehr zu sperren? Diese Frage richtete Generalrat Peter Cuony (Grüne) an der Murtner Generalratssitzung vom Dezember 2021 im Namen der Fraktionen GLP-Mitte-EVP und SP-Grüne an den Gemeinderat. Es sei unbestritten, dass ein gewisser Verkehr für die Bevölkerung und das Gewerbe nötig ist. Es sei aber auch unbestritten, dass zu bestimmten Zeiten Einwohnerinnen und Einwohner, Touristen und Gewerbe mehr profitieren würden, wenn weniger Autos und Motorräder im Stedtli parkiert wären oder dort durchfahren würden. Autofreie Sonntage sollten ein Pilotversuch sein und könnten grosszügige Ausnahmen für Bevölkerung und Gewerbe beinhalten.

Die Antwort des Gemeinderats auf die Frage folgte an der Generalratssitzung vom Februar: «Der Gemeinderat wird den Vorschlag des Pilotversuchs zusammen mit anderen verkehrspolitischen Themen im Rahmen der Legislaturziele besprechen.»

Die Antwort des Gewerbes und der Anwohner der Altstadt traf am Montag im Murtner Rathaus ein: Die Murtner Generalrätin und Grossrätin Christine Jakob (FDP) übergab Stadtpräsidentin Petra Schlüchter (FDP) die Petition «Keine autofreie Altstadt». Laut Jakob ist die Petition mit 102 Unterschriften versehen. Dabei handle es sich um Geschäftsinhaber, Restaurantbetreiber und Anwohner. 56 Unterschriften stammen laut Jakob von Geschäften. «Wir brauchen keine Touristen, die uns sagen, wo es langgeht», sagte Christine Jakob vor dem Murtner Rathaus. «Es gibt Leute, die in der Altstadt leben und selber bestimmen wollen.» 

Alarmglocken

Während des Lichtfestivals, wenn die Altstadt ab 16 Uhr geschlossen bleibt, herrsche in ihrem Tabaklädeli an der Hauptgasse elf Tage lang «tote Hose», sagte Jakob. Die Generalrätin verwies auf die Beispiele Le Landeron und Burgdorf, wo die Geschäfte wegen autofreien Innenstädten keine Chance hätten. «Wir wollen keine Spielgruppen hinter den Schaufenstern wie in Burgdorf.» Auch eine Begegnungszone sei unerwünscht: «Es hat genug Begegnungszonen in Murten, die Altstadt soll ein Wohn-, Arbeits- und Geschäftsort bleiben.» Mit der Petition wolle sie ein Zeichen setzen. «Als Peter Cuony den Vorschlag vorbrachte, haben bei mir die Alarmglocken geläutet.» Die Leute im Stedtli seien aufgewühlt. «Wir wollen die gleichen Rechte haben wie alle anderen Quartiere auch», so der Wortlaut in der Petition.

Stadtpräsidentin Petra Schlüchter sagte nach der Übergabe der Petition, dass der Gemeinderat diese zur Kenntnis nehme. An der Klausursitzung in zwei Wochen würden übergeordnete Ziele besprochen, die Massnahmen wie ein autofreies Stedtli beinhalten könnten. Jedes Ressort habe seine Ziele eingereicht, das gehe von Mobilität über Tourismus bis zur Raumplanung. Voraussichtlich bis Ende Jahr werde der Gemeinderat die Legislaturziele festlegen. «Wir müssen die Klausursitzung erst halten und werden dann schauen, was wir wann kommunizieren.» Der Wunsch nach einem autofreien Stedtli komme nicht nur von Touristen, sondern auch aus der Bevölkerung. 

Kommentar (1)

  • 26.04.2022-Portman-Stolll Agnes und adolf

    Es wärer schön wenn Murten an einem Sonntag Autofrei wäre dann konnte man diesen
    Stätlein unbekümmert anschauen

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