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Ab Juni warnt der Bund auch bei kürzeren Hitzeperioden

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Der Bund passt sein Hitzewarnsystem an. Statt wie bisher aufgrund des Hitze-Index aus Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit warnt Meteoschweiz ab Juni basierend auf der mittleren Tagestemperatur. Zudem gibt es neu die Warnstufe 2 für kürzere Hitzeperioden.

Diese Warnstufe ermöglicht eine Information bei ein- oder zweitägigen Hitzedauern, wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Montag mitteilte. Damit trägt das Amt der Belastung auch durch kürzere, intensive Hitze Rechnung. Die Warnstufe 2 bedingt Tagesmittel von 25 Grad und mehr.

Hitzewarnungen der Stufen 3 und 4 gibt Meteoschweiz ab einer Hitzeperiode von mindestens drei Tagen heraus. Diese Warnungen gehen neben der Bevölkerung auch an die Kantone. Bei Stufe 3 muss die mittlere Tagestemperatur mindestens 25 Grad betragen, bei Stufe 4 sind 27 Grad die Schwelle.

Der Wechsel auf die mittlere Tagestemperatur als Richtgrösse erfolgt aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Hitze kann eine ernste Gefahr für Bevölkerung, Natur und Infrastruktur sein.

Aufgrund des Klimawandels ist anzunehmen, dass sich die Hitzebelastung intensiviert. Neue epidemiologische Erkenntnisse zeigen, dass neben hohen Tagestemperaturen auch heisse Nächte den menschlichen Körper stark belasten.

Mit dem Wechsel auf die mittlere Tagestemperatur trägt Meteoschweiz dem Rechnung. Die Feuchtigkeit bleibt indirekt mitberücksichtigt. Bei hoher relativer Luftfeuchtigkeit nämlich kühlt die Luft nachts weniger stark ab. Die Schwellenwerte der Warnungen sind neu aufgrund der Sterblichkeit bei Hitze festgelegt. Meteoschweiz gibt seit 2015 Hitzewarnungen heraus.

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