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Ab nächstem Jahr wird kontrolliert

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Autor: Imelda Ruffieux

Die neue Verkehrsregelung auf Alp- und Waldstrassen war schon oft Thema von Diskussionen. So auch am Montagabend an der Generalversammlung der Mehrzweckgenossenschaft (MZG) Schwarzsee. Anton Thalmann, Forstingenieur des zweiten Forstkreises, informierte die Hirten, Alp- und Liegenschaftsbesitzer, dass die Verkehrsregelung nun rechtskräftig ist und umgesetzt werden kann. Dies, nachdem die letzte Beschwerde, jene der Gemeinde Plasselb, vor Bundesgericht abgewiesen wurde.

Kosten werden geteilt

In nächster Zeit wird noch geklärt, welche Verkehrsschilder ersetzt oder mit Zusatztafeln ergänzt werden müssen. Im Falle der Mehrzweckgenossenschaft Schwarzsee sind nur vier Zusatzschilder nötig. Bereits seit Jahren stehen am Reccardetsweg, im Breccaschlund, am Riggisalpweg, am Euschels und am Schlossisboden Verbotsschilder.

Die Kosten für die Umsetzung der Verkehrsregelung, etwa 4000 Franken, tragen gemäss Waldgesetz die Gemeinden, wobei der Kanton etwa 1500 Franken Subventionen bezahlt. Ab nächstem Jahr sollen dann Kontrollen durchgeführt werden. Diese Arbeit übernehmen Polizei, Wildhüter und Förster, wie dies im neuen Gesetz vorgesehen ist.

Suche nach Schuldigen

Die nachfolgende Diskussion drehte sich um Vor- und Nachteile der neuen Verkehrsregelung. Dabei wurde einerseits nach Schuldigen gesucht, wer denn nun für die neuen Bestimmungen verantwortlich sei: der Bund, der Staatsrat oder der Grosse Rat. Andererseits gab es Fragen zu den Kontrollen. Förster Franz Thalmann machte klar, dass er genügend andere Arbeit und deshalb keine Zeit für vermehrte Kontrollen haben werde. Er plädierte dafür, nicht noch mehr Polemik in dieses Thema zu bringen.

Auch Heribert Rappo vom Amt für Landwirtschaft versuchte die Wogen zu glätten: Im Perimeter der MZG Schwarzsee sei nur gerade der Euschelsweg von einer Änderung betroffen. Bisher habe ein allgemeines Fahrverbot gegolten. Neu gelte ein dreiteiliges Fahrverbot mit dem Zusatz Zubringerdienst gestattet. «Ausser dem Kontrollverfahren ändert gar nichts.»

Vorwärts schauen

Seitens der Hirten und Alpbesitzer gab es mehrere Sprecher, die sich für ein «System mit gesundem Menschenverstand» stark machten. «Ich hoffe, dass die Kontrollen mit Vernunft durchgeführt werden», sagte auch Alfons Piller, Mitinitiant einer Petition gegen die neue Alpweg-Regelung, auf die der Staatsrat aber nicht eingetreten ist. Felix Bürdel, Präsident der Kaiseregg-Bahnen, rief dazu auf, vorwärts zu schauen und aufzuhören, einander aufzuhetzen. «Damit gibt man der Bevölkerung das Gefühl, dass noch etwas zu erreichen ist. Das ist aber nicht der Fall.» Er schlug vor, die neue Regelung nun mal umzusetzen und zu gegebener Zeit auf andere Weise – zum Beispiel mit politischen Interventionen auf Kantons- oder Bundesebene – eine Änderung zu erreichen versuchen. «Wir verschwenden nur Zeit und es bringt nichts. Wir haben im Oberland andere Probleme zu lösen.»

Einig war man sich in der Diskussion, dass die Gemeinde Plasselb am meisten Einschränkungen erleidet. Wie Ammann Hervé Brügger auf Anfrage erklärte, haben Gespräche mit den kantonalen Ämtern stattgefunden. «Es gibt Optionen, aber sie sind noch nicht ausgereift», lässt er durchblicken, und dass allenfalls ein Konsens gefunden werden kann.

Im Schwarzseetal sind viele Alpwege schon seit Jahren mit einem Fahrverbot belegt, zum Beispiel im Breccaschlund.Bild Aldo Ellena/a

MZG:Alfons Piller neuer Präsident

Otto Zbinden war während vieler Jahre Vizepräsident der Mehrzweckgenossenschaft Schwarzsee und seit 2003 Präsident. An der Generalversammlung vom Montag ist er von seinem Amt zurückgetreten. Er bleibt aber als Vertreter des Perimeters Schlossisboden im Vorstand. Zum neuen Präsidenten ist Vorstandsmitglied Alfons Piller gewählt worden. Er vertritt im achtköpfigen Vorstand die Gemeinden Plaffeien, Cerniat, Charmey und Jaun. Er würdigte die langjährigen Verdienste von Otto Zbinden zum Wohl des Schwarzseetals. Neu im Vorstand ist Erwin Perler, der Alois Käser für den Perimeter Euschels ersetzt. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt.

Im letzten Jahr hat die Mehrzweckgenossenschaft unter anderem Arbeiten auf der Schlossisbodenstrasse ausgeführt. Diese war beim Hagelwetter vom 6. Juni 2010 stark beschädigt worden. Auch die Sanierung des Riggisalpwegs ist abgeschlossen worden. Noch in Planungsphase sind sowohl der Ausbau bzw. die Sanierung der zweiten Etappe eines Wegs im Brecca-Schlund und einem weiteren zwischen Les Recardets und Balisa. Bei der Sanierung der Alpzufahrten Gassera-Sahlenvorsatz hatte die MZG gemäss Otto Zbinden eine Lösung mit den Einsprechern gefunden, so dass die Bewilligung vorliegt. Beim Schutzwaldprojekt (FN vom 25. November 2010) konnte die erste Etappe abgeschlossen werden. im

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