Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ab sofort impfen auch die Freiburger Hausärzte

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wie im Impfzentrum werden die Impfwilligen auch in den Arztpraxen eingehend aufgeklärt, bevor ihnen die Dosis gespritzt wird.
Corinne Aeberhard

Die Impfstrategie des Kantons Freiburg tritt in ihre dritte Phase: Ab sofort spritzen auch Hausärztinnen und Hausärzte Impfdosen gegen das Coronavirus. Allerdings haben sie vorerst nur ein kleines Kontingent zur Verfügung.

Zuerst waren es die mobilen Teams in den Pflegeheimen, dann nahmen die Impfzentren in Granges-Paccot und Bulle ihren Betrieb auf, und ab diesem Dienstag sind auch die Hausärztinnen und Hausärzte in die Impfstrategie des Kantons eingebunden. Nach Behebung der letzten Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Logistik können auch sie sich an der Covid-19-Impfung beteiligen. Der Verband Ärztinnen und Ärzte Freiburg hat mit der Gesundheitsdirektion eine Vereinbarung unterschrieben: Die Ärzte treten dem Tarifvertrag bei und verpflichten sich, die Impfinformationen weiterzuleiten und die Impfdosen gemäss der Priorisierung des Bundes zu verimpfen. Letzten Donnerstag fand schliesslich noch eine Schulung für die Impfpraxen statt, so dass dem Start nichts mehr im Wege steht.

Schwere Fälle zuerst

«Wir sind sehr zufrieden mit der Vereinbarung», sagte Jean-Marie Michel, Präsident der Ärztevereinigung, gestern an einer Medienkonferenz. «Sie erlaubt uns, stark Gefährdete zu impfen und so die Mortalität aufgrund des Virus zu senken.»

Gemäss Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) existiert derzeit eine Liste mit 55 Arztpraxen, die die Impfung verabreichen dürfen. Sie werden im Turnus impfen: Jede Woche sind elf Hausärzte an der Reihe, und nach fünf Wochen beginnt wieder die erste Gruppe mit der zweiten Impfdosis. Bei der Auswahl der beteiligten Praxen habe man auf die Strukturen und die Lage der jeweiligen Arztpraxen geachtet. Sie sollen auf alle Bezirke des Kantons verteilt sein und gleichzeitig nicht zu nahe an den beiden kantonalen Impfzentren liegen.

Für die Impfungen durch die Hausärzte kann man sich zu Beginn noch nicht anmelden. Es sind die Ärzte, die ihre Patienten aufgrund ihres Gesundheitszustands aufbieten. So hat die Hausärzteschaft im Kanton seit Mitte Januar die Kontaktdaten von rund 4500 Personen mit dem höchsten Risiko erfasst. «Die Ärzte wissen sehr genau, wer die Impfung am dringendsten braucht», sagte Jean-Marie Michel. «Viele dieser Risikopatienten wollen auch kein Impfzentrum aufsuchen.» Mit dem jetzt vorhandenen Kontingent können die ersten Praxen je rund 50 Personen impfen. Das entspricht ungefähr der Zahl an Risikopatienten, die noch keinen Termin in einem Impfzentrum haben.

Wie im Impfzentrumm

Aufgrund der Logistik werden die Hausärzte den Moderna-Impfstoff spritzen. Dieser ist weniger schwierig in der Handhabung, weil er bei weniger tiefen Temperaturen gelagert werden kann als der Pfizer-Impfstoff. Ansonsten ist der Ablauf einer solchen Impfung in der Arztpraxis gleich wie in einem Impfzentrum. Auch hier erfolgt beim Empfang eine Information, dann werden die Daten registriert, die Impfung erfolgt, und dann gibt es noch eine rund fünfzehnminütige Überwachungsphase. 

Bei der weiteren Impfabdeckung im Kanton hängt vieles von der Bereitstellung zusätzlicher Impfdosen ab. Da ändert sich die Situation Woche für Woche. Laut Anne-Claude Demierre gibt es für nächste Woche 20 Prozent weniger und für die Woche danach 50 Prozent weniger Impfdosen, als es einmal geheissen hatte. Freiburg sei zudem einer der Kantone mit den wenigsten Impfdosen pro 100 Einwohner. «Das hängt damit zusammen, dass Freiburg eine der jüngsten Bevölkerungen aller Kantone hat», so Demierre. Mehr Tempo könnte die Impfkampagne aufnehmen, wenn mit Astra-Zeneca ein weiterer Impfstoff zugelassen wird. Diesen könnten dann auch Apotheken verabreichen, so Demierre.

95 Prozent der Pflegeheimbewohner geimpft

Bis jetzt hat der Kanton Freiburg 27275 Impfdosen erhalten. Aufgrund der Lieferengpässe können momentan im Impfzentrum Forum in Granges-Paccot täglich nur 270 und in Bulle 180 Personen geimpft werden. Ab dem 15. Februar sollen es gemäss der angekündigten Lieferungen 540 beziehungsweise 360 Personen sein. Bis anhin sind 13920 Dosen verimpft worden, davon 12557 Erstdosen. Laut Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre versucht Freiburg, stets genügend Dosen für die Zweitimpfung in Reserve zu haben. Bisher gab es 26398 Anmeldungen für einen Impftermin. 8098 Termine stehen noch aus, 8655 Personen stehen auf der Warteliste.

In den Freiburger Pflegeheimen sind nun 95 Prozent aller Bewohnerinnen und Bewohner erstmals geimpft, dazu 40 Prozent des Pflegepersonals. Ende Februar soll auch die Zweitimpfung erfolgt sein. «Es gibt derzeit wenig Fälle von Ansteckungen in den Heimen», sagte Demierre. «Die Lage ist momentan stabil. Wir überlegen uns deshalb, die Massnahmen in den Heimen wieder zu lockern.» uh

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema