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Ab sofort parkiert SEPP in Düdingen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Kuno Philipona parkiert sein Auto auf dem Gemeindeparkplatz unterhalb des Gänseberg-Schulhauses in Düdingen, um einen Termin in seiner Eigenschaft als Ammann wahrzunehmen. Vom Wetter her ein garstiger Zeitpunkt, um auszusteigen: Es schüttet wie aus Kübeln – allein durch den kurzen Gang zum Parkautomaten wird er pitschnass. Diese reale Situation ist ein perfektes Szenario für die Firma Mathom, um Kuno Philipona ihr neues Parkgebührensystem vorzuführen. Die Smartphone-Anwendung SEPP ist ab dem 1. Februar auf sechs gebührenpflichtigen Park­anlagen der Gemeinde Düdingen und damit auf rund 250 Parkfeldern in Betrieb.

Genau solche Situationen – schlechtes Wetter und die Ungewissheit, wie lange der Gesprächstermin dauern wird – zeigen die Vorteile der Parkuhr-App SEPP. Denn der Parkvorgang lässt sich mit dieser App bequem im wettergeschützten Auto auslösen, und die Parkdauer wird erst dann minutengenau abgerechnet, wenn Kuno Philipona wieder in sein Auto steigt und auf der App den Parkvorgang beendet. Das System ist so angelegt, dass jeweils die Höchstparkzeit ausgeschöpft werden kann. Einzige Voraussetzung ist, dass der Syndic die Anwendung geladen hat – das geht auch direkt vor Ort – und sich und sein Auto mit ein paar wenigen Klicks registriert und für die Abrechnung seine Kredit- oder Debitkarten eingegeben hat.

Immer mehr Gemeinden

In der Region Interlaken-Matten-Unterseen und in Klosters kennt man die Sensler Erfindung SEPP bereits seit einigen Monaten (siehe Kasten). Düdingen ist die erste Freiburger Gemeinde, in der sie zum Einsatz kommt. Gemäss der Firma Mathom ist die Smartphone-Anwendung seit der Lancierung im letzten Jahr bereits über 1000 Mal heruntergeladen worden. Momentan ist das im Mai 2017 gegründete Start-­up-Unternehmen mit Sitz in der Industriezone Birch in Düdingen daran, Kontakte in der ganzen Schweiz zu knüpfen, um seine Innovation zu vermarkten. «Wir haben Hunderte von Gemeinden kontaktiert, um unsere Idee vorstellen zu dürfen», sagt Geschäftsführer Thomas Schneuwly. «Die Gemeinden, die bereits ein funktionierendes System haben, warten nicht gerade auf uns, und es braucht schon etwas Überzeugungsarbeit, um sie von den Vorteilen eines Wechsels oder eines Zusatzangebots zu überzeugen.» Doch alle, die ihnen die Chance gegeben hätten, ihr Produkt zu präsentieren, seien begeistert von der Einfachheit und der Tatsache, dass die Einführung mit keinen Investitionskosten verbunden sei.

«Langsam kennt man uns, und einige Gemeinden kommen von sich aus auf uns zu», ergänzt Joachim Marti, Kundenbetreuer bei Mathom AG. Gerade Regionen, in denen auch ausländische Touristen ihr Auto abstellen, seien an einer einfach anwendbaren Parkmöglichkeit interessiert, die beispielsweise auch in englischer Sprache verständlich sei. Gerade konnte die Firma SEPP auf dem Gelände des Bern-Expo-Parkings installieren, wo auf dem Allwetterplatz 1800 Plätze zur Verfügung stehen. Zu Popularität verholfen hat der Park-App die Silbermedaille, welche die Anwendung im November bei den «Best of Swiss Apps» in der Kategorie Innovation gewonnen hat (die FN berichteten).

Im richtigen Moment

«Der Gemeinderat von Düdingen hat nicht lange überlegen müssen, als wir das Angebot kennengelernt haben», sagt Kuno Philipona. Er sei überzeugt, dass eine Gemeinde mit mehreren Hundert bewirtschafteten Parkplätzen auch diese moderne Möglichkeit anbieten müsse, die Parkgebühren zu bezahlen. «Die Münzautomaten bleiben ja bestehen, so kann jeder wählen, wie er bezahlen will.» Er ist überzeugt, dass jüngere Automobilisten und all jene, die sonst auch digital unterwegs sind, die Dienstleistung in Anspruch nehmen werden. Das Angebot der Firma Mathom sei genau im richtigen Moment gekommen, sagt er. Die Verwaltung der Gemeinde habe das bisherige System analysiert und nach Alternativen gesucht, vor allem auch, um das vorher auswärts vergebene Bussenmanagement wieder intern anzusiedeln und so eine bessere Kontrolle und Übersicht zu haben.

Ein Vorteil der neuen Anwendung hat den Gemeinderat überzeugt: Die App erlaubt es der Aufsichtsperson, die Kontrolle und allfällige Bussen direkt via App auf dem Smartphone zu steuern – auch für Autos, die den Parkplatz konventionell mit Münz bezahlt haben. «Es ist nicht im Interesse einer Gemeinde, möglichst viele Bussen auszustellen», hält Kuno Philipona fest. Der Gemeinde sei es aber wichtig, dass die Parkplätze korrekt bewirtschaftet werden. Düdingen hat das Parkplatzreglement am 1. September 2012 eingeführt, wie dies das Gesetz für Gemeinden mit über 5000 Einwohnern vorschreibt. «Wenn wir mit diesem System weniger Bussen ausstellen müssen, umso besser.» Der Syndic könnte sich gut vorstellen, die Park-App auch auf weitere bewirtschaftete Parkplätze, etwa bei den Sportplätzen, auszudehnen. Diese Langzeitparkplätze funktionieren momentan mittels Parkscheiben.

Auf sechs Plätzen

Ab dem kommenden Donnerstag, 1. Februar, informieren Aufkleber an den Parkautomaten die Bevölkerung und die Besucher auf den Parkplätzen beim Gänseberg, beim Hotel Bahnhof, bei der Kantonalbank, beim Wolf­acker, beim Hotel Central sowie unterhalb der Migros über das neue Angebot. Mit Flugblättern, Informationen im Gemeinde-Infoblatt und Radiospots wird die App bekannt gemacht. Die Firma Mathom erhofft sich einen Sog-Effekt: Mit jeder neuen Gemeinde, in der mit SEPP geparkt wird, soll das bunte Logo mit dem angedeuteten Smiley bekannter werden.

Region Interlaken

App in fünf Wochen über 2000 Mal genutzt

In den drei Nachbargemeinden Interlaken, Matten und Unterseen im Berner Oberland sind rund 1000 der bezahlten Parkplätze seit Mitte Dezember mit der Parkuhr-App SEPP aus Düdingen ausgestattet, kombiniert mit herkömmlichen Parkautomaten. Wie Hans Peter Bühlmann, Polizeiinspektor der Gemeinde Interlaken, auf Anfrage erklärt, ist die APP in diesen fünf Wochen bereits 2000 Mal verwendet worden. «Wir waren vor dem Start verhalten optimistisch.» Es sei schwierig einzuschätzen gewesen, wie das neue System akzeptiert werde. «Nun sind wir nur noch optimistisch», sagt er. «Ich hätte nie gedacht, dass es so gut läuft.» Die drei Gemeinden mit drei unterschiedlichen Gebührensystemen seien zwei Jahre auf der Suche nach einer guten Lösung gewesen. «Das wichtigste Kriterium war die einfache Anwendung.» Er habe die SEPP-App deshalb mit der Touristenbrille geprüft. Die Gemeinde habe auch überzeugt, dass sie keine Zusatzinvestitionen leisten musste. Die Statistik der ersten Wochen zeige, dass über 95 Prozent der Anwender von SEPP lokale Autofahrer seien. «Wir sind nun gespannt, wie es in der Hauptsaison im Sommer läuft, wenn chinesische oder arabische Touristen bei uns parkieren.» Da diese ihre Miet­autos mit Kreditkarte abrechnen, liege es nahe, dass sie auch die Parkgebühr auf diesem Weg bezahlen. «Der Vorteil ist, dass SEPP parksystemunabhängig ist – ich kann mit der gleichen App in Klosters, Interlaken oder Düdingen parkieren, egal, wie unterschiedlich die Gebühren jeweils sind.» Für den Nutzer sei es deshalb besser, wenn immer mehr Gemeinden diese Lösung anbieten.

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«Wenn wir mit diesem System weniger Bussen ausstellen müssen, umso besser.»

Kuno Philipona

Syndic von Düdingen

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