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Abderhalden mit Souplesse

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Der Toggenburger ist definitiv der König aller Schwingerkönige

Autor: Von GUIDO BIELMANN

Jörg Abderhalden war Schwingerkönig in Bern 1998 und Luzern 2004. Im Jahr 2001 in Nyon war er durch Freund Nöldi Forrer entthront worden. Nun ist Abderhalden definitiv der König aller Schwingerkönige. Nur Hans Stucki aus Konolfingen (1902/05/08) und Ruedi Hunsperger aus Habstetten (1966/69/74) triumphierten bislang dreimal an Eidgenössischen. Aber Jörg Abderhalden hat den beiden Bernern etwas voraus: er gewann auch die alle sechs Jahre stattfindenden Feste Unspunnen (1999) und Kilchberg (2002). Hunsperger und Stucki fehlt der Sieg am Kilchberger Schwinget. Stucki hätte den «Grand Slam» der Schwinger womöglich ebenfalls geschafft; das Kilchberger Schwinget wurde aber erst 1927 erstmals ausgetragen.Von der Leistung her stuft Jörg Abderhalden den Schwinger-Grand-Slam höher ein als die (prestigeträchtigeren und bedeutenderen) Königstitel, denn «es kann ihn nur gewinnen, wer über Jahre hinweg an der Spitze mitzuschwingen vermag».Jörg Abderhalden ist seit Bern 1998, wo er als 19-Jähriger seinen ersten Königstitel gewann, der Böseste unter den Bösen. Seither führt überall, wo er antritt, der Weg zum Sieg über ihn. Er triumphierte an 44 Kranzfesten. Niederlagen blieben selten. Diese Saison verlor Abderhalden nur zwei Gänge – eben beide gegen Freund und Klubkollege Nöldi Forrer, den König von 2001. In Nyon 2001, wo er für drei Jahren entthront wurde, resultierte für Abderhalden die grösste Enttäuschung. Abderhalden: «Der Rückschlag hat mir damals schwer zu schaffen gemacht. Ich musste reagieren. Und siehe da: Der Erfolg kehrte zurück.»Der Schlussgang gestern war äusserst animiert, dies im Gegensatz zum Schlussgang im Jahr 2004, als er mit dem Gestellten gegen Thomas Suter zum Titel gekommen war. Abderhalden musste gestern angreifen, weil Fausch einen Viertelpunkt mehr aufwies und mit einem Gestellten König geworden wäre. In mehreren Situationen griffen und konterten beide. Schliesslich kam Abderhalden nach 8 der 15 Minuten mit einer schönen «Souplesse» zum Erfolg. Im Gegensatz zu Luzern 2004 erntete er diesmal beherzten Applaus.

Drei Nordostschweizer nach sechs Gängen

Nach sechs Gängen führte Stefan Fausch mit 58,75 Punkten. Auf dem zweiten Rang folgten Jörg Abderhalden und Arnold Forrer, beide mit 58,50 Punkten. Diese drei Schwinger, allesamt Nordostschweizer, kamen noch für den Schlussgang in Frage. Zunächst packte Stefan Fausch zu, Fausch gewann platt gegen Christian Dick und stand im Schlussgang.Dann gewann Abderhalden platt gegen Peter Imfeld und erreichte so auch den Schlussgang; wenn Abderhalden gestellt hätte, wäre Forrer im Schlussgang gewesen, denn er gewann im siebten Gang mit 9,75 (Roger Brügger).Am Eidgenössischen 2001 in Nyon war Arnold Forrer König geworden, indem er im Schlussgang Titelverteidiger Abderhalden schlug und so entthronte. Gestern zeichnete sich die Schlussgangteilnahme Forrers im sechsten Gang ab, als er Mario Thürig beim vierten Mal über den Kopf drehend schlug. Forrer war es, der diese Saison Abderhalden die zwei einzigen Niederlagen hatte beifügen können, und zwar in den Schlussgängen am Zürcher und Thurgauer Kantonalen.Stefan Fausch ist diese Saison nicht mit Siegen aufgefallen. Am Südwestschweizerischen in Alterswil belegte er den ersten Rang, aber zusammen mit Mathias Sempach und Stephan Zbinden. Einen wirklichen Sieg feierte er am Bündner-Glarnerischen.

Gestellten im ersten Gang

Immer mit grosser Spannung erwartet wird am Eidgenössischen der erste Gang. Titelverteidiger Jörg Abderhalden traf auf Martin Grab, den Sieger des Expo-Schwinget 2002 in Murten. Am Ende des Ganges landete Grab im Sägemehl, und alle glaubten an den Sieg Abderhaldens. Auf der Rangliste erschien dann der Gang als gestellt. Abderhaldens Wurf war unmittelbar nach dem Halt erfolgt.

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