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Abklärungen zu «Heimbetten in Privathaushalten» sind angelaufen

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Die Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen und Spitex nimmt das Projekt «Heimbetten in Privathaushalten» in Angriff. Der Seebezirk ist interessiert.

Der Wunsch, auch im Alter in den eigenen vier Wänden wohnen zu können, ist gross. Braucht jemand viel Pflege, ist der Gang ins Pflegeheim jedoch meist unumgänglich. Im Kanton Aargau gibt es nun aber das Pilotprojekt «Heimbetten in Privathaushalten», welches einen Verbleib im eigenen zu Hause möglich machen soll.

Der Kanton Freiburg hat die Idee nun aufgenommen: Wie Claude Bertelletto Küng, Geschäftsleiterin der Vereinigung Freiburger Alterseinrichtungen und Spitex (VFAS), gegenüber den FN sagt, sind Diskussionen zum Projekt angelaufen. Die VFAS ist die Dachorganisation aller Pflegeheime und Gesundheitsnetze einschliesslich Spitex und Koordinationszentren im Kanton. Das Gesundheitsnetz See (GNS) hat laut Claude Bertelletto Küng bereits Interesse an dem Konzept bekundet. «Ende Juni geht es darum, an der Gesundheitsnetzkonferenz abzuklären, ob auch andere Interesse daran haben.»

«Wenn mehr als 120 Stunden Pflege pro Monat notwendig sind, verlangen die Krankenkassen, dass die Menschen in ein Pflegeheim umziehen.»

Claude Bertelletto Küng

«Der Ausgangspunkt ist das Interesse von älteren Menschen, möglichst lange zu Hause zu wohnen», unterstreicht Claude Bertelletto Küng. «Wenn nun aber mehr als 120 Stunden Pflege pro Monat notwendig sind, verlangen die Krankenkassen, dass die Menschen in ein Pflegeheim umziehen.» Das Problem sei somit die Finanzierung. «Sie werden fast gezwungen, ins Heim zu gehen.»

Ein weiterer Grund für das Interesse am Projekt «Heimbetten in Privathaushalten» sei die demografische Entwicklung: «Der Anteil der älteren Personen an der Gesamtbevölkerung nimmt zu.» Das Angebot an Pflegeplätzen sei jedoch bereits jetzt knapp und der Bau von neuen Heimen oder Erweiterungen brauche Zeit. Zudem seien die Kosten nicht zu unterschätzen: «Ein Zimmer in einem Pflegeheim kostet ungefähr 350‘000 Franken, das ist eine teure Sache für die Gemeinden.»

Seit zwei Jahren sei das Projekt im Lindenhof in Oftringen im Kanton Aargau nun am Laufen. «Die Verantwortlichen haben uns Konzeptunterlagen zur Verfügung gestellt.» Es gehe nun darum herauszufinden, was wie gebündelt, ausgebaut und finanziert werden kann mit einer Betreuung in Privathaushalten: «Die Hauswirtschaft, der Mahlzeitendienst, die Begleitung – die betroffenen Personen sollen sich für alles an die gleiche Organisation wenden können», erklärt Claude Bertelletto Küng.

«Idealerweise sind für die Pflege weiterhin die Angestellten der Spitex zuständig, da diese die betreute Person bereits kennen», fährt Bertelletto Küng fort. Dafür müsste eine Pauschalfinanzierung aller Leistungen im Rahmen des Pflegeheimfinanzierungssystems aber auch in Privathaushalten möglich sein. «Schlussendlich müsste es funktionieren wie in einem Pflegeheim.»

Offen sei, wie es mit einer Finanzierung über Ergänzungsleistungen aussehen könnte. Und je nachdem müssten betreuende Angehörige im gleichen Haushalt leben, damit jemand da ist. «Was braucht es, damit es funktioniert?» All den offenen Fragen gelte es nun im Rahmen dieses Projekts nachzugehen, sagt die Geschäftsleiterin des Verbandes.

«Gesundheitsnetze vereinigen Spitex und Alterseinrichtungen unter einem Dach und verfügen somit über viele Kompetenzen und Vorkenntnisse.»

Claude Bertelletto Küng

Erste Erfahrungen mit dem Projekt in einem Gesundheitsnetz zu sammeln, ist laut der Geschäftsleiterin naheliegend: «Gesundheitsnetze vereinigen Spitex und Alterseinrichtungen unter einem Dach und verfügen somit über viele Kompetenzen und Vorkenntnisse.»

GNS-Geschäftsführer Philipp Banz kann zu dem Projekt jedoch noch keine konkreten Informationen geben, dafür sei es noch zu früh.

Prognosen des Bundes

Das Bundesamt für Statistik (BFS) geht in seinen Prognosen bis zum Jahr 2050 davon aus, dass sich die heutigen demographischen Trends und die deutliche Alterung der Bevölkerung in der Schweiz fortsetzen werden. Weiter schätzt das BFS, dass bis 2050 der Anteil der 65-jährigen und älteren Personen von 18,7 Prozent im Jahr 2019 auf rund 25,6 Prozent ansteigen wird. Bis 2050 dürfte sich die Zahl der Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre von aktuell rund 500’000 Millionen auf über 1,1 Millionen mehr als verdoppeln. Dies schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im «Faktenblatt Demographische Entwicklung und Pflegebedarf» im Mai dieses Jahres. emu

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