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Absatz steigender Milchmengen setzt Cremo vermehrt unter Druck

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Autor: walter buchs

Villars-sur-glâne In einem «neuen, sehr instabilen Umfeld» habe Cremo im Geschäftsjahr 2009 die Diskrepanz zwischen den hohen Einstandspreisen der Rohstoffe auf dem Schweizer Markt und den auf den internationalen Märkten praktizierten Preisen voll gespürt. Dies schreibt der Freiburger Milchverarbeiter in einer anlässlich der Aktionärsversammlung veröffentlichten Mitteilung.

Wie Generalsekretär Michel Pellaux gegenüber den FN präzisierte, ist der Einfluss des Weltmarktes beträchtlich. Rund 17 Prozent der verarbeiteten Milch müssten exportiert werden, in Form von Milchpulver oder Käse. Dazu komme, dass der Import liberalisiert werde und so namentlich die Preise für Yoghurt und Milchgetränke drücke.

«Im Interesse der Milchproduzenten hat Cremo 2009 das Risiko genommen, Milchmengen entgegenzunehmen, welche sonst auf der Strecke geblieben wären und so den Milchmarkt noch mehr destabilisiert hätten», heisst es in der Medienmitteilung. Wirtschaftlich gesprochen könne Cremo künftig eine solche Situation nicht mehr verantworten. Tatsächlich hat die angelieferte Milchmenge 2009 gegenüber dem Vorjahr um rund 70 Mio. kg oder 15 Prozent auf 462 Mio. kg zugenommen.

Mehr Druck auf Preise

Die Zunahme ist auf die zusätzlich gelieferten Mengen der Milchpools Lobag und Prolait zurückzuführen, welche diese bei anderen Verarbeitern wie Emmi und Nestlé nicht mehr absetzen konnten. Wie Pellaux bestätigte, musste Cremo diese Zusatzmengen von Aktionären annehmen.

Cremo kündigt nun an, dass die Firma künftig «Bedingungen der Milchentgegennahme anwenden wird, die ihr eine rentable, konkurrenzfähige Vermarktung der Produkte ermöglichen.» Was dies für den Produzenten konkret bedeutet, konnte Generalsekretär Pellaux nicht genau quantifizieren. «Jedenfalls wenden wir seit zwei Monaten den Richtpreis der Branchenorganisation an», beteuerte er.

Für Milch, die zu Butter verarbeitet wird – der grösste Verarbeitungsbereich von Cremo -, sind dies im Moment 62 Rappen pro Kilo (ohne Abzüge). Der Weltmarktpreis hingegen liegt gegenwärtig bei gut 39 Rp/kg, während er im April noch bei 31,3 Rp/kg lag. Für Milch, die verkäst wird, kann der Produzent aber bis zu 80 Rp/kg lösen.

Die Firma Cremo bezeichnet ihr Geschäftsergebnis 2009 als gut. Es wurde gegenüber dem Vorjahr eine ganz leicht verbesserte Bruttomarge von 25,4 Prozent oder 137,2 Mio. Fr. erreicht. Das Ergebnis des Geschäftsjahres (Nettogewinn) wird mit 5,2 Mio. Fr. angegeben, was ein Prozent des Umsatzes ausmacht.

Das sei nur dank eines «rigorosen Kostenmanagements» möglich gewesen, betont Michel Pellaux gegenüber den FN. Dank der Inbetriebnahme der neuen Fabrikationseinheit in Villars-sur-Glâne hätten Produktionskosten gesenkt werden können.

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