Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Abschied vom «Des Alpes»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Auf einem Nebenschauplatz der Baustelle «Cité 2000» entbrannte im Dezember 1999 der Kampf um das beliebte Café des Alpes. Eine Handvoll Jugendlicher unter der Führung des Poeten und Lebenskünstlers Franz Aebischer, eine gehörige Portion Millenniums-Groove und eine Prise 68er-Romantik reichten aus, um mitten in der Vorweihnachtszeit vorübergehend für einigen Wirbel zu sorgen. Nachdem das Café im Hinblick auf den baldigen Beginn der Bauarbeiten am 11. Dezember geschlossen worden war, rief Franz Aebischer zur permanenten Besetzung auf. Vom 17. Dezember bis zum 3. Januar sollte das Café zum Ort der «universellen Lebensfreude» werden. O-Ton Aebischer: «Wir feiern das Ende des Café des Alpes, das Ende des Millenniums und die Neugeburt der Sonne.» Nicht so gut fand das Antonio Otero, der Wirt des Cafés, der das Lokal am 16. Dezember plötzlich wieder öffnete. Dagegen hatten nun wiederum die selbsternannten Besetzer etwas. Via Homepage kündeten sie forsch an: «Wir werden uns wie geplant des Ortes bemächtigen und unser Festival durchziehen.» Gesagt, getan: Vor dem Café verteilten sie ihre Flugblätter und schenkten ihr eigenes Bier aus, bis die Geschäfte im Lokal so schlecht gingen, dass der Wirt kapitulierte und den Ort des Geschehens verliess. Nun aber traten Polizei und Oberamt auf den Plan, eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und unbefugten Betretens lag vor. Am 22. Dezember war der Spuk vorüber: Die letzten Eindringlinge wurden von der Polizei abgeführt, die Fenster und der Eingang des Cafés verbarrikadiert. Das endgültig letzte Stündchen des «Des Alpes» schlug im Januar 2000, als der ganze alte Gebäudekomplex abgerissen wurde.Bild Charles Ellena/a

Meistgelesen

Mehr zum Thema