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Abspaltung der Biobauern verhindern

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Produzenten von Biogemüse sind unzufrieden mit der Arbeit der regionalen Verbände. Gemüsebauern aus dem Kanton Freiburg zum Beispiel sind Mitglied bei der kantonalen Gemüseproduzentenvereinigung der Kantone Bern und Freiburg (GVBF), egal ob sie konventionell produzieren oder sich auf den Anbau von Biogemüse spezialisieren. Der Anteil der Bioproduzenten in den regionalen Verbänden liegt gesamtschweizerisch nur bei zwölf Prozent.

Regionalverband umgehen

Offenbar haben die Biobauern zu wenig Gewicht in den regionalen Sektionen. Deshalb haben sie im letzten August eine eigene überregionale Vereinigung gegründet, die Biogemüseproduzenten-Vereinigung bGPV. Damit wollen die Biobauern die regionale Sektion umgehen und direkt als Einzelmitglied beim nationalen Verband dabei sein.

Dieses Vorgehen hat der nationale Gemüseverband aber abgelehnt, der nur über regionale Sektionen funktioniert, die dann wieder Teil des nationalen Verbandes sind. Die Delegiertenversammlung des nationalen Gemüseverbandes hat das Anliegen der Biobauern deshalb abgelehnt. Es gebe keine Mitgliedschaft im nationalen Verband, ohne Teil einer regionalen Sektion zu sein. Einige der Gemüseproduzenten sind auch bereits aus dem regionalen Verband Bern-Freiburg ausgetreten. Gesamtschweizerisch hätten bereits 20 Bioproduzenten ihrem regionalen Verband den Rücken gekehrt, wie die bGPV schreibt.

Abspaltung verhindern

Allerdings hätte der nationale Verband keine Freude an einem totalen Ausstieg der Bioproduzenten. Immerhin zahlen diese hohe Mitgliederbeiträge (die FN berichteten). Deshalb hat der nationale Verband Interesse an einer Lösung der Probleme der Biobauern. So wurde an der Delegiertenversammlung ein Gegenvorschlag angenommen, der vorsieht, dass die neue Biovereinigung ausnahmsweise während zwei Jahren als Einzelmitglied mitmachen darf und der nationale Gemüseverband bis dahin Zeit hat, um eine Lösung für die Anliegen der Biobauern zu präsentieren. Mit diesem Vorschlag können die Biobauern leben. So sagte Martin Lichtenhahn aus Kerzers, Geschäftsführer der neuen Biogemüseproduzenten-Vereinigung», auf Anfrage der FN: «Unser Ziel bleibt die Mitgliedschaft mit unserer neuen Vereinigung direkt beim nationalen Gemüseverband.» Aber sie seien auch bereit, bei Projekten in den regionalen Sektionen finanziell mitzuhelfen, wenn dies den Anliegen der Biobauern helfe.

Wie eine bessere Integration auf regionaler und nationaler Ebene aussehen könnte, weiss Pascal Toffel, Geschäftsführer des Gemüseverbandes, noch nicht, wie er auf Anfrage der FN sagte. Der Verband will aber eine Lösung für das Problem der Bioproduzenten suchen. Toffel ist erleichtert, dass das Anliegen an der DV nicht komplett verworfen wurde, sondern die Delegierten den Gegenvorschlag des leitenden Ausschusses angenommen haben. Damit kann die neue Bio-Vereinigung temporär als Einzelmitglied mitmachen und der Verband hat zwei Jahre Zeit, um einen Kompromiss zu finden: «Wir werden uns jetzt die Zeit nehmen, um eine Lösung für die Anliegen der Bioproduzenten zu finden», so Toffel.

Gemüsebauern: Regional organisiert

D er Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) ist der nationale Dachverband aller Gemüseproduzenten und ist in regionale Sektionen aufgeteilt. Jeder Produzent ist primär Mitglied einer regionalen Sektion. So sind die Freiburger Gemüseproduzenten Mitglied bei der Gemüseproduzentenvereinigung Bern und Freiburg (GVBF). In beiden Verbänden sind Produzenten mit konventionellem und biologischem Anbau vertreten. Weil sich die Biobauern als Minderheit schlecht vertreten fühlten, haben sie eine eigene, überregionale Sektion gegründet, die Biogemüseproduzenten-Vereinigung. tk

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