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Absprung des Piloten

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Muntelierer nicht mehr Air-Engiadina-Chef

«Neuer Anstrich, alles neu», kommentiert Charles Schnider den historischen Schritt von Air Engiadina. Neu ist tatsächlich vieles bei Air Engiadina/KLM alps. Nicht mehr Dietmar Leitgeb ist CEO und Delegierter des Verwaltungsrates, und nicht mehr Charles Schnider ist Direktor; neu an der Spitze sind Herbert Smole als CEO und Markus Seiler als COO und Accountable Manager.

Neu ist auch das finanzielle Gerüst der Fluggesellschaft. Man hat eine Aktienkapitalkürzung vorgenommen, neue Investoren gesucht, und will nun schrittweise wieder ausbauen. Herbert Smole rechnet unter diesen Umständen bereits im nächsten Jahr mit schwarzen Zahlen. Zuerst die Beteiligung an der österreichen Air Alps Aviation und dann die Partnerschaft mit KLM, die habe aber noch er aufgebaut, sagt Charles Schnider gegenüber den FN. Die Strategie, dank KLM von einem international bekannten Namen zu profitieren und sich weltweit zu vermarkten, die ist trotz finanzieller und personeller Wirren stetig weiterverfolgt worden.
Dank «KLM alps» ist die Air Engiadina nun auch mit der KLM, der Alitalia und der Northwest Airlines in die «Wings-Allianz» eingebunden.

Vom Klein- zum Mittelbetrieb
gewachsen

Dass nun der in Muntelier wohnhafte Charles Schnider die Krönung dieser Arbeit – zwei von der Grösse und Kultur so unterschiedliche Fluggesellschaften zusammenzubringen – nicht selber miterlebt, schmerzt ihn zwar, er hat Air Engiadina aber von sich aus verlassen. Seine Kündigung sei personenbezogen gewesen, erklärt er. Für ihn waren seine Ausrichtung als Airliner und Smoles Ausrichtung als Consultant nicht mehr vereinbar gewesen.

Es sei aber offenbar einfach Zeit gewesen für einen Abgang, meint Schnider. In sechs Jahren habe er die Air Engiadina von einem Kleinunternehmen mit 15 zu einem mittleren Unternehmen mit 160 Personen ausgebaut.
Als Kleinbetrieb brachte die Air Engiadina gewisse Strukturen mit, und diese mussten aufgebrochen werden. Für einen Mittelbetrieb brauche es nun Leute aus dem Finanzsektor. Dabei hat Schnider nach eigenen Worten auch die Rolle von Geld und Macht zu spüren bekommen.

Einen Airliner lässt
die Fliegerei nicht los

Was aber trotz des Strukturwandels der Air Engiadina immer vorhanden gewesen sei, so Charles Schnider, sei der tolle Teamgeist. Den Kontakt zu diesem Team werde er am meisten vermissen.

Noch hat Charles Schnider keine neue Stelle angetreten. Dass die Dynamik von Air Engiadina damals ihre Spuren hinterlassen hat, das merkt er erst jetzt. Jetzt schlafe er wieder besser und länger.
Für die berufliche Zukunft kann sich Charles Schnider auch etwas anderes als das Flugbusiness vorstellen. «Aber ich behalte die Branche weiter im Auge», sagt er. Die Fliegerei lässt einen Airliner halt nicht so schnell los.

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