Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Abstraktes soll als Lockstoff dienen

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Zum Beginn der touristischen Hauptsaison eröffnet das Museum Murten heute Samstag eine neue Wechselausstellung. Nachdem im Februar die damalige Museumsleiterin Susanne Ritter-Lutz per sofort freigestellt wurde (die FN berichteten), beginnt an der heutigen Vernissage die Bewährungsprobe für die Interimsleitung unter Ueli Fiechter. Mit Werken des 1981 verstorbenen Freiburger Malers Raymond Meuwly versucht das Museum, diesen Sommer möglichst viele Besucher anzulocken.

Laut Fiechter, der auch den Unterstützungsverein Pro Museo präsidiert, ist die Meuwly-Ausstellung bereits ein Werk der Interimsleitung. Auf Anregung des Stiftungsrats hätten sich die Verantwortlichen das Werk von Meuwly in Misery angesehen (siehe Kasten). Der Maler habe ein grosses Renommee, erzählte Fiechter am Freitag, als im Museum die letzten Vorbereitungen liefen.

Späte Werke aus Nachlass

Welche Werke aus dem Nachlass des Künstlers gezeigt werden, haben seine Nachkommen entschieden. «Für die Auswahl haben sie ein besseres Gefühl als wir», so Fiechter. Tochter und Sohn brachten die Bilder letzten Mittwoch nach Murten. Wie die Ausstellung ab heute Abend zeigen wird, haben die längst erwachsenen Kinder den Fokus auf Meuwlys spätere Werke gelegt. Die Bilder sind zwischen 1969 und 1981 entstanden und zeigen abstrakte Motive, die dem Publikum viel Raum für die Interpretation lassen.

Rätselhaftes und Poetisches

Im obersten Geschoss reichen wenige grossformatige Bilder des Künstlers aus, um die alten, markanten Wände des Museums im Hintergrund verschwinden zu lassen: sie füllen den Raum mit ihren rätselhaften Figuren völlig aus.

Einige Treppenstufen weiter unten im Museum hängen kleinere, fast filigran wirkende Bilder aus Meuwlys Werk. Die Untertitel verraten, dass viele dieser bunten, nicht minder abstrakten Kompositionen im Tessin entstanden sind. «Brissago» hat Meuwly etwa unter einige dieser Bilder gekritzelt, «Ascona» unter andere: Dort lebte der Künstler ab 1971 mit seiner Frau; auf ärztlichen Rat.

Dass der Künstler zuletzt krank war, zeigen auch poetische Zitate, die einige wässrige Sujets begleiten. Hier wird Meuwlys sonst eher verschlossen wirkende Kunst für einmal nahbar und poetisch. Einen Ansatz zum besseren Verständnis könnten die Angehörigen des Künstlers liefern. Sie sind an der Vernissage anwesend.

Museum Murten, Ryf 4. Vernissage: Sa., 12. Juni, 18 Uhr. Ausstellung: 13. Juni bis 1. August, jeweils Di. bis Sa., 14-17 Uhr; So. 10-17 Uhr. www.museummurten.ch

Mehr zum Thema