Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Abwasser und Müll begeistern Besucher

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Das ist ja riesig! Gehört das alles noch dazu?», fragt ein Knabe seinen Vater auf dem Weg in die Neiglen. Er ist nicht der Einzige, der dieser Frage am Samstag auf den Grund ging: Rund 1000 Neugierige fanden sich zur Besichtigung der Neiglen-Anlagen in der Unterstadt ein. «Viele Leute wissen gar nicht, was hier alles läuft. Das wollen wir durch den Tag der offenen Tür ändern», erklärt Kurt Krattinger, Leiter des städtischen Strasseninspektorats und Organisator der Veranstaltung, die seit 2006 alle fünf Jahre stattfindet.

Nicht nur Mülldeponie

Mehrere Mitarbeiter bilden am Eingang das Empfangskomitee und statten die Besucherinnen und Besucher mit Informationsmaterial aus. Zwei Rundgänge sind auf der Karte eingezeichnet: Einer durch die Werkstätten und die zentrale Abfallsammelstelle und einer durch die Abwasserreinigungsanlage (ARA). «Ich kannte neben der Kläranlage bisher nur die Sammelstelle», gesteht eine Besucherin. Mit Überraschung habe sie festgestellt, wie viele verschiedene Werkstätten auf dem Gelände angesiedelt sind.

Bei jeder dieser Werkstätten beantworten Mitarbeitende die Fragen der Interessierten und erklären ihre Arbeit. «Ich wünschte, ich hätte Zeit, noch mehr Leute anzuhalten», sagt Pierre-André Hirt, Leiter der Schreinerei, welche Gebäude der Stadt mit Möbeln ausstattet. Seine Mitarbeiter sind alle mit Besuchern ins Gespräch vertieft oder helfen den Kindern im Atelier, einen Holzwürfel zu basteln. «Ich bin begeistert vom Enthusiasmus, den meine Mitarbeiter zeigen», so Hirt. Fabrice Kissel, Leiter der Malerei, erzählt ebenfalls eifrig von seinem Alltag. Neben Strassenmarkierungen und Arbeiten an öffentlichen Gebäuden sei sein Team beispielsweise auch für die jährliche Neubemalung des Tinguely-Brunnens auf der Schützenmatte verantwortlich. Kissel informiert die Leute allerdings auch über die Gefahren seines Berufs. «Morgens sind die Leute gestresst und fahren entsprechend achtlos. Wir sind deshalb trotz Absperrungen chronisch der Gefahr ausgesetzt, überfahren zu werden.»

 Obwohl die Abläufe in den Werkstätten oft kompliziert und technisch sind, geben sich die Mitarbeitenden Mühe, den Tag kindergerecht zu gestalten. Ein Mädchen bezeugt: «Die Helfer haben uns komplizierte Sachen auf einfache Art erklärt.»

Positive Bilanz

Ferner können auch eine Fahrt auf dem Wischfahrzeug oder einer Walze, der Bau eines Turmes aus Getränkekisten und diverse Bastelateliers die Kinder begeistern. Für Roman Aeby, Betriebsleiter der ARA, hinterlässt der Tag der offenen Tür einen guten Eindruck: «Viele Leute haben sich für unsere Arbeit interessiert.» Das freue ihn, denn die Wertschätzung für seine Tätigkeit sei oft nicht besonders gross, obwohl «wir unser Bestmögliches tun, um die Umwelt unseren Nachkommen sauber zu hinterlassen». Die Gäste sind ebenfalls guter Dinge: «Der Anlass war super organisiert, sehr interessant und lehrreich. Ich wusste gar nicht, dass hier so viele Leute angestellt sind», sagt ein begeisterter Besucher.

Für Kinder eine Hauptattraktion: der Bagger. Die Anlagen liegen direkt unter der Poyabrücke. 

Zahlen und Fakten

Die Stadtfreiburger und ihr Müll

Im Jahr 2015 produzierten die Bewohner der Stadt Freiburg über 18000 Tonnen Müll. Das entspricht ungefähr der gleichen Menge wie im Jahr 2000, obwohl die Bevölkerung in der Zwischenzeit um rund 6000 Einwohner gewachsen ist. 48 Prozent des Abfalls mussten 2015 verbrannt werden. Der Rest stellt sich aus recyclierbaren Materialien zusammen. Davon ist das meiste Papier und Karton, gefolgt von organischen Abfällen. Einen eher kleineren Teil machen Flaschenglas, PET und Plastik, Holzabfälle und Metall, Weissblech und Aluminium aus. Die recyclierbaren Abfälle können an 15 Quartiersammelstellen in der Stadt oder an der zentralen Sammelstelle in den Neiglen abgegeben werden.mes

Mehr zum Thema