Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Abwässer werden im Trennsystem abgeführt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Abwässer werden im Trennsystem abgeführt

Die Gemeinde Schmitten saniert in mehreren Etappen ihr Abwasserleitungssystem

Die Gemeinde Schmitten ist dabei, ihr Abwasserleitungssystem zu erneuern. In den letzten Tagen wurde eine erste Etappe von Sanierungs- Arbeiten abgeschlossen. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die gesamten Abwässer im Trennsystem abzuleiten.

Von ANTON JUNGO

Der zuständige Gemeinderat Erwin Scherwey ist erleichtert, dass das 1,3- Millionen teure Werk ohne besondere Probleme ausgeführt werden konnte. «Das war nicht selbstverständlich. Mussten die Sanierungsarbeiten doch vor allem in überbautem Gebiet ausgeführt werden», meint er. Betroffen waren zahlreiche private Liegenschaften und die Strassenverbindung vom Unterdorf bis in die Kreuzmatt.

Die Arbeiten konnten nur in kleinen Schritten ausgeführt werden, stiess man doch vor allem im Strassenbereich auf zahlreiche Leitungen und Kabel, deren genaue Lage nicht bekannt war. Die Zugänge zu den Liegenschaften mussten während der ganzen Bauphase sichergestellt werden. Um das notwendige Gefälle zu erreichen, mussten Gräben teils bis in eine Tiefe von 4,5 m ausgehoben werden.

Erwin Scherwey äussert sich anerkennend über das Verständnis der Liegenschaftsbesitzer. Mussten diese doch nicht nur Unannehmlichkeiten auf sich nehmen, sondern auch noch Investitionen tätigen, um das Abwassersystem ihrer Liegenschaft zu sanieren. Bis auf zwei Liegenschaften, bei denen die Sanierung besonders schwierig ist, sind jetzt alle ans Trennsystem angeschlossen. Mit den jetzigen Arbeiten wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit die Abwasserentsorgung weiterer Quartiere saniert werden kann.

«Fremdwasser» unerwünscht

Der Sanierungsbedarf am Abwasserleitungssystem war 1994 im Rahmen der Ausarbeitung eines Generellen Entwässerungskonzepts (GEP) für das Gebiet «Bager Nord» zu Tage getreten. «Im Rahmen des GEP sah man, dass die Ara-Leitungen vom Unterdorf bis auf den Bager stellenweise undicht sind», erklärt Erwin Scherwey. Es besteht dabei die Gefahr, dass verschmutztes Wasser in das Grundwasser eindringen kann. Die Kanalisation wurde zudem – wie es damals noch üblich war – im Mischwassersystem ausgeführt. Das bedeutet, dass auch Brunnenabläufe, Drainageleitungen und Oberflächenwasser in die Kanalisation eingeleitet werden.

Solche «Fremdwasser» sind heute in den Abwasserreinigungsanlagen nicht mehr erwünscht, und die Verursacher werden bestraft. So muss die Gemeinde Schmitten an die Ara Sensetal in Laupen jedes Jahr 23 000 Franken für ihr «Fremdwasser» bezahlen.

Gleichzeitig mit der Ara-Leitung wurde im betroffenen Gebiet auch das Trinkwasserleitungssystem erneuert. Die Arbeiten der ersten Etappe dauerten von September 2004 bis Ende Oktober 2005.

Freilegung war zu teuer

Ein besonderes Problem, das bei der Ausarbeitung des GEP deutlich wurde, war der Ochsenriedbach. Er war vor einigen Jahrzehnten eingedolt worden. Die Rohrleitung war damals zu klein dimensioniert. Bei grossen Niederschlägen vermochte sie deshalb das Wasser nicht zu fassen und dieses lief in die Ara-Leitung über. In besonders prekären Situationen vermochte auch diese nicht die gesamten Abwässer abzuleiten, sodass sie durch einen Überlauf in den Richterwilbach gerieten.

Der Ochsenriedbach wurde jetzt in ein neues Rohr verlegt, das zugleich auch die bisherigen «Fremdwasser» und das Meteorwasser aufnehmen kann. «Damit haben wir die Voraussetzungen geschaffen, damit eigentlich kein verschmutztes Wasser mehr in den Richterwilbach gelangen sollte», meint Erwin Scherwey.

Im Rahmen der Planungsarbeiten war die Frage diskutiert worden, ob der Ochsenriedbach nicht überhaupt wieder freigelegt werden sollte. «Aus Kostengründen hat der Gemeinderat auf diese Idee verzichtet», betont Erwin Scherwey. Die Freilegung hätte zusätzlich rund eine Million Franken gekostet. «Mit den jetzigen Sanierungsarbeiten haben wir aber nichts verbaut und es wäre zu einem späteren Zeitpunkt immer noch möglich, den Ochsenriedbach streckenweise wieder freizulegen», hält er fest.

Zweite Etappe ab 2007

Über ein vollständiges Abwasser-Trennsystem wird die Gemeinde Schmitten aber erst dann verfügen, wenn auch das Leitungssystem von der Kreuzmatt bis auf die Höhe des Bagers saniert ist. Die Planung und Ausführung dieser zweiten Etappe ist im Investitionsplan ab dem Jahr 2007 vorgesehen. Dabei wird mit Kosten von 2,5 Millionen Franken gerechnet. Erwin Scherwey hofft, dass diese Arbeiten bis 2009 ausgeführt sein werden.

Meistgelesen

Mehr zum Thema