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Acht Jahre für Waffendiebe gefordert

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Ein wortkarger Typ und ein netter Plauderer: Es ist ein ungleiches Duo, das sich seit gestern vor dem Strafgericht des Saanebezirks verantworten muss. Die beiden Kindheitsfreunde aus der Region Paris – beide 28 Jahre alt – werden stark verdächtigt, einen der spektakulärsten Waffendiebstähle im Kanton Freiburg begangen zu haben.

An Heiligabend 2013 wurden aus einem Schiesskeller für Sportschützen in Corminboeuf 31 Pistolen, 3 Gewehre und Munition gestohlen. Viele Indizien deuten darauf hin, dass die beiden Franzosen dahinterstecken.

Töfffahrer mit Waffe bedroht

Zudem müssen sich die zwei vor Gericht verantworten, weil sie im Mai 2014 in einer Tiefgarage in Villars-sur-Glâne einen Töfffahrer mit einer Pistole bedrohten und ihm sein Motorrad klauten. Die Freiburger Kantonspolizei konnte sie nach dem Überfall verhaften.

Ausserdem wird den beiden ein gescheiterter Raubüberfall auf ein Bastelwarengeschäft Anfang Dezember 2013 in der Agglomeration Freiburg vorgeworfen. Dabei wurde der Ladenbesitzer mit einer Waffe bedroht, mit Pfefferspray besprüht und in seinen eigenen Kofferraum gesperrt. Die Angeklagten bestreiten diese Tat.

Viele Indizien

Acht Jahre Haft forderte gestern Staatsanwalt Philippe Barboni für die zwei Angeklagten. Er stützte sich dabei auf eine ganze Reihe von Indizien, die zeigen sollen, dass die zwei den Waffendiebstahl in Corminboeuf verübt haben. Zum einen fand die Polizei, als sie die beiden Männer nach dem Motorrad-Klau im Mai 2014 verhaftete, bei ihnen zwei der gestohlenen Pistolen.

Eine dritte Waffe aus dem Schiessstand von Corminboeuf wurde kürzlich von der spanischen Polizei im Haus eines Kindheitsfreundes der beiden Männer sichergestellt. Die Polizei hatte den Mann verhaftet, als er mit seinem Auto Drogen nach Frankreich bringen wollte. Zudem hatten die beiden Männer gegenüber Freunden in Frankreich ziemlich offen über ihre kriminellen Aktivitäten gesprochen, wie Recherchen der französischen Polizei zeigten.

Die Verteidiger der beiden Franzosen sehen die Lage ganz anders: Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft seien «reine Spekulationen», um über die dürftige Beweislage hinwegzutäuschen. Ausserdem seien einige der Zeugen, die selber in die Geschichte verwickelt seien, alles andere als vertrauenswürdig.

Der eine Franzose hatte zwar zugegeben, den Schiessstand in Corminboeuf ausgekundschaftet zu haben. Er weigerte sich aber auszupacken, wer den Einbruch verübt hatte – aus Angst um sein Leben, wie er angab.

20 Monate für Komplizen

Mit auf der Anklagebank sass gestern auch ein 25-jähriger Kongolese aus Freiburg, der in den Motorraddiebstahl verwickelt ist. Staatsanwalt Phi­lippe Barboni forderte für den Kongolesen eine Haftstrafe von 20 Monaten mit einer langen Bewährungsfrist von fünf Jahren.

Während der Untersuchung hatte der Kongolese stets eine Beteiligung an der Tat geleugnet, gestern gestand er zur allgemeinen Überraschung, dass er den beiden Haupttätern bei ihrem Motorraddiebstahl im Mai 2014 als Fahrer diente.

Das Urteil wird für nächsten Donnerstag erwartet.

bearbeitet von mos/FN

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